VonMarkus Hannekenschließen
Zwangspause für die Lupia: Der Betrieb der beliebten Lippefähre in Hamm kapituliert derzeit vor dem Hochwasser der Lippe und störendem Treibgut.
Hamm - Aktuell muss der Lippeverband den Betrieb seiner Lupia-Fähre am Schloss Oberwerries in Hamm einstellen. Grund seien die Niederschläge der vergangenen Tage und der daraus resultierende hohe Wasserstand, heißt es in einer Mitteilung.
Das Hochwasser hab zudem einen Baum und Treibgut angeschwemmt, was die Überfahrt zusätzlich erschwere. Aufgrund der starken Strömung könne der Wasserwirtschaftsverband erst am Montag die Hindernisse beseitigen.
Der Lippeverband hofft, dass die Fähre ab Dienstag, 19. September, nach Beseitigung des Treibguts wieder in Betrieb gehen kann. Dies sei jedoch abhängig von dem dann aktuellen Wasserstand. Der dürfte sich über das absehbar trockene und milde Wochenende wieder entspannen, doch für die kommende Woche sind bereits neue Niederschläge angekündigt.
Lippefähre Lupia in Hamm schon zehn Jahre alt
Ende März wurde die Lupia in Hamm zehn Jahre alt, gleichzeitig startete der Betrieb der mit einer neuen Farbe versehenen kleinen Fähre in die neue Saison. Seitdem musste sie vor dem aktuellen Ereignis bereits zwei Mal wegen Hochwasser an Land bleiben.
Gut eine halbe Millionen Passagiere haben mit der Lupia seit 2013 übergesetzt. Allein im vergangenen Jahr waren es 63.000, 2018 sogar 84.000. Der Fahrgast ist dabei sein eigener Fährmann: Man zieht sich an den Ketten, mit denen die Lupia zwischen den Ufern vertäut ist, über den Fluss.
