Polizeieinsatz

Explosion in Wohnhaus in NRW – Einschusslöcher in Fensterscheibe entdeckt

In Köln in NRW gab es in einem Wohnhaus eine Explosion. Eine Person wurde verletzt. Gibt es einen Zusammenhang mit der „Mocro-Mafia“?

Köln - Die jüngsten Explosionen in NRW, zum Beispiel in Duisburg, haben Befürchtungen geweckt, dass die „Mocro-Mafia“ in der Region aktiv sein könnte. Japan hatte bereits wegen eines „Drogenkriegs“ vor der Reise nach NRW gewarnt. Nun hat es erneut einen Vorfall gegeben. Die Polizei stellt jedoch klar: Die Ursachen sind noch nicht ermittelt.

Explosion in Wohnhaus in NRW – Einschusslöcher in Fensterscheibe entdeckt

In Köln hat es wieder eine Explosion, diesmal in einem Mehrfamilienhaus auf der Alten Bühler Straße, gegeben. Nach ersten Informationen ereignete sich die Detonation kurz nach 6 Uhr am Dienstag, 30. Juli, in einem Gebäude im Stadtteil Meschenich, so eine Polizeisprecherin. Das Erdgeschoss war betroffen und ist vorerst nicht bewohnbar. Mehrere Türen sollen stark beschädigt worden sein. Ein 59-jähriger Mann sei kurzzeitig im Krankenhaus medizinisch versorgt worden.

Ein Sprengstoffspürhund unterstützt vor Ort die Spurensicherung. Diese erfolgt durch das Landeskriminalamt, so die Polizei Köln. Derzeit wird außerdem geprüft, ob die Explosion in Zusammenhang mit mutmaßlich mehreren Schüssen steht, die Samstagnacht, 27. Juli, auf eine Fensterscheibe des Hauses abgegeben worden sein sollen. Zu diesem Zeitpunkt war niemand in der Wohnung. Zeugen zufolge soll ein Mann nach den Schüssen in einem dunklen Auto geflüchtet sein.

Zeugen der Explosion sollen sich bei der Polizei Köln telefonisch unter 0221 2290 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de melden.

Explosionen als Drohmittel

In den letzten Wochen gab es bereits mehrere Explosionen in Köln, aber auch in Orten wie Engelskirchen und Duisburg. Laut vorläufigen Polizeierkenntnissen standen diese Explosionen - sowie eine beendete Geiselnahme in Köln - im Zusammenhang mit Konflikten zwischen Drogenbanden, einschließlich solchen aus den Niederlanden. Explosionen vor Hauseingängen seien ein häufig eingesetztes Drohmittel niederländischer Drogenhändler, die oft unter dem Begriff „Mocro-Mafia“ zusammengefasst werden.

Trotz der jüngsten Explosion in Köln betonte die Polizei, dass die Ursachen noch völlig unbestimmt seien. Die Ermittlungen laufen. Es gebe aktuell aber „keine Anhaltspunkte“, dass der Vorfall in Zusammenhang mit vorangegangenen Explosionen stehen könnte, betonen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Im Mai erschütterte ebenfalls eine Explosion NRW: In Düsseldorf kam es zu einem Großbrand, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. (nina/dpa)

Rubriklistenbild: © Hermann Agenturfotografie/ IMAGO

Kommentare