33. Stunikenmarkt mit neuen Karussells und mehr Polizeipräsenz
VonHolger Krah
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Manch ein Kirmesfan zählt bereits die Tage herunter. Am 13. September beginnt der 33. Stunikenmarkt in Hamm mit zwölf Fahrgeschäften und gut 90 Ständen.
Hamm – Da sage noch einer: „In Hamm ist ja nichts los!“ Von wegen: Gerade erst war die Innenstadt voll von gut 6000 Läufern und Walkern, die beim AOK-Firmenlauf mitgemacht haben. Von Freitag bis Sonntag, 6. bis 8. September, laden über 600 lokale Künstler beim Kulturfest „h4“ zum Schauen, Staunen und Mitmachen ein und bereits tags drauf am Montag, 9. September, beginnen die Vorarbeiten für den Stunikenmarkt, Hamms größtes Kirmesevent im Jahr.
33. Stunikenmarkt mit neuen Karussells und mehr Polizeipräsenz
Uwe Röhrig, Vorsitzender des Hammer Schaustellervereins „Hand in Hand“, freut sich schon jetzt: „Die Hammer sind echte Kirmesfreunde. Das zeigt sich schon im Frühjahr in Heessen, Bockum-Hövel und Herringen und erst recht beim Stunikenmarkt.“
Beim 33. Stunikenmarkt werden auf dem Marktplatz und dem Santa-Monica-Platz wieder 90 Essensstände, Attraktionen und Fahrgeschäfte stehen, berichten Uwe Röhrig (links) und Danny Seonie.
Und so dürfte auch am Freitag, 13. September, der Marktplatz rappelvoll sein, wenn die Kirmes ab 16 Uhr der 33. Stunikenmarkt eröffnet wird – wie immer traditionell mit Freibier und Freifahrten in der ersten halben Stunde. Die Kirmes endet am Dienstag, 17. September, mit dem Familientag und abschließenden Feuerwerk.
90 Fahrgeschäfte, Essensstände und Attraktionen sollen die Besucher anlocken. Und die kommen, so Röhrig, durch aus nicht nur ausschließlich aus Hamm, sondern auch aus der näheren Umgebung. „Da profitieren wir als Innenstadtkirmes natürlich von der Nähe zum Bahnhof und der guten Erreichbarkeit“, sagt der Schaustellervereins-Vorsitzende.
Mr. Gravity erstmals beim Stunikenmarkt
Und den Besuchern wird einiges geboten: Zwölf Fahrgeschäfte sollen für Spaß, Spannung und Nervenkitzel sorgen. Zum ersten Mal in Hamm ist „Mr. Gravity“, der entsprechend prominent vor der Pauluskirche platziert wird. „Es sieht aus wie eine Bratpfanne“, sagt Danny Seonie, 1. Schriftführer des Schaustellervereins, schmunzelnd. Doch die Erfinder des Karussells kochen damit nicht auf Sparflamme: Die drehbare Scheibe erhebt sich 20 Meter in die Höhe, und auf der „Bratpfanne“ befinden sich Gondeln, die sich ebenfalls drehen.
Das Riesenrad wird ebenfalls auf dem Marktplatz aufgebaut, diesmal nicht frontal vor, sondern neben der Pauluskirche. Hier findet am 13. September die Eröffnung statt. Auf die Widumstraße zwischen Torino und WA ist mit „Rock‘n‘Roll“ ein Überkopffahrgeschäft, das nichts für schwache Nerven ist. An einem 23 Meter langem Arm drehen sich die Gondeln. Weitere Fahrgeschäfte am Marktplatz sind die Überschlagschaukel „Intoxx“, der verrückte Clown sowie ein Kinder- und ein Kinderkettenkarussell.
Autoscooter und Musikexpress auf dem Santa-Moinikca-Platz
Die Kirmesklassiker stehen auf dem Santa-Monica-Platz: der Autoscooter und der Musikexpress. Dazu kommen das Laufgeschäft „Pirates Adventure“, das 40 Meter hohe Kettenkarussell „Big Ben“, der „Crazy Dancer“ und einige Kinderkarussells.
Und die Preise? „Wir geben den Schaustellern keine Preise vor, gehen aber davon aus, dass die meisten Preise ähnlich wie im vergangenen Jahr sein werden“, sagt Röhrig. Schließlich solle die Kirmes weiterhin familienfreundlich sein.
Gut die Hälfte der 90 Stände und Fahrgeschäfte auf dem Stunikenmarkt stellen übrigens die Hammer Schausteller, sagt Seonie. Insgesamt zählt der Hammer Schaustellerverein gut 100 Mitglieder. Für viele ist der Stunikenmarkt als Heimspiel die wichtigste Kirmes im Jahr, andere sind zeitgleich bei einer anderen Kirmes. Die Schaustellen wohnen übrigens während des Stunikenmarkts auf dem Platz vor den Zentralhallen. Hier werden während der Kirmestage gut 60 Wohnwagen stehen.
„Wir alle hoffen auf eine friedliche, fröhliche Kirmes und strahlende Kinderaugen“, sagt Uwe Röhrig. Und trotzdem ist die Messertat von Solingen natürlich auch bei den Schaustellern ein Thema.
„Eine absolute Sicherheit kann es nicht geben“, ist sich Röhrig bewusst. Er und Seonie setzen auf die Freude, die der Stunikenmarkt den Menschen in Hamm und Umgebung bereite.