- VonUlrich Willeschließen
Der Südfeldweg wird noch länger in seinem „schlechten“ Zustand bleiben. Die Stadt behauptet, die Straße sei verkehrssicher - zum Ärger der Rhyneraner CDU-Fraktion.
Rhynern - Die CDU habe bereits seit einiger Zeit beobachtet, dass die Banketten am Südfeldweg wieder tief ausgefahren sind, heißt es in dem Antrag. Teilweise betrage der Höhenunterschied zwischen Straße und Bankette mehrere Zentimeter. Dies führe nicht nur zu verstärktem Abbrechen der Fahrbahnkanten, sondern bedinge auch eine erhöhte Gefährdungssituation für alle Verkehrsteilnehmer – besonders für Radfahrer.
Gefährlich für Radler und Fußgänger
Die CDU-Fraktion regte deshalb an, die Bankette rechts und links des Südfeldweges wieder bis zur Fahrbahnkante aufzufüllen und die Fahrbahnkante in diesem Zuge auch wieder in Ordnung zu bringen. Ausweichsituationen im Begegnungsverkehr sowie die allgemeine Sicherheitslage für Radfahrer würden dadurch erheblich verbessert.
Die Stellungnahme der Verwaltung ist allerdings ernüchternd: Der Südfeldweg werde durch den städtischen Bauhof in einem verkehrssicheren Zustand gehalten. Die Banketten würden durch den städtischen Bauhof im Rahmen der finanziellen und personellen Möglichkeiten ausgebessert, hieß es da lediglich.
CDU-Fraktionsvorsitzender Heinrich Saarbeck hält die Stellungnahme der Stadt für eine Zumutung. „Die Verwaltung behauptet einfach, der Südfeldweg ist in Ordnung und damit hat es sich“, sagte er. Der Weg sei aber nicht in Ordnung. Das sehe jeder, der diese Straße regelmäßig nutze. Der Südfeldweg sei ein Zubringer zum neuen Haltepunkt in Westtünnen und werde künftig sicherlich noch stärker frequentiert. Es sei also wichtig, dass die Straße in einem guten Zustand sei – für alle Verkehrseilnehmer: Autos, Radfahrer und Fußgänger. Ein Ausbau sei zwar zu erwarten, wenn das Baugebiet südlich des Haltepunktes irgendwann einmal kommen wird. Das werde aber noch etliche Jahre dauern.
Zubringer zum neuen Haltepunkt
„Es muss doch möglich sein, wie bei den Ausweichbuchten, den Graben zu verrohren und dann die Straße für einen Geh- und Radweg zu erweitern“, ergänzte Claudia Breer (CDU). Einen entsprechenden Antrag der CDU hatte die Mehrheit allerdings in der Sitzung abgelehnt – es stünden keine Haushaltsmittel zur Verfügung, hieß es.
Immerhin werden mit der Inbetriebnahme des Haltepunktes rund 1000 Fahrgäste pro Tag prognostiziert. Die müssen – mit welchen Verkehrsmitteln auch immer – über die Zubringerstraßen zum Haltepunkt gelangen. Der Verkehr wird sich in jedem Fall erhöhen. Aus diesem Grund sieht die CDU-Fraktion dringenden Handlungsbedarf. „Bislang ist der Südfeldweg das, was er immer war: Ein Wirtschaftsweg“, machte Breer erneut deutlich.