- VonFrank Lahmeschließen
Schwerst verletzt wurde ein 32-jähriger Mann im Umfeld der Meile in Hamm. Stand jetzt wird er wohl sein Leben lang ein Pflegefall bleiben. Die Wirte sprechen derweil mit der Stadt über das Thema Sicherheit.
Hamm – Zwei Monate ist es her, dass in Hamm ein 32-jähriger Besucher der Meile auf dem Santa-Monica-Platz von einer zehnköpfigen Personengruppe mit Flaschen attackiert wurde und schwerste Kopfverletzungen davontrug. Seit dem Übergriff hatte der aus Afghanistan stammende Mann mit dem Tod gerungen.
Wie es am Mittwoch hieß, habe sich sein Zustand zuletzt aber etwas verbessert. Der Mann sei in der vergangenen Woche erstmals aus dem Koma erwacht - es bestehe die Hoffnung, dass er überleben könne. Wahrscheinlich bleibe aber, dass er irreparable Hirnschäden davontragen und ein Pflegefall bleiben werde.
Drei Tatverdächtige wurden kurz nach der Attacke festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die übrigen Angreifer wurden bislang nicht gefunden; die Ermittlungen (Spurenauswertungen) laufen aber weiterhin.
Verletzt auf der Meile in Hamm: Ruf nach mehr Kontrollen
Der Fall aus der Nacht zum 10. Juni 2023 war der Auftakt einer Diskussion um mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsdienst auf der Südstraße. Als es dann zwei Wochen später zu einem weiteren Angriff auf einen Meilen-Gast gekommen war, bei dem ebenfalls Glasflaschen/Bierkrüge die Tatwaffe waren, war auch für einen Teil der Meilenwirte das Maß voll. Auch sie forderten ein neues Sicherheitskonzept.
An diesem Donnerstag (10. August) soll es hierzu unter Führung von Oberbürgermeister Marc Herter einen Austausch zwischen den Gastronomen und Vertretern der Polizei und städtischen Vertretern geben. Das Gespräch wurde Mitte Juli vereinbart.
Vier Jahre nach einem Übergriff auf Polizisten auf der Meile in Hamm kommt der Fall jetzt vor Gericht. Er hatte damals für Aufsehen und Fragezeichen gesorgt.