Angriff mit Flaschen

Gewaltproblem auf Meile in Hamm: Das sagen Stadt und Polizei

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Der Ruf der Südstraßen-Wirte nach mehr Kontrollen auf Hamms Partymeile ist nicht ungehört geblieben. Jetzt äußern sich Stadt und Polizei.

Hamm – Stadt und Polizei teilten am Dienstag mit, dass sie sich mit den Gastronomen zusammensetzen und nach Lösungen für das Gewaltproblem, das sich in der Regel zu weit fortgeschrittener Stunde einstellt, suchen wollen. „Natürlich verschließen wir uns dem nicht“, sagte Rechtsdezernent Jörg Mösgen am Dienstag.

Nach den Angriffen mit Glasflaschen, bei denen im Juni zwei Männer lebensgefährlich verletzt wurden, hatten die Meilenwirte im Gespräch mit dem WA und der Lippewelle für mehr Kontrollen auf der Südstraße plädiert.

Gewaltproblem auf Meile in Hamm: Patentlösung nicht in Sicht

Auch die Polizei teilte mit, dass man mit der Stadt im Austausch und einem Treffen mit den Wirten nicht abgeneigt sei.

Die Polizei ist auf der Meile im Einsatz. Genaue Details zum Hintergrund des Einsatzes sind noch nicht bekannt.

Eine Patentlösung hatte bei Stadt und Polizei am Dienstag niemand parat. Bestätigt wurde, dass die Meile tatsächlich keine Glasverbotszone sei. Einlasskontrollen zur Südstraße würden das Problem wohl auch nur verlagern, beziehungsweise den Heimweg der Besucher auch nicht sicherer machen. „Wir sollten uns in jedem Fall anschauen, wie andere Städte mit solchen Problemlagen umgehen“, sagte Rechtsdezernent Mösgen.

Dauerhafte Polizeipräsenz auf der Meile?

Aus dem politischen Raum meldete sich die FDP zu Wort. „Erst im März haben wir auf dem Kreisparteitag beschlossen, die Hammer Meile mit einer dauerhaften Polizeipräsenz auszustatten.“, teilte deren Fraktionsvorsitzender Ingo Müller per Pressemitteilung mit. Weitere Vorschläge der Liberalen: An den Wochenenden sollten die Einsatzzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes verlängert und auch das Glasverbot angepackt werden. In anderen Städten hätten die Wirte ein Mehrwegbecher-System eingeführt.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/Digitalbild

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