VonPeter Siebenschließen
Für das neue Outlet-Center in Remscheid-Lennep werden die Pläne konkreter. In einem Punkt wird sich das Angebot von dem anderer Shoppingcenter unterscheiden.
Remscheid – Die Verhandlungen laufen, die Pläne werden immer konkreter: In Remscheid-Lennep soll ein neues Outlet-Center entstehen, 2027 soll es eröffnen. Im Juni hatte der Rat der Stadt Remscheid mit einer deutlichen Mehrheit (49 Zustimmung, 5 Ablehnung, keine Enthaltung) die Weichen für die Planungen gestellt. Nächster Schritt: Sogenannte Scoping-Termine mit allen beteiligten Akteuren, bei denen es unter anderem Details zu Einzelhandels-, Verkehrs- und Umweltschutzfragen gehen soll. Die haben noch nicht stattgefunden, wie es zuletzt hieß.
Neues Outlet-Center in NRW: Keine Dienstleistungen im Shoppingzentrum Remscheid-Lennep
Was jetzt aber bereits festzustehen scheint: Dienstleistungsangebote wie zum Beispiel Friseursalons wird es im Outlet-Center wohl nicht geben – anders als in anderen Centern wie zum Beispiel dem Centro Oberhausen, wo zuletzt im Einkaufszentrum der erste Tattooshop eröffnet hatte. „Wir gehen davon aus, dass die Stadt Remscheid im Bebauungsplan vorsehen wird, dass keine Dienstleistungen im Outlet Center angeboten werden dürften“, heißt es von den Planern rund um den Investor Philipp Dommermuth, der das Outlet auch nach dem Vorbild des bereits bestehenden Outlets in Montabaur gestalten will. „Die hiermit verbundene Wertschöpfung soll außerhalb des Outlets insbesondere durch die örtliche Wirtschaft erfolgen. Das finden wir gut“, heißt es weiter. Sprich: Bestehende Läden im Umfeld sollen nicht in eine Konkurrenzsituation gebracht werden.
Outlet-Center in Remscheid-Lennep
Alle wichtigen Fragen und Antworten zum Outlet-Center in Remscheid-Lennep im Überblick
Bis zu 140 Geschäfte im Outlet Remscheid-Lennep
Das spiegelt sich auch in den bisherigen Planungen zur Aufteilung im Outlet wider, klassische Dienstleistungen tauchen dabei nicht auf. So soll es im Outlet Remscheid auf einer Gesamtfläche von rund 18.000 Quadratmetern 120 bis 140 Geschäfte sowie einige Restaurants geben. Was Kunden im neuen NRW-Outlet werden kaufen können:
- Bekleidung: maximal 15.000 Quadratmeter
- Schuhe und Taschen: maximal 3000 Quadratmeter
- Spielwaren, Haushalt, Körperpflege/Kosmetik, Süßwaren, Porzellan/Keramik, Wäsche/Bettwaren/Gardinen: maximal 500 Quadratmeter je Sortimentsgruppe
- Sportartikel, Elektrokleingeräte, Uhren/Schmuck, Sonstiges: maximal 300 Quadratmeter je Sortimentsgruppe
- Gastronomie: circa 1266 Quadratmeter
Bei den Angaben zu den jeweiligen Flächen handelt es sich mit Ausnahme der Gastronomie um maximale Obergrenzen, die genaue Aufteilung steht derzeit noch nicht fest. Im Gespräch mit wa.de hatte Investor Dommermuth aber erste Details zu möglichen Marken im Outlet Remscheid verraten.
Auf dem Dach vom Outlet soll ein Park entstehen
Bislang stoßen die Pläne zum neuen Outlet in der Stadt tendenziell auf positive Resonanz. Dommermuth schwebt ein Konzept vor, bei dem Nachhaltigkeit eine Rolle spielt. Auf dem Dach des Shoppingcenters soll etwa ein grüner Park entstehen, der allen Bürgern zur Verfügung stehen soll.
Aber es gibt auch Kritik und Sorgen angesichts des Neubaus. So heißt es von der Bürgerinitiative Lennep in einer Mitteilung, nach den Erfahrungen der letzten zehn Jahre – zuvor hatte das Unternehmen McArthurGlen in Remscheid ein Outlet bauen wollen, aber die Pläne platzten – sei „so etwas schlicht und einfach verantwortungslos“. Ein Outlet-Center erzeuge unnötigen Konsum und sei mit einer gesunden Umwelt nicht in Einklang zu bringen, heißt es weiter.
Kritik an den Plänen in Remscheid-Lennep
Unklar ist auch, ob das neue Center wirklich mehr Arbeitsplätze nach Remscheid bringt, oder aber als großer Konkurrent zu Ladenschließungen in der Innenstadt führt. Ähnliches war etwa auch beim Bau des Centro Oberhausen befürchtet worden. Die Betreiber des neuen Outlets in Remscheid rechnen mit insgesamt 1000 neuen Arbeitsplätzen, die durch das Outlet entstünden. (pen)
Rubriklistenbild: © Graf Architektur GmbH


