VonMarvin K. Hoffmannschließen
Verdi hat für Donnerstag zu einem Streik im ÖPNV aufgerufen. Betroffen sind davon Bus- und Bahnfahrer in Nordrhein-Westfalen. Es herrscht vielerorts Stillstand.
Hamm – Bus- und Bahnfahrer müssen in Nordrhein-Westfalen den nächsten Streik im ÖPNV hinnehmen. Die Gewerkschaft Verdi will dadurch nach eigenen Angaben „den Druck auf die Arbeitgeber“ erhöhen. Hintergrund sind Tarifverhandlungen, die am 16. Februar in Bochum in die zweite Runde gehen. Der Streik soll demnach bereits am 15. Februar starten.
Verdi ruft zum Streik am 15. Februar im ÖPNV auf
Dann, so teilt Verdi mit, „werden erneut landesweit Beschäftigte zahlreicher Nahverkehrsunternehmen ganztägig zum Streik aufgerufen“. Bereits Anfang Februar hatte die erste Streikrunde viele Busse und Bahnen in NRW lahmgelegt. Ihre Ziele hat die Gewerkschaft damit aber noch nicht erreichen können. In diesen Städten und Regionen werden die Nahverkehrsbetriebe daher erneut zum Streik aufgerufen:
- Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft (Duisburg)
- Rheinbahn AG (Düsseldorf)
- WSW mobil GmbH (Wuppertal)
- Stadtwerke Solingen GmbH (Solingen)
- Stadtwerke Remscheid GmbH (Remscheid)
- Bahnen der Stadt Monheim GmbH (Monheim)
- MVG Märkische Verkehrsgesellschaft GmbH (Lüdenscheid)
- Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH (Ennepetal)
- Hagener Straßenbahn Aktiengesellschaft (Hagen)
- Kölner Verkehrs-Betriebe Aktiengesellschaft (Köln)
- Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Dienstleistungs-GmbH (SWBD) – Bonn
- Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWBV) – Bonn
- wupsi GmbH (Leverkusen)
- WestVerkehr GmbH (Geilenkirchen)
- Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) – Düren
- Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG (Moers)
- SWK Mobil GmbH (Krefeld)
- NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH (Mönchengladbach)
- NEW mobil und aktiv Viersen GmbH (Viersen)
- Dortmunder Stadtwerke Aktiengesellschaft (Dortmund)
- Vestische Straßenbahnen GmbH (Herten)
- Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (Bochum)
- Ruhrbahn GmbH (Essen)
- STOAG Stadtwerke Oberhausen GmbH (Oberhausen)
- Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (Herne)
- Stadtwerke Hamm GmbH (Hamm)
- Verkehrsbetrieb Hamm GmbH (Hamm)
- Stadtwerke Gütersloh GmbH (Gütersloh)
- Stadtwerke Münster GmbH (Münster)
- REVG Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft mbH (Kerpen)
- moBiel GmbH (Bielefeld)
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Verdi sieht Forderungen nicht als erfüllt an
„Wir liegen aktuell noch meilenweit auseinander. Während wir die Beschäftigten entlasten und somit den ÖPNV stärken wollen, setzen die Arbeitgeber auf verlängerte Arbeits- und Lebensarbeitszeiten. So wird der Fachkräftemangel nur dauerhaft verschlimmert“, erklärte Peter Büddicker, Branchenkoordinator Busse und Bahnen. „Auf unsere seit Anfang Dezember bekannten Forderungen nur mit Gegenforderungen zu reagieren, deutet darauf hin, dass wir uns harten Verhandlungen stellen müssen“, ergänzte er.
Konkret fordert Verdi in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im ÖPNV in NRW folgende Verbesserungen:
- Entlastungstage für alle Beschäftigten im ÖPNV
- Identischer Ort für Arbeitsbeginn und -ende
- Zulage ab dem 1. Tag bei vorübergehender Übertragung höherwertiger Tätigkeiten
- Schicht- und Wechselschichtzulage für den Fahrdienst
- 100 Prozent Jahressonderzahlung
- Überstunden ab der 1. Minute und in der individuellen Stufe ohne Abzug
- Zulage für Vorhandwerker / Gruppenführer / Teamleiter nach individueller Stufe
Ob und wann diese Ziele komplett erreicht werden, ist unklar. So lange dürfte Verdi aber den Arbeitskampf fortführen.
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