Windenergie

Schwertransporte mit Polizei-Eskorte: Erste Rotorblätter für Windpark geliefert

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Drei Rotorblätter liegen seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf der Logistikfläche am Haarweg in Belecke.
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Derzeit lagern die Rotorblätter auf einer Logistikfläche in Belecke. Wie viel Platz dort ist, wann und wie es weiter zum Windpark Rennweg geht und was die Baustelle an der B516 damit zu tun hat.

Belecke – Was beim Feierabendverkehr am Dienstagabend noch nicht zu sehen war, sorgte beim Berufsverkehr am Mittwochmorgen, 16. April, für große Aufmerksamkeit und interessierte Blicke aus dem Autofenster. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, gegen 0 Uhr, wurden die ersten Rotorblätter für den Windpark Rennweg angeliefert. Nicht zum eigentlichen Windpark-Gelände, sondern zur Zwischenlagerung auf die Logistikfläche am Belecker Haarweg zwischen Industriepark-Einfahrt und Bahnübergang. Von dieser Fläche aus wird es in den kommenden Wochen dann zum eigentlichen und endgültigen Standort gehen.

Erste Rotorblätter für Windpark Rennweg geliefert: So geht es jetzt weiter

„Es werden immer drei Rotorblätter in einem Satz geliefert“, erklärte Marcel Papenfort, Geschäftsführer der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co.KG, auf Nachfrage am Mittwochvormittag. Die Rotorblätter sind auf entsprechenden Schwertransporten gelagert, wurden von der A44-Abfahrt kommend von der Polizei begleitet. Ob auch kommende Transporte von der Polizei begleitet würden, stünde noch nicht fest, so Papenfort: „Die Transporte werden sich aber in den kommenden Wochen fortsetzen.“

Das Betreten der Fläche ist für Außenstehende untersagt, es handelt sich hier um eine Baustelle.

Marcel Papenfort, Geschäftsführer Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co.KG

Bis zu 15 Rotorblätter gleichzeitig finden auf der gepachteten und ausgebauten Logistikfläche Platz, die nach der gesamten Maßnahme wieder zurückgebaut wird, wie Papenfort schon vor einiger Zeit im Gespräch versicherte. Auch Stahlturmelemente werden auf der Fläche zukünftig zwischengelagert, maximal sechs gleichzeitig. Insgesamt werden über die Fläche 33 Rotorblätter und 33 Stahlturmelemente „abgewickelt“, hieß es im Stadtentwicklungsausschuss dazu. Papenfort macht, bei allem Interesse am Gigantismus der Bauwerke, deutlich: „Das Betreten der Fläche ist für Außenstehende untersagt, es handelt sich hier um eine Baustelle.“

Die Logistikfläche sei eine Baustelle, das Betreten für Außenstehende sei ausdrücklich verboten, sagt Papenfort.

Den Weg in Richtung Rennweg werden Stahlturmelemente und Rotorblätter in naher Zukunft antreten: „Wir gehen davon aus, dass es im Mai stattfinden wird.“ Das werde dann aber nicht per „klassischem“ Schwertransport, sondern per „Bladelifter“, umgangssprachlich als Selbstfahrer bezeichnet, passieren. Diese Transporter werden per Fernbedienung gesteuert, haben zwischen 10 und 14 Achsen und eine Hub-Hydraulik für Kurven beispielsweise. „Es gibt nur eine Handvoll Maschinen dieser Art. Das Unternehmen, mit dem wir zusammenarbeiten, besitzt zwei“, so Papenfort: „Eine Maschine ist länger gebunden, die andere steht noch bei einem anderen Projekt in NRW, wo es aber aktuell zu Verzögerungen kommt. Anschließend kommt es hier hin.“ Selbstfahrer dieser Art, so erklärt Papenfort, würden beispielsweise im Tiefbau, aber auch in Werften zum Einsatz kommen.

An der B 516 laufen seit einigen Tagen Erdarbeiten. Dort wird eine Kabeltrasse zwischen Rennweg und neuem Umspannwerk in Belecke verlegt.

Arbeiten, die im Zusammenhang mit dem Windpark Rennweg stehen, laufen aktuell auch zwischen Mülheim und Belecke, wie Windpark-Geschäftsführer Papenfort ergänzt. Und zwar entlang der B 516, wo Bodenarbeiten stattfinden, um eine Kabeltrasse zwischen Windpark und neuem Umspannwerk in Belecke zu legen.

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