VonKatharina Heynschließen
Verdi hat für Donnerstag, 15. Februar, erneut zum Streik im ÖPNV aufgerufen. Auch in Dortmund müssen Pendler heute mit Ausfällen von Bussen und Bahnen rechnen.
Dortmund - Erneut hat die Gewerkschaft Verdi landesweit Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zum Streik aufgerufen. Auch die Mitarbeitenden der Stadtwerke (DSW21) in Dortmund (NRW) sollen am Donnerstag, 15. Februar, ihre Arbeit niederlegen. Das Unternehmen ist für den Bus- und Bahnverkehr in der Stadt zuständig. Pendler müssen sich daher auf massive Einschränkungen im Nahverkehr gefasst machen.
Streik bei Bus und Bahn in Dortmund: Sämtliche Stadtbahn- und Buslinien fahren in Dortmund nicht
Die Stadtwerke rechnen den ganzen Tag lang damit, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 nicht fahren werden. Das gilt von Betriebsbeginn (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am Folgetag). Die Kundencenter „Petrikirche“, „Hörde Bahnhof“ und „Castrop Betriebshof“ bleiben ganztägig geschlossen.
Bei diesen Linien wird es voraussichtlich ebenfalls zu Einschränkungen kommen:
- NachtExpress-Linien, die um 0.15 Uhr oder 0.45 Uhr von der Haltestelle „Reinoldikirche“ sternförmig in alle Stadtteile starten
- Linien 480, 481, 482 und NE 11 in Castrop-Rauxel
- Linien 430, 435 und NE 25 in Schwerte
- ExpressBuslinie X13 (Dortmund – Waltrop – Datteln) — fällt komplett aus.
H-Bahn und Airport-Linien fahren regulär
Vom Streik betroffenen sind hingegen nicht die H-Bahn und die miteinander verknüpften Flughafen-Sonderlinien AirportExpress, AirportShuttle und 490. Diese drei Linien werden grundsätzlich über den Dortmunder Airport koordiniert und fahren eigenständig und autark zum übrigen DSW21-Linienbetrieb, heißt es von den Stadtwerken.
Fahrgäste sollten am Tag des Streiks vor Fahrtantritt einen Blick in die Fahrplanauskunft auf der Website der Stadtwerke oder in der DSW21-App werfen. Ab Freitag, 16 Februar, sollen die Busse ab ca. 1.30 Uhr wieder wie gewohnt fahren.
Verdi will Druck erhöhen: Auch in anderen Städten in NRW wird gestreikt
Verdi will den Druck auf die Arbeitgeber deshalb erhöhen, „weil die Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde alle Forderungen der Gewerkschaft vom Tisch gewischt und selbst eine Reihe von Gegenforderungen eingebracht habe“, teilte Verdi mit. Deshalb rufe die Gewerkschaft landesweit erneut Beschäftigte von Nahverkehrsunternehmen ganztägig zum Streik auf.
Es sind jedoch nicht nur die Beschäftigten der DSW21 zum Streik aufgerufen, sondern in anderen Städten in NRW wird der Nahverkehr zum Erliegen kommen. Betroffen sind unter anderem: Hagen, Bochum, Essen, Duisburg und Düsseldorf. Auch in Hamm werden am Donnerstag keine Linienbusse fahren.
Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa
