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Im Jahr 1199 wurde in Hattingen (NRW) die Isenburg errichtet. Sie ist trotz ihrer Zerstörung 1225 immer noch ein beliebtes Ausflugsziel.
Hattingen – Im Jahr 1193 begann Arnold von Altena mit der Errichtung der Isenburg, auch Burg Isenberg genannt, in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis in Nordrhein-Westfalen). 1199 war sie fertig – und erfüllte eine wichtige Funktion, da sie etwa auf halber Strecke zwischen Köln (50 Kilometer Entfernung) und der damaligen Hauptstadt des Herzogtums Westfalen Soest (70 Kilometer) lag. Auf der Burg fand damals die Eisenverhüttung statt, woher auch der Name der Burg kommt: Der Begriff Eisen ist als niederdeutsches Isen in der Bezeichnung der Burg enthalten.
| Isenburg/Burg Isenberg | |
| Wo? | Hattingen |
| Eintritt? | frei, um eine Spende wird jedoch gebeten |
Isenburg in Hattingen: Truppen von Kölner Erzbischof zerstören Festung bis auf die Grundmauern
Abgerissen wurde sie dann schon im Jahr 1225. Die Vorgeschichte: Der Sohn von Errichter Graf Arnold von Altena muss sich für den Tod seines Onkels zweiten Grades, Erzbischof Engelbert I. von Köln, verantworten. Weil Kaiser Friedrich infolgedessen den Kirchenbann über Isenberg verhängt, wird die Isenburg von Truppen der Vasallen des neuen Kölner Erzbischofs Heinrich von Molenark besetzt und teilweise bis auf die Grundmauern abgerissen.
Isenburg heute: Freilichtbühne, Museum, romantisches Ausflugsziel
Heute ist die Ruine ein öffentlich zugängliches Denkmal; der Verein zur Erhaltung der Isenburg betreibt die Anlage und kümmert sich darum, sie in Schuss zu halten. Südlich des Halsgrabens wurde 1933 die Freilichtbühne Isenburg eröffnet, wo regelmäßig Veranstaltungen und Aufführungen stattfinden. Zudem gibt es auf der Burg ein eigenes Museum, welches an Wochenenden geöffnet ist.
Ruine als beliebtes Ausflugsziel – wie kommt man mit Autos und ÖPNV zur Isenburg?
- Zu erreichen ist das Denkmal auf direktem Weg ab dem Wanderparkplatz an der “Isenbergstraße”, am Fuße des Berges, an der Ruhr. Am hinteren Ende des Parkplatzes startet der Weg zur Isenburg. Er verläuft aufwärts am Waldrand entlang. Nach ungefähr 350 Metern geht es nach links in den Wald hinein einen kurzen Anstieg hinauf. Einer scharfen Linkskurve folgend befinden Sie sich auf der mittelalterliche Trasse des alten Burgweges. Dieser erreicht nach ungefähr 400 Metern, mit zwei weiteren scharfen Kurven, den Eingang der ehemaligen Burg, die Reste des alten Kammertores.
- Der Weg zum Parkplatz: Von Hattingen-Zentrum aus mit Auto/Rad über die “Nierenhofer Straße” und “Isenbergstraße”, von Essen aus über Niederwenigern. Für Radfahrer bietet sich auch der Ruhrradweg an, der an dem Wanderparkplatz vorbeiführt. Auf dem Gelände der Burgruine müssen Fahrräder geschoben werden. Zu Fuß erreicht man den Parkplatz über den Leinpfad entlang der Ruhr. An der Bushaltestelle “Isenberg” hält die BOGESTRA-Buslinie 141 (ab ZOB, Hattingen).
- Ab dem Parkplatz an der Isenbergstraße dauert der Aufstieg zur Burg ca. 25 Minuten.
Eintritt muss man an der Isenburg, egal ob man ins Museum möchte, oder einfach nur die Ruine erkunden, nicht zahlen. Auf der Homepage des Vereins zur Erhaltung der Isenburg wird jedoch um eine Spende gebeten; gerade für eine Führung dürfe diese auch gern „angemessen“ ausfallen, so der Verein weiter. Die Isenburg ist übrigens nicht der einzige „Lost Place“ in NRW: Auch in der Nähe von Essen gibt es eine Ruine, die ebenfalls Isenburg heißt. In Witten hingegen steht die Burg Hardenstein – um die sich ein mystische Sage rankt. Darüber hinaus hat das Ruhrgebiet noch weitere Schlösser und Ruinen zu bieten. (mo)
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