DWD-Wetter-Ranking: Drei Orte in NRW sind Spitzenreiter
VonHannah Decke
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Besonders warm, besonders kalt: Der Deutsche Wetterdienst hat die Messdaten seiner Wetterstationen ausgewertet. Drei Orte in NRW stehen im Fokus.
Hamm - Sonnig, deutlich zu mild und viel zu trocken: So lautet die Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für das Wetter im März 2025. Die Meteorologen haben eine erste Auswertung der Ergebnisse ihrer rund 200 Messstationen in Deutschland veröffentlicht. Dabei stehen drei Orte in Nordrhein-Westfalen im Fokus.
Wetter-Ranking des DWD: Drei Orte in NRW stehen weit oben
„An insgesamt 20 Tagen im März wurde eine hochdruckgeprägte Wetterlage klassifiziert“, erklärt der DWD. Ausgeprägte Hochdruckwetterlagen seien für die niederschlagsarme und sonnenscheinreiche Witterung verantwortlich gewesen. In NRW habe die Mitteltemperatur im März bei 7 Grad gelegen. Damit sei das vieljährige Mittel um 2,5 Grad überboten worden. Am Ende habe es 213 Sonnenstunden gegeben. Das Mittel liege bei 103 Stunden. „Regen war hingegen absolute Mangelware und das bevölkerungsreichste Bundesland erlebte damit seit 1929 den trockensten März“, so die Meteorologen.
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW
Das zeigt sich auch beim Blick auf das März-Ranking des DWD nach Auswertung der Messstationen. „Besonders warme Orte“ waren Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz mit einer Durchschnittstemperatur von 8,8 Grad, gefolgt von Essen-Bredeney mit 8,6 Grad. In der NRW-Stadt weichte die Mitteltemperatur um 3,5 Grad vom vieljährigen Durchschnitt ab. Auf dem dritten Platz landet Frankfurt (Main)-Westend in Hessen, ebenfalls mit einer durchschnittlichen Temperatur von 8,6 Grad.
Im März 2025 war es in zwei Orten in NRW „besonders trocken“
Gleich zwei Orte in NRW stehen beim Ranking „Besonders trockene Orte im März 2025“ oben. In Geldern-Walbeck kamen gerade einmal 1,4 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, in Kleve waren es 1,5 Liter pro Quadratmeter. Beide Orte liegen am Niederrhein. Den dritten Platz in der Kategorie belegt Emsbüren-Ahlde in Niedersachsen (1,5 l/m²). Auch im April soll es in NRW weiterhin zunächst trocken bleiben. Meteorologen sind besorgt. So trocknet derzeit zum Beispiel der Rhein vielerorts schon aus, und das mitten im Frühjahr.
Nicht vertreten ist NRW unter anderem bei den niederschlagsreichen Orten im März 2025, dort landen drei Orte in Bayern auf den Top-Plätzen, berichtet merkur.de. So fielen in Marktschellenberg im Berchtesgadener Land 150,2 Liter pro Quadratmeter Regen. Ende März hatte es in dem Landkreis eine Warnung vor Dauerregen gegeben. Auch bei den „besonders sonnescheinarmen Orten im März 2025“ liegt Bayern vorn. In Oberstdorf im Allgäu schien die Sonne insgesamt lediglich 137 Stunden.