Der Tag danach

Unwetter in NRW: Bahnfahrer müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen

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Viele Teile von NRW traf das Unwetter nicht so stark wie zunächst befürchtet. Dennoch sind die Folgen noch am Freitag zu spüren. Der Bahnverkehr ist eingeschränkt.

Update vom 23. Juni, 06.48 Uhr: Am Tag nach dem Unwetter in NRW sind die Folgen des starken Regens noch zu spüren. Im Süden des Bundeslandes müssen Pendler und Bahnfahrer mit Ausfällen und Einschränkungen rechnen. Derzeit betrifft dies die Zugstrecke zwischen Siegen und Letmathe. Diese sei derzeit noch gesperrt, wie die Deutsche Bahn (DB) am Freitag mitteilte. Laut einer Sprecherin sei noch nicht abzusehen, wann die Unwetterschäden behoben sind.

Unwetterlage in NRW: Flugverkehr in Düsseldorf kurzzeitig eingeschränkt

Update vom 22. Juni, 21.45 Uhr: Teils sehr heftige Regenfälle und Gewitter zogen im Laufe des Tages über das Bundesland. Laut Angaben des DWD kann es auch in der Nacht noch in einigen Regionen zu Gewittern und Starkregen kommen. Ab morgen soll sich das Wetter aber bundesweit wieder beruhigen. Großschäden oder Verletzte in NRW sind bislang nicht bekannt geworden. Laut kachelmannwetter.de ziehen die starken Sturmböen gerade weiter Richtung Nord-Osten.

Update vom 22. Juni, 20.50 Uhr: Am Düsseldorfer Airport wurde der Verkehr am frühen Abend kurzzeitig unterbrochen. Einige Flüge sind laut einer Sprecherin des Flughafens annulliert worden. Am Flughafen Köln-Bonn lief der Verkehr uneingeschränkt weiter. Auch die Deutsche Bahn musste die Strecke Siegen-Letmathe wegen des Unwetters sperren, weil Bäume auf der Strecke in die Oberleitungen gefallen sind. Die Reparatur kann laut Bahn bis in den Freitag andauern. Im Kreis Soest kam es laut Kreisleitstelle zu 77 Einsätzen der Feuerwehr. Dabei ging es laut Angaben der Feuerwehr meist um Wasser in Kellern und überflutete Straßen.

Unwetter in NRW: Anhaltender Starkregen im Kreis Soest

Update vom 22. Juni, 18.45 Uhr: In einigen Teilen NRWs ziehen erneut starke Regen- und Gewitterschauer auf. Besonders schwer trifft es den Kreis Soest. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor einer Hochwassergefahr. Durch den anhaltenden Starkregen im Kreis Soest steigt der Soestbach weiterhin an. Im Bereich Soest-Hattrop kann es laut Feuerwehr zu einem Übertritt des Baches kommen. 

Update vom 22. Juni, 16.45 Uhr: Die Lage hat sich etwas beruhigt. Ein erstes Unwetter-Band und mit ihm die Tornado-Gefahr zieht über Ostwestfalen weiter nach Hessen und Niedersachsen. Allerdings droht NRW am späten Nachmittag und frühen Abend weiteres Ungemach. Laut Regenradar von kachelmannwetter.de müssen Bewohner des Ruhrgebiets und der Regionen Eifel, Bonn und Kreis Oberberg mit heftigem Niederschlag rechnen, später dann der Märkische Kreis und der östliche Hochsauerlandkreis. Die Unwetterwarnung des DWD gilt noch bis 0 Uhr in fast ganz NRW.

Unwetter in NRW: Starkregen trifft vor allem das Sauerland – Warnung gilt weiterhin

Update vom 22. Juni, 15.46 Uhr: Das erste Tiefdruckgebiet hat vor allem das Sauerland und Bergische Land getroffen. In Menden wurde aufgrund einer Vielzahl von Notrufen Stadtalarm ausgelöst. Auch in anderen Teilen des Märkischen Kreises berichten die Einsatzkräfte von überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Die Feuerwehr in Hagen meldet bereits mehrere Unwettereinsätze. In vielen von der höchsten Warnstufe betroffenen Orten bemerkten die Menschen fast nichts von dem Unwetter. Allerdings werden zum Abend hin weitere Gewitterzellen erwartet. Weiterhin gilt bis Mitternacht für weite Teile von NRW eine amtliche Warnung vor heftigem Starkregen.

Unwetter-Warnung: Höchste Warnstufe für Teile von NRW – „extrem heftiger Starkregen“

Update vom 22. Juni, 14.57 Uhr: Für Teile des Sauerlandes, etwa den Märkischen Kreis, sowie die Landkreise Soest, Unna und Warendorf und für die Städte Hagen und Hamm gilt bis 16 Uhr die amtliche Warnung vor „extrem heftigem Starkregen“. Es handelt sich um die höchste Warnstufe. Es treten schwere Gewitter mit Orkanböen auf.

Update vom 22. Juni, 14.05 Uhr: Mittlerweile hat sich die Unwetter-Warnung vor heftigem Starkregen auch auf den gesamten Märkischen Kreis, das Oberbergische Land und das Siegerland ausgeweitet. In diesem Bereich sowie in Wuppertal hat es bereits angefangen sehr stark zu regnen.

Unwetter-Gefahr in NRW: Amtliche Warnung vor heftigem Starkregen

Update vom 22. Juni, 11.29 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine erste amtliche Unwetter-Warnung vor heftigem Starkregen herausgegeben. Betroffen ist ab 14 Uhr der gesamte Nordwesten von NRW. Die rote Warnstufe gilt von Bielefeld, Münster und dem Kreis Steinfurt im Norden über das gesamte Ruhrgebiet, Teile des Sauerlandes, dem Niederrhein und Düsseldorf bis nach Aachen. Von der amtlichen Warnung noch nicht betroffen ist der Süden (Kreis Euskirchen, Bonn) und der Osten (Sieger- und Sauerland, Kreis Paderborn).

Bislang ist nicht ganz NRW von der amtlichen Unwetter-Warnung betroffen. (Stand 11.30 Uhr)

„Größte Unwetter-Lage 2023“: Experte warnt vor Orkanböen und Starkregen in NRW

[Erstmeldung] Hamm - Zum Start des kalendarischen Sommers könnte es mit Blick auf die aktuellen Wetter-Prognosen ordentlich knallen in Nordrhein-Westfalen. Nach tagelang hohen Temperaturen bildet sich allmählich schwüle Wärme, die sich besonders am Donnerstag (22. Juni) örtlich in Form von Gewittern, Starkregen und Hagel entladen könnte.

Punktuell wurde es in Deutschland schon am Dienstag und Mittwoch ungemütlich. Vereinzelt sorgten Gewitter und Starkregen für Überflutungen und vollgelaufene Keller. „Das kann morgen deutlich mehr werden bei Starkregen, zum Teil 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit Blick auf die Wetter-Prognose für den Donnerstag.

Aus dem Südwesten Europas strömen weiterhin warme und zugleich feuchte Luftmassen nach Deutschland. Ab Freitag sollen die schwülen Tage in Deutschland erst einmal vorbei sein. Zuvor jedoch müssen sich die Menschen, unter anderem im Westen des Landes, auf Unwetter einstellen.

Unwetter in NRW: Gewitter mit Orkanböen und großem Hagel ziehen auf

„Am Donnerstag gibt es dann eine schwere Gewitterlage, eine Unwetterlage“, prognostiziert Dominik Jung. Von Baden-Württemberg quer über Deutschland bis nach Berlin und Brandenburg ziehen sich im Laufe des Donnerstags heftige Schauer und Gewitter, zum Teil mit Starkregen, Orkanböen und großem Hagel. „Da können Keller voll laufen, Straßen überschwemmt werden“, warnt Jung vor der bislang „größten Unwetter-Lage des Jahres 2023“. Über Nordrhein-Westfalen sind Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad zu erwarten.

Unwetter in NRW: Gewitter treten sehr lokal auf

Es sind zwei Schwerpunkte in Deutschland auszumachen, wie ein DWD-Experte sagte. Einerseits werden in den mittleren und östlichen Landesteilen Gewitter und Starkregen erwartet. Dabei kämen die Regenfälle am Vormittag in Nordrhein-Westfalen und im südlichen Rheinland-Pfalz auf, um dann im Verlauf des Tages langsam nordostwärts bis ins südliche und östliche Niedersachsen zu ziehen.

Welche Regionen im Land es genau trifft, ist laut DWD schwer vorherzusagen. „Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte“, betonte der Wetterdienst. Sobald absehbar sei, welche Regionen besonders getroffen würden, werde es konkretere Warnungen geben.

Auch Tornados nicht ausgeschlossen

Durch die Gewitter seien neben Starkregen auch die Gefahr von Hagel und schweren Sturmböen zwischen 70 und 100 km/h (BFT 8-10) sowie vereinzelte Tornados im Südosten von NRW nicht ganz ausgeschlossen. Auch Wetter-Experte Dominik Jung warnt vor sogenannten Superzellen, berichtet 24RHEIN. „Superzellen sind gewaltige Gewitterzellen, die sich durch rotierende Aufwärtsbewegungen auszeichnen.“

Wo genau die Superzellen am Donnerstag entstehen könnten, könne man am Mittwoch noch nicht sagen. Deshalb appelliert der Meteorologe dazu, die Unwetter-Warnungen für NRW am Donnerstag stets zu verfolgen. Diese schickt der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechtzeitig für betroffene Gebiete heraus.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago

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