VonLea Creutzfeldtschließen
In Bottrop soll bis Ende 2024 ein orientalisches Einkaufszentrum entstehen. Unter anderem soll es dort Geschäfte für Hochzeitsmode geben.
Bottrop – Im Zentrum von Bottrop (NRW) soll bis Ende des Jahres 2024 mit dem Merhaba Center das erste orientalische Einkaufszentrum in Deutschland entstehen – und zwar im Gebäude des ehemaligen Hansa-Centers in der Innenstadt, das seit über zehn Jahren leersteht. Zukünftig sollen die Besucherinnen und Besucher dort im neuen „Merhaba im Hansa Center“ unter anderem einen Basar mit orientalischen Lebensmitteln, Juweliere, arabische Gastronomie und einen Spa-Bereich samt Hamam – also einer orientalischen öffentlichen Badeanstalt – vorfinden.
„Merhaba im Hansa Center“ als Themeneinkaufcenter
Erste Bilder und Entwürfe zeigen bereits, wie es in dem orientalischen Einkaufscenter mal aussehen soll. Ein Bestandteil des neuen Centers sollen Geschäfte für Hochzeitsmode werden. Im Vorfeld hatte es in der Bevölkerung viele Diskussionen um das neue Center gegeben – so viele, dass sich die Projektentwickler dazu entschieden haben, einen umfangreichen Fragenkatalog auf ihrer Webseite abzuarbeiten.
Eine Frage ist so formuliert: Entsteht in Bottrop jetzt ein Marxloh 2.0? Denn auch im Duisburger Stadtteil Marxloh, der immer noch als Brennpunkt gilt, gibt es eine deutschlandweit und international bekannte Brautmodenmeile auf der Weseler Straße, wie 24RHEIN berichtet. Beim Merhaba-Center heißt es: „Marxloh, beziehungsweise die Weseler Straße, erfreut sich zwar bei vielen Leuten, die Hochzeits- und Abendmode kaufen wollen, großer Beliebtheit, ist aber letztlich eine konzeptionslose Ansammlung von privat und nicht aufeinander abgestimmter Interessen in einer Straße mit unterschiedlichsten Immobilieneigentümern.“
Stattdessen soll das „Merhaba im Hansa Center“ ein Themeneinkaufcenter werden, das einen bestimmten Laden- und Erlebnisfokus setze, um sich so von der Konkurrenz abzuheben. Es soll zudem die Neugier aller Besucher wecken und die Projektmacher betonen: Alle Menschen seien unabhängig ihrer konfessionellen Zugehörigkeit willkommen. Doch die Planungen, ein orientalisches Einkaufszentrum zu eröffnen, sorgte bereits für erste Bedenken von Anwohnern. (lc)
Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

