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Unwetter im Kreis Soest: Der Donnerstag, 22. Juni, machte seinem Namen alle Ehre. An Blitz und Donner herrschte kein Mangel. Vollgelaufene Keller, geflutete Straßen - die Feuerwehren hatten reichlich zu tun. Und auch am Freitag gibt es weitere Einsätze:
Update vom Freitag, 23. Juni, 13.30 Uhr: Einige Einsätze laufen noch, vor allem in Lippetal ist die Hilfe der Feuerwehr noch stark gefragt. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke zog am Freitagmittag eine erste Vorbilanz: Demnach gab es - Stand 12.30 Uhr - im Kreis Soest rund 280 Unwetter-Einsätze für die Feuerwehr. 402 ehrenamtliche Kräfte von Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen waren - zum Teil vom Donnerstagnachmittag bis Freitagmittag - im Einsatz.
Update vom Freitag, 23. Juni, 12.54 Uhr: Für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Lippetal sind die Unwetter-Einsätze noch nicht vorbei. Zu 18 Einsätzen wurde die Wehr bereits gerufen, Tendenz steigend. Besonders betroffen ist der Ortsteil Brockhausen, durch den die Rosenau, von Bad Sassendorf kommend, fließt. Dort wurden Straßensperren eingerichtet, Häuser und ein Hof mit Sandsäcken geschützt und ein Keller ausgepumpt. Bereits am Donnerstag wurde der Meldekopf für die Unwetterlage in Herzfeld bis 22 Uhr besetzt, seit 4.17 Uhr am heutigen Freitag wieder.
Update vom Freitag, 23. Juni, 11.02: Die ganze Nacht über war die Feuerwehr Werl im Einsatz, auch am Freitagmorgen noch. Aktuell sind die Kameraden der Wehr noch am Listweg beschäftigt.
27 Einsätze gab es in der Stadt und in den Ortsteilen. Die Antoniusstraße in Sönnern ist aktuell noch gesperrt. Am Ortseingang der Kreisstraße war der Bach über die Ufer getreten, das Wasser floss über die Straße und lief in den Keller eines angrenzenden Hauses. „Dort kam die Feuerwehr mit dem Pumpen kaum nach, weil immer wieder Wasser nachlief“, sagt Wehrleiter Karsten Korte.
Starkregen überflutet Soest: Hattrop in Flut-Sorge - Rigaring wird zum Fluss




Mehrere Straßen mussten wegen umgefallener Bäume kurzzeitig gesperrt werden. In Westönnen kokelte außerdem ein Baum, nachdem ein Blitz eingeschlagen war. Auch an der Unnaer Straße auf Höhe der Einmündung Kaiserin-Gisela-Straße kämpfte die Feuerwehr gegen Wasser, das auch von den Feldern kam, um Einfamilienhäuser zu schützen. Zudem rückte die Werler Feuerwehr in der Nacht gegen 4 Uhr erneut nach Soest-Hattrop aus, um bei der kritischen Lage in der Nachbarschaft zu helfen.
Laut Korte hatte die Feuerwehr immer wieder auch einen Blick auf das Regenrückhaltebecken vor Westönnen, das erst vor einigen Wochen so voll gelaufen war, dass die Bevölkerung gewarnt werden musste. „Es war auch dieses Mal gut gefüllt, aber wir hatten keine Bedenken.“ Die kritische Marke wurde nicht überschritten
Update vom Freitag, 23. Juni, 10.23 Uhr: Bad Sassendorf – Insgesamt 39 Einsätze hat die freiwillige Feuerwehr Bad Sassendorf seit Donnerstag während des Unwetters abgearbeitet, darunter auch ein eher kleiner Brandeinsatz, zu dem die Wehr durch die Brandmeldeanlage einer Klinik alarmiert wurde.
Unwetter im Kreis Soest: NRW-Rekord - 102 Liter Regen in Beusingsen
Schwerpunkte der Unwettereinsätze waren Ostinghausen, Bettinghausen und Weslarn sowie, etwas weniger stark betroffen, Heppen und der Zentralort. In vielen Fällen galt es vollgelaufene Keller leer zu pumpen oder das Hochwasser durch Sandsäcke einzudämmen. Hierfür mussten während der Nacht noch zusätzliche Sandsäcke befüllt werden, weil viele zuvor schon in Soest zum Einsatz kamen, so Wehrführer Ralf Suckrau.
Während die Lage am Donnerstagabend nach einer Beruhigung aussah, sei in der Nacht deutlich mehr an Regen nachgekommen, als erwartet. So verwies Suckrau darauf, dass laut „Kachelmannwetter“ in Beusingsen 102 Liter pro Quadratmeter heruntergekommen seien. Dies sei der Spitzenwert in NRW, und von Beusingsen drücke das Wasser Richtung Zentralort.
Update vom Freitag, 23. Juni, 9.45 Uhr: Auch in der Nacht ging den Feuerwehren die Arbeit nicht aus. Der Kreis Soest berichtet von mittlerweile 167 Einsätzen, die das Unwetter verursacht hat. Mehr als 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und anderen Hilfsorganisationen waren - und sind teils auch immer noch - gefordert.
Unwetter im Kreis Soest: Schwerpunkt in Soest
Der Schwerpunkt der Einsätze lag im Gebiet der Stadt Soest (46), gefolgt von der Lippstadt (36) und Bad Sassendorf (18). Die meisten Einsätze hatte die Kreis-Leistelle am Donnerstag ab dem frühen Nachmittag zu koordinieren, doch auch die Nacht war unruhig: Nach 1.30 Uhr liefen noch etwa 40 Einsätze in Lippstadt, Rüthen, Soest, Erwitte, Bad Sassendorf, Lippetal, Werl und Welver auf, die bis in die Morgenstunden abgearbeitet wurden, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus.
Aufgrund der Unwetterlage hatte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke am Donnerstag frühzeitig den Führungsstab in das Rettungszentrum in Soest alarmiert, um die Feuerwehren der Städte und Gemeinden zu unterstützen. Im weiteren Verlauf des Freitagvormittags drohen keine stärkeren Regenfälle mehr. Weil durch abfließendes Wasser und Bürger, die neue Schäden melden, aber weiter mit zahlreichen Einsätzen gerechnet wird, hat der Kreisbrandmeister den Führungsstab am Morgen erneut zusammengerufen.
Unwetter im Kreis Soest: Kreuzung in Welver bis zum Morgen gesperrt
Update vom Freitag, 23. Juni, 9.34 Uhr: Die Gemeinde Bad Sassendorf ist nach Einschätzung der Feuerwehr bei dem Unwetter seit Donnerstag eher glimpflich davon gekommen. Am Donnerstag mussten von den Löschgruppen der Gemeinde Bad Sassendorf insgesamt sieben Einsatzstellen abgearbeitet werden, berichtete die Feuerwehr am Donnerstagabend. Die Bereitschaft in den Gerätehäusern wurde demnach zunächst wieder aufgelöst. Seit 3.16 Uhr am Freitagmorgen waren die Löschgruppen allerdings erneut im Unwettereinsatz. Die K37 zwischen Bettinghausen und Bad Sassendorf, der Mühlenweg in Weslarn und der Eichkampweg in Sieningsen wurden wegen Überflutung gesperrt. Zudem strömte das Wasser wie bei dem Unwetter am 22. Mai an einigen Stellen wieder von den Feldern auf die Straßen, die dadurch teils stark verschmutzt wurden.
Update vom Freitag, 23. Juni, 9.19 Uhr: Unzählige Keller musste die Freiwillige Feuerwehr Welver in der vergangenen Nacht auspumpen, durch die extremen Niederschläge schaffte es die Pumpstation am Buchenwald nicht mehr, die anfallende Wassermassen Richtung Klärwerk zu pumpen. Gegen 2 Uhr in der Nacht wurde die Wehr zu den Einsätzen gerufen, die immer noch andauern. Die Kreuzung Buchenstraße/Bahnhofstrasse war bis Freitag, 9.10 Uhr, gesperrt. Hier pumpt die Wehr das Wasser aus der Kanalisation in den Hundeteich, um das Pumpwerk zu entlasten. Bürgermeister Carmillo Garzen und Bauamtsleiterin Kathrin Hofmar machten sich in den frühen Morgenstunden selbst ein Bild von der angespannten Situation. Garzen betonte, dass nicht das Pumpwerk ausgefallen sei. Vielmehr seien es die enormen Wassermassen, der die Pumpstation einfach nicht gewachsen sei.
In der Welver begannen die Einsätze um 1.49 Uhr mit einer Alarmierung zur Straße Am Sportplatz, dort war ein Keller voller Wasser und der Strom ausgefallen. Dann ging es Schlag auf Schlag mit der Pumpstation in Vellinghausen, Ästen auf Straßen in Dinker, Scheidingen und Merklingsen. Um 2.49 Uhr wurde die erste Stufe der Unwetterwarnung ausgerufen, um 3.07 Uhr die zweite Stufe. In diesem Zeitraum musste die Kreuzung von Bahnhofstraße und Buchenstraße gesperrt werden, um Wasser aus der Kanalisation zu pumpen, da die Pumpstation an der Buchenstraße entlastet werden musste. Bis 9.34 Uhr waren 90 Feuerwehrleute aus zwei Zügen im Einsatz, ehe der Einsatz beendet werden konnte. Auch der Bauhof der Gemeinde war mit etlichen Kräften im Einsatz.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 22.23 Uhr: Durchatmen in Soest - die Stadt hat das Unwetter offenbar hinter sich. Hier gibt es den Rückblick auf einen vor allem für die Feuerwehren anstrengenden Tag.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 21.35 Uhr: Das Thema Gewitter dürfte sich mit Blick auf die aktuellen Wetterkarten für heute erledigt haben. Allerdings sind noch einige Regenfälle zu erwarten. Der Deutsche Wetterdienst hat für das westliche Kreisgebiet, in etwa für einen Streifen von Wickede bis Lippetal, eine „Amtliche Unwetterwarnung vor heftigem Starkregen“ ausgegeben. Mit Regenmengen zwischen 30 und 60 Litern könnte dort innerhalb von sechs Stunden zu rechnen sein. Der Wetterdienst „Wetter online“ erwartet ebenfalls noch stärkere Regenfälle im Kreis Soest, aktuell aber erst in der zweiten Nachthälfte. Die letzten Stunden dieses Tages sollte das Wetter einigermaßen ruhig bleiben.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 19.55 Uhr: Bis jetzt werden kreisweit 77 Einsätze gezählt, davon 30 in Soest.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 19.52 Uhr: Leichte Entspannung, aber noch keine Entwarnung für Hattrop: Der Pegel des Soestbachs fällt nach aktueller Beobachtung deutlich, der letzte Regen hat die befürchteten Mengen nicht gebracht. Erst einmal durchatmen. Es wird aber trotzdem weiter mit Sandsäcken gesichert, weil für die Nacht noch eine ordentliche Gewitterzelle angekündigt ist.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 19.33 Uhr: Kevin Hoebusch vom Presseteam der Feuerwehren im Kreis Soest zieht die nächste Zwischenbilanz: „Aktuell ist es zu knapp 75 Einsätzen im Kreis Soest gekommen. Es sind Straßen überflutet worden, Keller sind vollgelaufen und in Firmen ist Wasser eingedrungen. Der Einsatzschwerpunkt lag bei den Einsätzen immer noch im Stadtgebiet Soest. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt keine Verletzten. Sandsäcke sind kreisweit nach Soest-Hattrop zusammen gezogen worden. Weitere Sandsäcke werden gefüllt. Unterstützt wird die Feuerwehr durch das Technische Hilfswerk.“
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 19.22 Uhr: Diese Gewitterfront zieht jetzt langsam aus dem Kreis Soest heraus. Von Entspannung kann aber noch keine Rede sein. In Hattrop bedrohen weiter die nachlaufenden Wassermassen das Dorf. Die Feuerwehr ist auch andernorts im Dauereinsatz. Etliche Keller sind vollgelaufen. Und ob dieses Unwetter ausgestanden ist, steht noch lange nicht fest. Laut dem Wetterdienst „Wetter online“ ist schon ab 21 Uhr mit den nächsten Gewittern zu rechnen.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 19.10 Uhr: Thorsten Krabbe von der Feuerwehr Soest managt die Lage in Hattrop zusammen mit rund 60 Kameraden aus Soest, Werl und Lippstadt. Auch das THW ist im Einsatz. Sieben Häuser wurden bereits mit den verfügbaren Sandsäcken gesichert - „der Fokus lag zuerst auf den Häusern, von denen wir aus Erfahrung wissen, dass sie als erste absaufen“. Jetzt geht es an die Sicherung der weiteren Häuser - etwa 4000 Sandsäcke wurden aus dem ganzen Kreis Soest angeliefert.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.49 Uhr: In Hattrop sind jetzt etliche Feuerwehrkräfte aus Soest und dem Umland im Einsatz. Zunächst werden die Häuser mit Sandsackbarrieren geschützt, die aus Erfahrung besonders gefährdet sind. Erst vor knapp zwei Jahren waren Teile des Dorfes überflutet worden. Viele Anwohner haben daraus ihre Lehren gezogen und können jetzt eigene Sandsackvorräte beisteuern.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.45 Uhr: Anwohner aus der Thomästraße in der Soester Innenstadt sind stinksauer. Der Grund: Rücksichtslose Autofahrer rasen durch das hoch auf der Straße stehende Wasser, mit der Folge, dass die Fluten dann in die Keller der Häuser gespült werden.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.31 Uhr: Die Gewitterfront hat das Kreisgebiet jetzt voll erreicht. Auch die Feuerwehr Werl ist mittlerweile in Soest-Hattrop im Einsatz. Die Feuerwehrkräfte aus der Nachbarstadt sind mit ihrem sogenannten Telelader gekommen und helfen beim Aufbau des Hochwasserschutzes und Entladen und positionieren der Sandsäcke.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.17 Uhr: Kleine Zwischenbilanz der Feuerwehren im Kreis Soest: „Aktuell ist es zu knapp 40 Einsätzen im Kreis Soest gekommen. Es sind Straßen überflutet worden, Keller sind vollgelaufen und in Firmen ist Wasser eingedrungen. Der Einsatzschwerpunkt lag bei den Einsätzen im Stadtgebiet Soest. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt keine Verletzten“, erklärt Kevin Hoebusch vom Presseteam der Feuerwehren im Kreis Soest.
Unwetter im Kreis Soest: Hattrop in Gefahr
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.09 Uhr: In Soest-Hattrop droht Hochwasser. Nach Einschätzung der Feuerwehr sind die Regenrückhaltebecken nahezu voll, das Wasser fließt nur langsam ab, neues läuft vor allem aus den Paradieser Feldern nach. Die bevorstehende Starkregenfront bereitet den Einsatzkräften Sorgen - daher werden Sandsäcke in Massen herangekarrt, zudem ist ein spezielles Hochwasserschutzsystem aus Lippstadt auf dem Weg nach Hattrop. Der Soestbach steige weiter an, heißt es in einer Warnmeldung. Das betroffene Gebiet sollte gemieden werden. Sogar eine entsprechende Warnung über das sogenannte Cell Broadcast System ist jetzt diesbezüglich herausgegangen. Cell Broadcast ist ein Mobilfunkdienst, mit dem Warnnachrichten direkt auf Handys oder Smartphones in der betroffenen Region geschickt werden können.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 18.05 Uhr: Der DWD warnt auch vor schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Solche Böen haben nicht nur das Potenzial, Dachziegel zu Geschossen zu machen und loste Äste aus den Bäumen zu wehen, sondern auch ganze Bäume zu entwurzeln.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 17.53 Uhr: Jetzt sieht es so aus, als würde die aus Richtung Sauerland kommende Gewitterfront ziemlich genau auf den Kreis Soest zusteuern und etwa gegen 18.20 Uhr besonders das südliche Kreisgebiet und die Stadt Warstein treffen. Aktuell gibt es auch für weite Teile des Kreises Soest eine NINA-Warnung vor Starkregen, Gewitter und Hagel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für das südöstliche und das nordwestliche Kreisgebiet die zweithöchste Warnstufe (rot) ausgerufen und warnt erneut vor schweren Gewittern, Starkregen und Hagel.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 17.33 Uhr: Aktuell tobt eine schwere Gewitterfront über der Region Olpe und wird sich von dort aus in Richtung Arnsberg über das Sauerland ausbreiten. Ob sie im weiteren Verlauf dann auch über den Kreis Soest zieht oder knapp vorbei, lässt sich noch nicht exakt vorhersagen.
Unwetter im Kreis Soest: Nächste Gewitterfront im Anmarsch
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.50 Uhr: Für diesen Moment beruhigt sich die Wetterlage, von Dauer ist das aber nicht. Ab 18 Uhr muss mit der nächsten Gewitterfront gerechnet werden - und die könnte sehr ausdauernd sein. Die Meteorologen von „Wetter online“ prognostizieren, dass die Gewitterfront den Kreis Soest ab 18 Uhr erreichen wird. Über einen Zeitraum von rund vier Stunden wird es dann im Kreis Soest donnern und blitzen, dazu sind extrem starke Regenfälle möglich.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.41 Uhr: Werl: In Werl gab es laut Feuerwehrchef Karsten Korte bislang nur einen Unwetter-Einsatz. Am Waltringer Weg in Höhe der Autobahnmeisterei sei durch den starken Regen Schlamm auf die Straße gespült worden. Auch die Entwässerungsgräben seien voll mit Schlamm und Wasser so Korte. Die Feuerwehr spülte den Weg sauber und informierte den Kommunalbetrieb. Korte rät Autofahrern grundsätzlich vorsichtig unterwegs zu sein. Gerade Nebenstrecken könnten nach dem Gewitter noch verschlammt und rutschig sein. Mit Blick auf eine weitere Unwetterfront, die gegen Abend erwartet wird, bleibe die Werler Wache vorerst besetzt.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.28 Uhr: Schwerpunkt des Einsatzgeschehens scheint kreisweit aktuell die Stadt Soest zu sein. Die Feuerwehr berichtet von etlichen vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen. Das zeigt sich auch mit Blick auf die Verkehrslage. Pünktlich zum Feierabendverkehr stauen sich die Autos auf mehreren Straßen. In der Innenstadt geht es teilweise nur im Schneckentempo voran.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.25 Uhr: Zwei Anrufe mit dem Einsatzstichwort „Wasser auf der Straße“ haben bislang die Freiwillige Feuerwehr Bad Sassendorf erreicht. In der Wasserstraße konnten die Gullys die Wassermassen kurzzeitig nicht schlucken, berichtet Gemeindewehrführer Ralf Suckrau. Somit sei die Gemeinde bezüglich der aktuellen starken Niederschläge bisher glimpflich davon gekommen.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.23 Uhr: Sieben Einsätze vermeldet Wickedes Feuerwehr nach dem ersten stärkeren Schauer am Donnerstag-Nachmittag, mit dabei neuralgische Punkte wie die einmal mehr geflutete Ruhrstraße in Echthausen in Höhe des Schlosses, zudem einige hochgedrückte Gullis oder Wasser in einem Keller. Größeres sei bisher nicht dabei gewesen, meldet das Gerätehaus. Allerdings ist dort einstweilen die Zentrale besetzt worden, um bei weiteren Starkregenereignissen, die noch bis in die Nacht erwartet werden, sofort einsatzfähig zu sein.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 16.03 Uhr: Die erste Regenfront ist durch und die Soester Feuerwehr hat jetzt in der Folge etliche Einsätze abzuarbeiten. Auf dem Rigaring (Bundesstraße 229) ist in Höhe der neuen Fahrradbrücke die Fahrbahn überschwemmt und nicht mehr befahrbar. Das musste auch ein Autofahrer merken, der dort mit seinem Fahrzeug steckengeblieben ist. Weitere Einsätze laufen aktuell im Bereich der Innenstadt, dort vor allem im Grandweg.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 15.18 Uhr: Im Soester Rettungszentrum hat sich mittlerweile der Einsatzstab, bestehend aus etwa 20 Führungskräften der Feuerwehr, zusammengefunden. Sprecher Kevin Hoebusch berichtet, dass es derzeit erste Einsätze in der Gemeinde Wickede gebe, darunter unter anderem Wasser im Keller und überflutete Straßen. In den anderen Teilen des Kreises gibt es für die Einsatzkräfte bislang nichts zu tun. Der Stab habe die Wetterlage im Blick, um frühzeitig agieren zu können, sollte sich die Lage verschärfen.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 14.57 Uhr: Für Teile des Kreises Soest Lippetal, Lippstadt, Erwitte, Welver, Soest, Bad Sassendorf, Möhnesee und Anröchte, Wickede, Werl, Ense hat der DWD soeben eine Unwetterwarnung der höchsten Warnstufe (violett) herausgegeben. Er warnt vor „schwerem Gewitter mit Orkanböen, extrem heftigen Starkregen und Hagel“. Prognostizierte Niederschlagsmengen: zwischen 30 und 50 Liter auf dem Quadratmeter pro Stunde und Hagelkörnern mit vier Zentimetern Durchmesser. Hier ist besondere Vorsicht geboten.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 14.20 Uhr: Der DWD hat seine Unwetterwarnung für den Kreis Soest erweitert. So wird auch vor Gewittern mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 110 km/h gewarnt. Zudem könne es heftigen Starkregen mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter pro Stunde und grobkörnigen Hagel mit Korngrößen um 3 Zentimeter geben. Wie immer gilt: Wo genau es möglicherweise dazu kommen wird, kann nicht ortsfest prognostiziert werden. Auf die Warnungen sollte mit gesunder Vorsicht reagiert werden. Der DWD rät: „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie den Aufenthalt im Freien!“
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 13.08 Uhr: Aus Südwesten nähert sich die Wetterfront langsam dem Kreis Soest. Laut aktuellem Radar des DWD soll es im Bereich Soest und Werl gegen 13.50 Uhr nass werden, gegen 14.30 Uhr soll die erste Gewitterzelle den Kreis Soest treffen. Wie stark die Wetter-Auswirkungen für den Kreis Soest sein werden, lässt sich noch nicht prognostizieren.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 11.59 Uhr: Auch der Ruhrverband bereitet sich auf einen möglichen Starkregen vor - das geht aus den Daten der Möhnetalsperre hervor. Wurden bis Dienstag durchschnittlich 2600 Liter Wasser pro Sekunde aus der Talsperre abgegeben, waren es am Mittwoch bereits 6690 Liter pro Sekunde. Dadurch soll Stauraum für entsprechende Regenmengen geschaffen werden, um einen unkontrollierten Überlauf der Talsperre bereits im Vorfeld zu verhindern. Bereits durch die Regenfälle von Mittwoch hatte sich der Zufluss von 980 Liter pro Sekunde auf 4700 Liter pro Sekunde erhöht.
Unwetter-Gefahr im Kreis Soest: Vorsicht in Kellern und Tiefgaragen!
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 11.15 Uhr: Jetzt hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung für den Kreis Soest veröffentlicht. Sie gilt für den Zeitraum zwischen 14 Uhr und Mitternacht. Der DWD warnt: „Es tritt heftiger Starkregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 60 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden erwartet.“ Wie bei Unwettern üblich, kann im Vorfeld noch nicht gesagt werden, wo genau welche Regenmengen herunterkommen werden. Vorbereitungen sollten von jedem getroffen werden.
Der DWD: „Unter anderem sind Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Vermeiden Sie möglich den Aufenthalt im Freien!“ Vor allem Keller und Tiefgaragen sollten bei derartigen Regenmengen unter keinen Umständen betreten werden. Die Flutkatastrophe 2021 zeigte bitter, wie schnell Keller oder Tiefgaragen zu Todesfallen werden können. Der DWD betont, dass es sich um einen Hinweis „auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“ handele. „Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen“.
Unwetterwarnung für den Kreis Soest: „Warstein live“ abgesagt
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 8.50 Uhr: Die angekündigte Wetterlage und ihre Folgen: In Warstein wurde vorsorglich der letzte Termin der Veranstaltungsreihe „Warstein Live“ abgesagt. „Schweren Herzens müssen wir den letzten Termin von unserer Veranstaltungsreihe Warstein Live leider absagen. Der Deutsche Wetterdienst sagt leider nicht nur Regen für heute voraus, sondern auch schwere Unwetter. Das können wir den Beteiligten und Besuchern gegenüber nicht verantworten“, erklärt Andreas Wiemar vom Vereinsbürgerring Warstein. „Nach längerer Beratung haben wir beschlossen, den Termin ersatzlos zu streichen, somit werden die „Sharks“ in diesem Jahr leider nicht bei Warstein Live auftreten,“ so Jeroen Tepas vom Warsteiner Stadtmarketing. Die Wertmarken, die bereits gekauft wurden, behalten für das kommende Jahr ihre Gültigkeit.
Update vom Donnerstag, 22. Juni, 8.39 Uhr: Aktuell ziehen die ersten Regengebiete durch den Kreis Soest und bringen leichte Niederschläge. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat jetzt seine „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“ nachgeschärft.
Laut einer Aktualisierung von Donnerstagmorgen, 8.18 Uhr, erstreckt sich der Warnzeitraum jetzt auf die Zeit von Donnerstag, 12 Uhr, bis Freitagmorgen, 4 Uhr. Auch was die möglicherweise zu erwartenden Niederschlagsmengen angeht, hat der DWD nachgelegt. Demnach könnte punktuell mit Regenmengen von bis zu 100 Litern auf den Quadratmeter zu rechnen sein, die innerhalb von drei bis sechs Stunden niedergehen.
Unwetterwarnung für den Kreis Soest: Zweite Front ab 20 Uhr
Der Wetterdienst „Wetter online“ sieht momentan die ersten Gewitter ab 16 Uhr über den Kreis Soest ziehen, eine zweite, wahrscheinlich stärkere Gewitterfront wird von den „Wetter online“-Meteorologen für den Abend ab etwa 20 Uhr erwartet. Diese zweite Front soll dann auch die stärksten Niederschläge mitbringen. In den Stunden um Mitternacht sei demnach auch noch nach Abflauen der Gewitter mit Starkregen zu rechnen.
Der Deutsche Wetterdienst hält weiterhin auch Hagel mit Korngrößen bis zwei Zentimetern für möglich. Erst in der zweiten Nachthälfte nehme die Unwettergefahr von Westen her langsam ab, prognostiziert der DWD
[Erstmeldung vom Mittwoch, 21. Juni, 19.54 Uhr]: Kreis Soest - Das sind keine guten Wetteraussichten: Nach dem eher freundlichen Sommerwetter der vergangenen Tage und Wochen kommt es für den Kreis Soest jetzt knüppeldick. Der Deutsche Wetterdienst (DWD), eine Bundesbehörde, hat für den Kreis Soest eine amtliche „Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter“ ausgerufen.
Die Warnung gilt für den Zeitraum von Donnerstagmorgen, 9 Uhr, bis Freitagnacht, 0 Uhr. Wörtlich heißt es vom DWD: Am Donnerstagmorgen und -vormittag ziehen von Südwesten her gebietsweise schauerartig verstärkte und mitunter gewittrig durchsetzte Starkregenfälle auf. Lokal kann es dabei zu heftigem Starkregen mit Mengen um 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen.“
Unwetterwarnung für den Kreis Soest: Starkregen und Hagel
Außerdem seien „stürmischen Böen um 70 Kilometer pro Stunde und Hagel mit Korngrößen bis 2 Zentimeter“ möglich. Das ist allerdings noch steigerungsfähig: Der DWD warnt: „Regional ist auch mehrstündiger heftiger bzw. extrem heftiger Starkregen mit Mengen zwischen 40 und 70, punktuell um 90 Liter pro Quadratmeter in 3 bis 6 Stunden möglich.“
Die Bundesbehörde führt weiter aus: „Dies ist ein Hinweis auf eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.“
Unwetterwarnung für den Kreis Soest: Zweite Gewitterfront am Abend
Der Wetterdienst „Wetter online“ sieht für den Donnerstag im Kreis Soest aktuell die ersten Gewitter gegen 17 Uhr aufziehen. Nach der „Wetter online“-Vorhersage soll es am Donnerstag bereits ab etwa 9 Uhr teils ergiebig regnen, am späten Nachmittag dann, gegen 17 Uhr, kommen schließlich Blitz und Donner dazu.
Eine zweite, deutlich heftigere Gewitter-Welle sehen die „Wetter online“-Meteorologen momentan ab 20 Uhr auf den Kreis Soest zurollen. Dann könnten sich die Gewitter über einen Zeitraum von etwa drei Stunden über dem Kreisgebiet austoben und auch die höchsten Niederschlagsmengen bringen.
Unwetterwarnung für den Kreis Soest: Auch Tornado wieder möglich
Für ganz NRW werden aktuell schwere Unwetter vorhergesagt. In manchen Landesteilen sind sogar Tornados möglich. Erst vor etwas mehr als einem Jahr hatte ein schweres Unwetter mit einem Tornado den Kreis Soest getroffen. Weite Teile der Stadt Lippstadt wurden verwüstet.











