VonConstanze Juckenackschließen
Hamm will eine fahrradfreundliche Stadt sein, doch ein Teil der Radinfrastruktur ist veraltet und zu klein. Das Land NRW unterstützt nun den Bau von Fahrradbrücken, -wegen und -parkhaus mit knapp 1,9 Millionen Euro.
Hamm – Wer künftig in die Innenstadt radelt, soll sein Gefährt bequem in einem Fahrradparkhaus an der Stadthausstraße abstellen können. Begann die Fahrt im Hammer Osten, dann führte sie vielleicht über den Dunantweg auf der Rückseite des Hochschul-Geländes. Der soll demnächst bequeme 3,50 Meter breit sein und nicht mehr wie bisher 1,80 Meter. Vier Projekte für Radfahrer und Fußgänger in Hamm fördern das Land und in kleinen Teilen der Bund. Insgesamt 1,9 Millionen Euro fließen aus dem Nahmobilitätsprogramm 2024 in die Stadt.
Projekt Fahrradparkhaus: ein Stück Holland für Hamm
Das Fahrradparkhaus soll Teil eines Wohnhauses sein, das die Hammer Gemeinnützige Baugenossenschaft in einer Baulücke an der Stadthausstraße errichten will. Insgesamt sollen dort 310 Fahrradständer entstehen, 32 Lademöglichkeiten für E-Bikes sowie Platz für Lastenräder und eine Self-Service-Station. Das Buchungs- und Betriebssystem des Parkhauses soll an das der Radstation am Bahnhof angeschlossen werden. Die Kosten für das Wohnhaus samt Fahrradparkhaus liegen bei 3,45 Millionen Euro. Gefördert wird das Projekt mit 778.000 Euro.
Neue Brücke über die Alte Ahse
559.000 Euro Förderung soll es für den Neubau der Fußgänger- und Radwegebrücke vom Dr.-Johannes-Kroker-Weg über die Alte Ahse in den OLG-Park geben. Die aktuelle Brücke aus dem Jahr 1980 ist zwei Meter breit – nach heutigem Standard zu schmal. Die Stadt plant nun einen vier Meter breiten Neubau. Die Baukosten werden auf 589.000 Euro geschätzt.
Endlich breiter: Der Dunantweg soll ausgebaut werden
Der Dunantweg auf der Südseite des Hochschulgeländes soll von der Marker Allee aus bis zum Holunderweg ausgebaut werden, mit einer Breite von 3,50 bis vier Metern. Damit wäre er etwa doppelt so breit wie bisher. Ebenso wie die Alte-Ahse-Brücke gilt der aktuelle Radweg als zu schmal. Der Ausbau kostet voraussichtlich 317 000 Euro. Das Land NRW trägt knapp einen Anteil von etwa 270.000 Euro.
Ersatz für zu schmale Brücke
Und ein weiterer Ersatz für ein zu schmales Bauwerk: Die Fußgänger- und Radwege-Brücke am Blauregenweg in Braam-Ostwennemar von 1976 ist 1,50 Meter breit. Auch hier ist breiterer Ersatz geplant, die Kosten von 275.000 Euro werden mit 261.000 Euro bezuschusst. Der Neubau soll 3,50 Meter breit werden.
Viel Geld für Hamm?
Insgesamt fördert das Land 230 Projekte für Fußgänger und Radfahrer mit 73,7 Millionen Euro. 1,9 Millionen Euro davon fließen nach Hamm – damit zählt die Stadt zu den zehn Städten und Gemeinden, die die höchste Fördersumme erhalten.
