„Schnupperwochen“ für Berufspendler

Sperrung der Fährstraße: Brücke für Radler und Fußgänger frei

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Autofreier Verkehr: Die Fährstraßenbrücke haben Radfahrer und Fußgänger bald für sich allein.
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Die bevorstehende Sperrung der Fährstraße in Hamm bringt Einschränkungen für Autofahrer mit sich, doch Radfahrer und Fußgänger können aufatmen. Ihre Wege bleiben während der Bauphase unberührt. Die aktuelle Planung.

Hamm – Wenn voraussichtlich Anfang Juli die Baumaßnahme an der Fährstraße und die wichtige Verbindungsstraße über Lippe und Datteln-Hamm-Kanal in Hamm für rund vier Monate für den Autoverkehr gesperrt wird, gibt es zumindest gute Nachrichten für andere Nutzer. „Fußgänger und Radfahrer können die Fährstraße während der Baumaßnahme jederzeit begehen beziehungsweise befahren“, so Stadtsprecher Tom Herberg.

Schon in den Planungen wurde berücksichtigt, dass das im Verlauf der Maßnahme so bleibt. „Für die sichere Führung der Fußgänger wird zu Beginn der Baumaßnahme der geplante Gehweg auf der Ostseite der Fährstraße erstellt. Nach Herstellung des östlichen Gehwegs wird für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge eine Rettungsumfahrt gebaut“, führt Herberg weiter aus. Auch seien die Restaurants an der Fährstraße sowie das Kurhaus stets erreichbar. Details könnten allerdings erst genannt werden, sobald der Auftrag final an eine Fachfirma vergeben sei.

Die Grünen aus Heessen und Uentrop begrüßen es, dass die Brücken während der Bauarbeiten für den Fuß- und Radverkehr geöffnet bleiben. Der Heessener Bezirksvertreter Michael Thon spricht gar von „Fahrrad-Schnupperwochen für Berufspendler und Schüler“, wenn Radfahrer die Verbindung in die Innenstadt weiterhin nutzen können, ohne lange Umwege in Kauf nehmen zu müssen. „Vielleicht lernt der eine oder die andere aus diesem Anlass das Fahrrad als schnellstes und umweltfreundlichstes Verkehrsmittel sogar neu kennen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung beider grüner Ortsverbände.

Grüne fordern Radverkehrsplan für die ganze Stadt

Darin untermauern sie auch ihren Wunsch, dass die Fuß- und Radverkehrsbedingungen zwischen den Bezirken und in ihnen besonders im Bereich von Straßenkreuzungen noch sicherer und komfortabler werden. Sie wünschen sich einen gesamtstädtischen Radverkehrsplan „für das feinmaschige Wegenetz jenseits des motorisierten Verkehrs“, um die angestrebte Erhöhung des Fuß- und Fahrradanteils in der Mobilitätswende zu erreichen. „Radelnde stehen nicht im Stau und sorgen damit auch für eine Entlastung derer, die tatsächlich auf den Pkw angewiesen sind“, sagen Maike Schmiedecken und Peter Kruse aus der BV Uentrop.

An der Fährstraße wird die langwierige Baustelle im Zusammenhang mit der Erweiterung der Klinik für Manuelle Therapie (KMT) errichtet. Zudem soll die verkehrliche Situation verbessert werden. Dabei werden besonders das Parken auf der östlichen Seite der Straße, aber auch der Fußgänger- und Radverkehr in den Blick genommen. - wa/bob

Die Hammer Innenstadt steht vor noch umfassenderen Umleitungen wegen Baustellen. Ein Netz aus Umleitungen soll den Verkehrsfluss sichern.

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