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9 schöne Burgen und Schlösser in NRW – und alles, was man über sie wissen muss

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Es gibt viele Burgen und Schlösser im Ruhrgebiet, die sich für einen Ausflug lohnen. Manche davon sind umgeben von Wasser, andere bieten spannende Museen.

Essen – Wer auf die Spuren spannender Geschichten über Ritter und Prinzessinnen gehen möchte, wird im Ruhrgebiet (NRW) fündig. Denn hier gibt es aus längst vergangenen Zeiten zahlreiche imposante Schlösser und herrschaftliche Burger – aber auch Festungen, von denen heute nur noch Ruinen übrig geblieben sind.

Ausflugsziele im Ruhrgebiet: Burgruine Neu-Isenburg in Essen

Von der Neu-Isenburg in Essen sind heute nur noch die Ruinen übrig. Doch auch hier gibt es für Besucher zahlreiche Entdeckungen.

Von der Neu-Isenburg, die hoch über dem Baldeneysee in Essen thront, sind heute nur noch die mittelalterlichen Überreste zu sehen. Denn die Burg wurde kurz nach ihrem Bau um das Jahr 1240 wieder zerstört und nicht wieder aufgebaut – obwohl die Lage auf einem etwa 150 Meter hohen Felssporn oberhalb der Ruhr für sich sprach: Gut zu verteidigen und strategisch günstig gelegen. Die Neu-Isenburg wurde erst vor etwa 70 Jahren mittels Ausgrabungen wieder zugänglich gemacht.

  • Anfahrt mit dem Auto: Am besten erreicht man die Burgruine Isenburg mit dem Auto über Bottlenberg in Essen. Von dort führt die Heisingerstraße direkt zur Isenburg.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Burgruine Isenburg von der Haltestelle „Drosselanger“ oder „Schwarze Lene“ mit dem Bus 145.

Burgen im Ruhrgebiet: Isenburg in Hattingen mit Museum

Die Isenburg in Hattingen bietet Besuchern auch ein Museum.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Auch in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) gibt es eine Isenburg, die im Jahr 1199 fertiggestellt und bereits 1225 teilweise bis auf die Grundmauern abgerissen wurde. Früher fand auf der Burg die Eisenverhüttung statt, woher auch der Name der Burg stammt: Der Begriff Eisen ist als niederdeutsches Isen in der Bezeichnung der Burg enthalten. Die Ruine ist heute ein öffentlich zugängliches Denkmal, an dem sich auch ein eigenes Museum befindet.

  • Vom Parkplatz zur Burg: Zu erreichen ist das Denkmal auf direktem Weg ab dem Wanderparkplatz an der “Isenbergstraße”, am Fuße des Berges, an der Ruhr. Am hinteren Ende des Parkplatzes startet der Weg zur Isenburg. Er verläuft aufwärts am Waldrand entlang. Nach ungefähr 350 Metern geht es nach links in den Wald hinein einen kurzen Anstieg hinauf. Einer scharfen Linkskurve folgend befinden Sie sich auf der mittelalterliche Trasse des alten Burgweges. Dieser erreicht nach ungefähr 400 Metern, mit zwei weiteren scharfen Kurven, den Eingang der ehemaligen Burg, die Reste des alten Kammertores.
  • Der Weg zum Parkplatz: Von Hattingen-Zentrum aus mit Auto/Rad über die “Nierenhofer Straße” und “Isenbergstraße”, von Essen aus über Niederwenigern. Für Radfahrer bietet sich auch der Ruhrradweg an, der an dem Wanderparkplatz vorbeiführt. Auf dem Gelände der Burgruine müssen Fahrräder geschoben werden. Zu Fuß erreicht man den Parkplatz über den Leinpfad entlang der Ruhr. An der Bushaltestelle “Isenberg” hält die BOGESTRA-Buslinie 141 (ab ZOB, Hattingen).

Schaurige Märchen an der Burg Hardenstein in Witten entdecken

Von der Burg Hardenstein in Witten sind lediglich die Ruinen zu sehen. Doch die grusligen Sagen rund um die Burg halten sich bis heute.

Die Burg Hardenstein in Witten wurde bereits um 1354 fertiggestellt. Doch heute sind von ihr nur noch die Ruinen übrig – und noch immer gibt es zahlreiche Sagen von Goldemar und einem Zwergen-König, der im 14. Jahrhundert auf der Burg Hardenstein gelebt haben soll. Allerdings handelt es sich dabei um ein Märchen ohne guten Ausgang. Der Eintritt in die Ruine ist kostenfrei.

  • Anfahrt mit dem Auto: Auf die A43 die Abfahrt Witten-Heven nehmen und auf die Seestraße einbiegen. Richtung Witten-Heven rechts in die Wittener Straße, links in die Vorholzer Straße, links auf den Vormholzer Ring. Dann rechts auf die Kars-Legien-Straße, rechts zu den Tannen und links auf den Hardensteiner Weg. Von dort aus ca. 20 Minuten Fußweg.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Von Bochum Hbf mit der U35 zur Haltestelle Marktstraße, dann in die Buslinie 339 umsteigen und zur Haltestelle Witten Freizeitbad Heveney fahren. Dann in den Bus 350 bis Haltestelle Hardensteiner Weg.

Schloss Steinhausen im Ruhrgebiet bietet Besuchern eine Erfrischung im Biergarten

Am Schloss Steinhausen befindet sich ein neben einem Biergarten auch ein Skulpturengarten.

Auch das gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Schloss Steinhausen liegt in Witten. Nachdem das Schloss Mitte des 15. Jahrhunderts fast vollständig dem Erdboden gleich gemacht wurde, folgte einige Jahrzehnte später der Wiederaufbau. Nach mehrfachen Wechsel der Eigentümer verwandelte sich das Schloss Steinhausen in ein gemütliches Rittergut, das heute Besucherinnen und Besucher zum Verweilen im dortigen Biergarten einlädt. Zusätzlich befindet sich dort ein Skulpturengarten. Vom Schloss Steinhausen sind auch Rundwanderung zur Burgruine Hardenstein möglich.

  • Anfahrt mit dem Auto: Von Essen aus erreicht man das Schloss Steinhausen über die A40, von der man an der Ausfahrt in Richtung Witten/Bochum-Süd auf die A448 fährt. Anschließend geht es weiter bis zur Ausfahrt Witten-Zentrum auf die B226. Nun muss man der Beschilderung Schloss Steinhausen folgen.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man zum Schloss Steinhausen sowohl von Essen als auch von Bochum aus mit dem RE16 bis zum Hauptbahnhof Witten. Dort steigt man in der Buslinie 592 bis zur Haltestelle Bahnhof Witten-Bommern. Dann sind es noch circa 15 Minuten zu Fuß.

Wasserschloss Herten im Ruhrgebiet: Großer Schlosspark lädt zu idyllischen Spaziergängen ein

Das Wasserschloss Herten ist umgeben von einer idyllischen Natur und einem großen Schlosspark, der sich für Spaziergänge eignet.

Umgeben von einem mystischen Wassergraben und rund 30 Hektar großen Schlosspark befindet sich das Schloss Herten nahe der Hertener Innenstadt. Erstmalig erwähnt wurde das Schloss mit spätgotischem Ziegelbau-Stil im Jahr 1376 – dann folgte in den 1970er Jahren eine vollständige Renovierung des Schlosses. Rund um das Schloss leben zahlreiche Wasservögel in den Schlossteichen. Außerdem gibt es einiges zu entdecken: die Ruine der alten Orangerie, das Tabakhäuschen und den Irrgarten.

  • Anfahrt mit dem Auto: Über die A43 gelangt man an der Abfahrt Recklinghausen in Richtung Hochlar/Herten zum Schloss Herten. Von dort aus fährt man rechts auf die Konrad-Adenauer-Straße und anschließend wieder rechts auf den Resser Weg. Das Schloss samt Schlosspark befindet sich auf der linken Seite.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Vom Bahnhof Recklinghausen erreicht man das Schloss Herten mit der Buslinie 210 bis zur Gelsenkirchener Straße. Von dort aus sind es circa 18 Minuten zu Fuß.

Zahlreiche Sammlungen und Museen im Haus Kemnade in Hattingen

Das Haus Kemnade in Hattingen bietet verschiedene Museen und Sammlungen.

Unweit von der Ruhr entfernt, liegt in Hattingen das Haus Kemnade. Dabei handelt es sich um eine alte Wasserburg, umgeben von hohen Bäumen und einem Wassergraben. Die im 17. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Außerdem befinden sich im Haus Kemnade verschiedene Sammlungen zu Musikinstrumenten und ostasiatischen Schätzen. Auch ein Bauernhaus- und Bienenmuseum bietet das Haus.

  • Anfahrt mit dem Auto: Von Düsseldorf und Essen aus kommend, erreicht man das Haus Kemnade über die Autobahn A40 bis zum Autobahnkreuz Bochum. Dort muss auf die A43 Richtung Wuppertal bis zur Ausfahrt Witten-Herbede. Von da der Beschilderung Richtung Hattingen folgen. Nach rund einem Kilometer erreicht man eine Straßenkreuzung mit einer Amepl an der man rechts abbiegen muss. Nach circa 200 Meter erreicht man das Haus Kemnade.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man zum Haus Kemnade mit der S1 vom Essener Hauptbahnhof zum Bochumer Hauptbahnhof. Von dort kann man mit der Buslinie 350 bis zur Haltestelle Haus Kemnade fahren. Dann sind es noch circa 2 Minuten zu Fuß.

Schloss Landsberg nahe Essen gehört heute der Thyssen AG

Das Schloss Landsberg liegen mitten im Wald, in dem Besucher über die zahlreichen Wanderwege in die Natur abtauchen können.

Das Schloss Landsberg liegt an der Stadtgrenze zu Essen-Kettwig und Ratingen-Breitscheit. Ursprünglich galt das Schloss als eine Burg, die zwischen 1276 und 1289 errichtet wurde. Im Jahr 1903 erwarb der Industriekaufmann August Thyssen das Schloss inklusive Waldstück. Nach dem Tod des Besitzers wurde das Anwesen zwischen 1989 und 1992 aufwändig saniert. Bis heute dienen die Räume des Schlosses Landsberg als Tagungs- und Seminarstätte der Thyssen AG. Besucherinnen und Besucher können zwar die Räumlichkeiten nicht erkunden, dafür aber das Waldstück, das mit zahlreichen Wanderwegen in eine geheimnisvolle Wald- und Wiesenlandschaft führt. Auch die Villa Hügel in Essen erinnert an die glanzvollen Zeiten der Thyssen AG.

  • Anfahrt mit dem Auto: Von der A52 aus erreicht man das Schloss Landsberg an der Abfahrt Breitscheid über die B1/ Kölner Straße in Richtung Mühlheim. Dort muss man rechts auf den Kahlenbergsweg in Richtung Mintarder Berg fahren. Dann geht es rechts auf die August-Thyssen-Straße bis auf der rechten Seite das Schloss erscheint.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Vom Essener Hauptbahnhof erreicht man das Schloss Landsberg mit der S6 bis zur Haltestelle Essen Kettwig Stausee. Dann muss man mit der Buslinie 762 bis zur Haltestelle Essen Kettwig vor der Brücke fahren. Von dort aus sind es noch circa 10 Minuten zu Fuß.

Schloss Burg in Solingen bietet Gruselführungen bei Nacht an

Auf diesem Bild aus dem Jahr 2019 sieht man, wie Schloss Burg vor seiner Sanierung aussah. Momentan ist ein Teil der Anlage von Bauzäunen bedeckt. (Archivbild)

Schloss Burg im Solinger Stadtteil Burg an der Wupper war bereits im 12. Jahrhundert die Stammburg der Grafen und späteren Herzöge von Berg, berichtet 24RHEIN. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss nach jahrelangen Kriegen wieder aufgebaut. Heute ist sie bekannt als Wahrzeichen des Bergischen Lands. Dabei bietet Schloss Burg Gruselführungen bei Nacht sowie Führungen durch die Burg selbst. Allerdings wird die Anlage noch bis voraussichtlich 2025 saniert. Neben Schloss Burg in Solingen gibt es noch zahlreiche weitere Burgen und Schlösser in NRW zu erkunden, so 24RHEIN.

  • Anfahrt mit dem Auto: Schloss Burg Solingen ist unmittelbar über die A1 an der Ausfahrt Wermelskirchen zu erreichen. Nach 600 Metern nach links auf den Biberweg abbiegen, dann im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt nehmen. Der Straße für 3,5 Kilometer folgen. Das „Schloss Burg an der Wupper“ befindet sich auf der rechten Seite.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Ausflugsziel „Schloss Burg an der Wupper“ am schnellsten von den Haltestellen „Burg Brücke“, „Burg Schloss“ und „Burg Seilbahn“ erreichbar. Hier halten die Solinger Buslinien 683, 687 und 266.

Schloss Nordkirchen erinnert an die Schlossanlage Versailles in Paris

Das Schloss Nordkirchen besitzt eine prunkvolle Gartenanlage, die an das Schloss Versailles in Paris erinnert.

Das Schloss Nordkirchen zählt als das westfälische Versailles, berichtet 24RHEIN. Denn hier waren einst berühmte Baumeister und Gartenkünstler aus Deutschland und Frankreich am Werk, um eine Anlage zu erschaffen, die an die Schloss-Anlage in Versailles bei Paris erinnert. Dabei eignet sich die vielfältige Parklandschaft für einen ausgedehnten Spaziergang. In den historischen Räumen finden zudem regelmäßig Konzerte und andere Events statt.

  • Anfahrt mit dem Auto: Von Köln aus ist das Ausflugsziel „Schloss Nordkirchen“ mit dem Auto am schnellsten über die A1 erreichbar. Auf die A1 Richtung Dortmund fahren und der Autobahn für rund 100 Kilometer folgen. Dann die Ausfahrt 80 Richtung Werne/Selm nehmen. Nach weiteren vier Kilometern im Kreisverkehr geradeaus auf die B54 und dieser für einen Kilometer folgen. Im nächsten Kreisverkehr die erste Ausfahrt nehmen und der Straße für rund fünf Kilometer folgen. Dann recht auf die Cappenberger Straße abbiegen und dieser für 3,7 Kilometer folgen. Dann links abbiegen auf „Am Schloßpark“, rechts halten und das „Schloss Nordkirchen“ ist erreicht.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Ausflugsziel „Schloss Nordkirchen“ am schnellsten von der Haltestelle „Capeller Tor“ innerhalb zehn Minuten Fußweg zu erreichen. Hier hält die Kleinbuslinie R53, die am Hauptbahnhof Münster abfährt.

(cj)

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/ IMAGO

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