- VonLeon Malte Cilsikschließen
Die Drohnenfirma Koerschulte hat sich bei einem Wettbewerb durchsetzen können und wird dafür mit Fördermitteln für ihr Projekt zu einer KI-basierten Drohnenfluglinie belohnt.
Lüdenscheid – Elf Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die sich für eine klima-, umwelt- und ressourcenschonende Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen, erhalten Fördermittel von Land und EU in Millionenhöhe. Darunter ist auch die Drohnenairline der Firma Koerschulte aus Lüdenscheid.
Förderung für Drohnenairline - Firma Koerschulte bekommt Geld von Land und EU
Wie das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW in einer Pressemitteilung bekannt gibt, sind die Unternehmen im Rahmen des Wettbewerbs „NEXT.IN.NRW – Innovative Ideen, Dienstleistungen und Produkte aus Kultur, Medien, Kreativwirt-schaft, KI und Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)“ ausgewählt worden. Land und EU fördern die Vorhaben mit insgesamt über 20 Millionen Euro.
Mit dem Wettbewerb „NEXT.IN.NRW“ möchte die Landesregierung nach eigenen Angaben innovative und zukunftsweisende Vorhaben von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Kultur, Medien, Kreativwirtschaft, Künstlicher Intelligenz (KI) und Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) fördern. Die 18 ausgewählten Projekte seien nun in der ersten von insgesamt drei Runden des Wettbewerbs durch einen unabhängigen Begutachtungsausschuss zur Förderung empfohlen worden.
Laut Pressemitteilung beschäftigen sie sich beispielsweise mit Themen wie der Fachkräftesicherung in der Veranstaltungswirtschaft, Anlagenkonfiguration mit KI-Technologien oder Cybersicherheit in der Fahrzeugkommunikation. Die Lüdenscheider Firma Koerschulte habe den Zuwendungsbescheid für ein Projekt mit dem Titel „Artificial Intelligence for Drone Delivery – AI4Drone“ erhalten. Dahinter stecken die in Lüdenscheid bereits bekannten Airline-Pläne des Unternehmens:
„Ziel des Vorhabens ist die Bewältigung von Engpässen bei Fluglizenzen (Erteilung, Umfang, Geltungsbereich etc.) und im Luftverkehrsraum in Nordrhein-Westfalen“, heißt es in der Pressemitteilung. Um möglichst viele Güter möglichst effizient transportieren zu können, wolle Koerschulte mithilfe von KI und „Deep Learning“ – einer speziellen Methode zur Informationsverarbeitung – eine automatisierte Drohnenairline entwickeln. Um irgendwann ein ganzes Logistiknetzwerk auf die Beine zu stellen, sollen laut dem Landesministerium Methoden entwickelt werden, welche geeignete Koordinaten zur Übergabe von einer Drohne zur nächsten bestimmt.
Das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium setzt den Wettbewerb laut Pressemitteilung gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft und dem Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen um. Die Auswahl der Vorhaben aus der zweiten Wettbewerbsrunde soll Ende August 2024 stattfinden. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.in.nrw.
Hintergrund
Für „zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben“ in Nordrhein-Westfalen stehen Land und EU eigenen Angaben zufolge aus dem sogenannten „EFRE/JTF-Programm NRW“ ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 4,2 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 zur Verfügung. Es speist sich aus 1,9 Milliarden Euro EU-Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) sowie der Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteilen der Projekte.