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Vandalismus und Schilderklau gehören inzwischen zur Tagesordnung am Windpark Rennweg. Nun wurde erneut eine Baustellenampel zerstört und auf „Dauerrot“ gestellt. Die Betreiber haben Anzeige erstattet.
Allagen - Die Formen des Protests gegen den Windpark am Allagener Rennweg haben in Teilen inzwischen die sachliche und verbale Ebene verlassen. Das schilderten im Januar bereits die Betreiber des Parks. Vandalismus und Schilderklau seien rund um die Baustelle inzwischen traurige Tagesordnung, im November fand sich zudem ein Windpark-Protestplakat mit „Kotzbeutelspender“ am Allagener Skywalk wieder. Der bislang schwerste Fall ereignete sich aber zwischen dem 4. und 6. Januar, damals warfen Unbekannte die Baustellenampel im Bereich des Wanderparkplatzes Eisenberg um und richteten daran großen Schaden an. Die Anschlüsse wurden mit Feuer angesengt, Kabel durchtrennt, Knöpfe beschädigt, der Drücker entwendet und das Steuergerät abgerissen. Die Ampel war dadurch nicht mehr einsatzfähig und musste ersetzt werden. Der entstandene Sachschaden wurde seinerzeit auf rund 8 000 Euro geschätzt.
Bei den Betreibern, der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co. KG und dem Unternehmen WestfalenWIND, zeigte man sich damals entsetzt über den Vorfall: „Mit solchen Taten wird leichtfertig die Sicherheit von Menschen aufs Spiel gesetzt. Dies ist in keinster Weise zu tolerieren oder zu rechtfertigen, auch nicht mit der Ablehnung gegen den Windpark“, so Marcel Papenfort, Geschäftsführer der Windpark Rennweg Betriebs GmbH & Co. KG. Die Betreiber hatten Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.
Grablichter in der Warsteiner Romecke
Nun ist ein weiteres Vandalismus-Kapitel hinzugekommen: Erneut wurde die oben beschriebene Ampel des künftigen Windparks Rennweg von unbekannten Tätern erheblich beschädigt, in dem der Steuerungskasten aufgebrochen und die Anlage auf „Dauerrot“ gestellt wurde, schildert Björn Theis als Unternehmenssprecher der WestfalenWIND GmbH. Passiert sei das offenbar am Mittwoch, die Betreibergesellschaft habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Zuletzt waren auch Grablichter in der Warsteiner Romecke, einer Transportzufahrt zum Windpark, aufgefallen. Ein solches Licht stand am „Enercon“-Schild im Einmündungsbereich zur Belecker Landstraße. Das Schild weist den Baustellenfahrzeugen die Einfahrt zum Windpark Rennweg, wo Windenergieanlagen der Marke „Enercon“ gebaut werden. Ob das Grablicht nun aber eine Trauerbekundung sei oder damit gegen die Windpark-Baustelle protestiert werden soll, weil es direkt an dem Hinweisschild stand, blieb seinerzeit ungeklärt.