VonMarkus Hannekenschließen
Am dritten Tag nach den Aufsehen erregenden Attacken auf Bushaltestellen und Autos in Hamm haben sich die Gemüter etwas beruhigt. Die Polizei ist voll und ganz mit Ermittlungsarbeiten befasst.
Hamm - An 26 Bushaltestellen und mehr als 20 Autos in Hamm waren am frühen Dienstagmorgen, 25. April, ebenso mutwillig wie offenbar willkürlich Glas- beziehungsweise Fensterscheiben zerstört worden. Sehr wahrscheinlich nutzten der oder die Täter dafür eine Druckluftwaffe, wie am Mittwoch bekannt wurde.
Passende Metallkugeln, wie sie in solchen Pistolen und Gewehren als Munition genutzt werden, hatten Beamte an einigen der Tatorte sichergestellt. Weitere „Geschosse“ seien bis Donnerstag aber nicht gefunden worden, so Polizeisprecher Hendrik Heine auf Nachfrage.
Bushaltestellen in Hamm zerstört: mit Pkw von Tatort zu Tatort?
Die Ermittlungen der Polizei haben sich damit aus dem Fokus der Öffentlichkeit heraus verlagert. „Mögliche Zeugen werden befragt, und wir stehen im Austausch mit anderen Behörden, wo es zu gleichgelagerten Taten kam“, so Heine am Donnerstag. Damit dürften angesichts von Ermittlungen in Bergkamen und Werne vorrangig die Kollegen im Kreis Unna gemeint sein. Vermutlich fuhren die Täter mit einem Pkw von Tatort zu Tatort, womöglich endete ihre Tour dort.
Auch in anderen deutschen Städten wie Frankfurt, Dormagen, Detmold, Aurich und Oldenburg waren über die vergangenen Monate und Jahre zu nennenswerten Attacken auf Bushaltestellen verübt worden. In einigen Fällen - etwa in Recklinghausen und im Ennepe-Ruhr-Kreis - gingen die Ermittler wie in Hamm davon aus, dass die Täter eine Waffe verwendeten.
Dutzende Bushaltestellen in Hamm zerstört: Das sind einige davon




Eine Woche nach einem spektakulären Verkehrsunfall am Autohof Strängenbach an der A2 zwischen Lippetal und Hamm-Uentrop fehlt von dem Verursacher weiter jede Spur.
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