VonTamara Buckenauerschließen
Der Soester Weihnachtsmarkt wurde mit dem Anschneiden des XXL-Christstollens offiziell eröffnet. Für die kommenden vier Wochen verwandelt sich die historische Altstadt in ein Weihnachtsparadies.
Soest - Die Weihnachtszeit steht ganz im Zeichen des Teilens – mit dem Anschnitt des riesigen Christstollens wurde genau dies zur Eröffnung des Soester Weihnachtsmarktes zelebriert. Am frühen Montagabend setzte die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Mackensen das Messer an den XXL-Christstollen der Bäckerei Café Twin an.
Der Soester Weihnachtsmarkt ist eröffnet: Stollen im Sturzregen
Unterstützt wurde sie dabei vom Weihnachtsengel. Trotz starker Regenfälle und ordentlichen Windes am ersten Weihnachtsmarkttag kamen einige Besucher, um sich ein Stück des Weihnachtsgebäcks schmecken zu lassen. Vier Wochen lang werden die festlich geschmückten Buden, weihnachtliche Leckereien, Glühwein und Geschenkideen wieder zahlreiche Besucher in die historische Altstadt locken. Knapp 100 Stände werden für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.
Weihnachtsmarkt in Soest eröffnet




In diesem Jahr wird die gesamte Altstadt im Lichterglanz erstrahlen, denn es konnten einige neue Hauseigentümer gewonnen werden, die die Giebel ihrer Häuser mit Lichtern schmücken – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Das ist nicht die einzige Neuerung bei der Beleuchtung in diesem Jahr: Auch auf den Weihnachtsbaum wurde verzichtet. Neben dem Nachhaltigkeitsgedanken spielte bei dieser Entscheidung auch der fünfstellige Betrag für einen solchen Baum eine Rolle. Stattdessen soll eine 14,5 Meter hohe Lichtinstallation für weihnachtliche Stimmung sorgen, über die es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben hatte.
Gleichbleibende Glühwein-Preise
Die Glühweinpreise sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr weitgehend moderat. Einige Gastronomen haben bereits im vergangenen Jahr die Glühweinpreise von 3,50 Euro auf 4 Euro erhöht. Die gestiegenen Energie- und Einkaufspreise haben den einen oder anderen dazu veranlasst, sich Gedanken über die Wirtschaftlichkeit zu machen. So wurde beispielsweise an der Elch-Bude der hausgemachte Eierpunsch wegen der stark gestiegenen Sahne- und Milchpreise um 50 Cent teurer. Beim Glühwein hingegen wurde nicht an der Preisschraube gedreht. „Wer soll sich das sonst leisten können? Wir wollen ja auch, dass die Leute gerne auf den Weihnachtsmarkt kommen und ihn genießen können“, berichtet eine Gastronomin von der Elch-Bude.
Dass die Glühweinpreise an den Ständen weitgehend ähnlich sind, ist kein Zufall. „Natürlich sprechen wir Soester Gastronomen uns untereinander ab, damit es fair bleibt“, so eine weitere Gastronomin. Insgesamt ist der Tenor bei den Wirten ähnlich: Man mache sich teils zwar Sorgen um die gestiegenen Kosten, wolle aber mit den Preisen familienfreundlich bleiben. Jetzt freuen sich die Gastronomen und Händler aber erst einmal auf die Weihnachtsmarktzeit und viele Besucher in Soest.
Natürlich gibt es nicht nur heiße Getränke, sondern auch jede Menge Geschenkideen. Gewürze aus aller Welt, Christbaumschmuck, warme Socken, Weihnachtsdekoration, Seifen oder Holzschnitzereien laden in den nächsten Wochen zum Shoppen ein.
Öffnungszeiten
Täglich von 11 bis 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr. Gastronomiestände sind täglich bis 22 Uhr geöffnet.
Preise
Glühwein: 4 Euro; 2 bis 3 Euro Pfand
Bratwurstbrötchen: 4 bis 4,50 Euro
Feuerzangenbowle: 4 Euro
Crêpe: ab 4 Euro
Reibekuchen: ab 6 Euro
Gebrannte Mandeln: 100 g 4 Euro
Churros: ab 6 Euro

