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Die Klinik für Manuelle Therapie (KMT) hat am Mittwoch ihren mittlerweile dritten Erweiterungsbau eingeweiht.
Hamm – Der dreigeschossige Trakt „D“ bietet 46 Patientenzimmer, einen umfangreichen Therapiebereich und eine Tiefgarage. Dafür hat die Klinik 20 Millionen Euro investiert. Beschäftigten, Bauleuten und Gästen gefiel der Neubau gut. Gebaut wird seit 2022. Beauftragt wurde erneut das Architekturbüro Noweck+Pahmeyer aus Hamm, das bereits den zweiten Erweiterungsbau (2012) entworfen hatte. Der Altbau von 1963 war 1992 erstmals erweitert worden.
Neubau der Klinik für Manuelle Therapie eingeweiht: Fassade mit 68 Säulen
68 Säulen gliedern die Fassade des neuen Traktes, auf dem Dach sorgen Begrünung und Solaranlage für gutes Klima, Energie kommt außerdem aus einem eigenen Ökogas-Kraftwerk, Wasser aus einer Zisterne. Im Erdgeschoss gibt es eine Trainingsfläche, in den beiden Obergeschossen nur noch Ein- und Zweibettzimmer, unterbrochen von Aufenthaltsräumen, die hier „Lounge“ heißen.
Mit dem Neubau hat die KMT auch einen neuen Eingangsbereich mit Empfang erhalten. Der ist zur Fährstraße ausgerichtet, weshalb die Postadresse geändert wird: Aus Ostenallee 83 wird Fährstraße 2a. Davor ist „Kunst am Bau“ platziert: Der Künstler Harald K. Müller hat dafür die Bronzeskultur „In Bewegung“ geschaffen, die von der Volksbank-Stiftung finanziert wurde.
Neue Behandlungskonzepte
Chefarzt Dr. Jens Adermann zufolge ist der Neubau veränderten Behandlungskonzepten geschuldet. Man setze inzwischen auf die körperliche Aktivierung der Patieten, weshalb Trainingsflächen immer wichtiger und größer würden. Die Ansprüche in Sachen Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Patienten-Komfort seien ebenfalls gestiegen. Die Bettenzahl bleibe konstant, sagte Geschäftsführer Karl Ehrmann. Aber man gewinne mit dem Neubau zusätzlichen Platz für die einzelnen Patienten.
Architekt Volker Pahmeyer lobte die Zusammenarbeit mit Bauverwaltung und Baufirmen; der allergrößte Teil der Aufträge sei an Hammer Unternehmen vergeben worden. Restarbeiten sind noch zu erledigen, aber mit dem, was vollendet ist, sei man „glücklich und zufrieden“, so der KMT-Beiratsvorsitzende Dr. Gerd Pickl-Gilberg. Der Bau sei ein „Schmuckstück für den Hammer Osten“.
Die Klinik hatte zuletzt prominenten Besuch: In Hamm spricht Sophia Thomalla mit betroffenen Patienten. KMT-Chefarzt Jens Adermann verrät die Hintergründe des ungewöhnlichen Besuchs.
