- VonJörg Beuningschließen
Die neuen Ampelanlagen auf der B63 sind fast einsatzbereit. Der Tausch eines Rotorblattes bei einem Windrad in Freiske sorgt aber für Verzögerungen.
Rhynern – Um die neuen Ampelanlagen an den fünf viel befahrenen Kreuzungen auf der Bundesstraße 63 zwischen Unnaer Straße (Höffner) und Oberallener Weg (Aral-Tankstelle) in Hamm endlich in Betrieb nehmen zu können, fehlen nur noch kleine Schritte. „Lediglich der Einbau einiger Induktionsschleifen hat noch nicht stattgefunden, dafür benötigen wir ein paar trockene Tage“, erklärt Nadia Leihs. Sprecherin des Landesbetriebes Straße-NRW. Ansonsten sei die komplette „Hardware“ bereits vor Ort, so dass die Testphase schon bald vonstattengehen könnte. Doch es wird aus einem anderen Grund zu Verzögerungen kommen.
Der Austausch eines Rotorblattes an einem der Windräder in Freiske ist dafür verantwortlich. Zwar ist der neue Flügel wie geplant am vergangenen Wochenende angeliefert worden, doch muss der defekte Flügel auf dem gleichen Weg wieder zurück in die Werkstatt. Das heißt, es wird einen weiteren Schwertransport geben, der über die Kreuzung Unnaer Straße/Werler Straße in Richtung A2 muss.
Ampelanlage an der B63: Schwertransport verhindert Betriebnahme
„Dafür müssten wir einen Ampelmasten wieder abbauen, damit das Fahrzeug die Kurve nehmen kenn“, erläutert Leihs. Daher habe sich Straßen-NRW dazu entschieden, den Mast erst nach dem Transport aufzubauen und so lange die Baustellenampeln in Betrieb zu lassen.
Bis der alte Flügel abtransportiert wird, ziehen wohl noch drei Wochen ins Land. Laut Gunther Körner von den Stadtwerken Hamm sei der Austausch der Flügel für die Kalenderwochen 9 und 10 geplant, sofern das Wetter mitspielt. Viel Wind kann die Arbeiten in 150 Metern Höhe zum Beispiel verhindern. „Wir planen den Abtransport direkt im Anschluss. Hierzu sind wieder Transportgenehmigungen nötig“, so Körner. Denkbar also, dass der Transport Mitte März über Hellweg, Unnaer Straße und Werler Straße zur A2 rollt.
Ursprünglich sollten die Ampeln bereits seit Ende 2023 laufen
Erst dann wird der letzte Ampelmast gesetzt und die Ampeln können programmiert werden. Die vorherige Inbetriebnahme einzelner Anlagen sei nicht sinnvoll, weil die fünf Kreuzungen aufeinander abgestimmt werden sollen. Nach einer kurzen Testphase soll die Technik dann endgültig scharf gestellt werden.
Ursprünglich sollten die Ampeln bereits Ende 2023 an den Start gehen, doch sorgte die schlechte Witterung für Baustopp und Verzögerungen. Die Installation der Lichtsignale ist der letzte Schritt einer Großmaßnahme, die im April 2023 begann. Zwischen Oberallener Weg und Am Weizenkamp wurde die Fahrbahn erneuert und zwischen Unnaer Straße und Im Sutenkamp eine zusätzliche Spur gebaut. Neben einer sanierten Asphaltschicht sollen die zusätzlichen Maßnahmen (weitere Spur und neue Ampeltechnik) dazu beitragen, dass der Verkehrsfluss auf der oft verstopften Bundesstraße besser wird.
Nicht nur die B 63 gilt in Hamm als Großbaustelle. Auch die Hammer Straße in Bockum-Hövel gehört dazu. Dort gab es nun Bewegung, die Baustelle, bei der die ganze Straße saniert wird, zieht weiter.
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