VonMaximilian Gangschließen
Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch der Pollenflug an Fahrt auf. Allergiker, unter anderem in Hamm, müssen mit einer hohen Belastung rechnen.
Hamm – Frost und dichter Nebel standen noch vor Kurzem auf der Tagesordnung. Die gute Nachricht: Damit ist es jetzt langsam vorbei, die Temperaturen steigen und auch die ersten Frühblüher erwachen aus dem Winterschlaf. Die schlechte Nachricht: Damit startet auch die diesjährige Pollensaison, die Allergikern das Leben schwer machen wird.
Höchste Intensitätsstufe: DWD warnt vor Pollenbelastung in Hamm
Bereits am Samstag sorgen Hasel und Erle für eine mittelschwere Pollenbelastung in Hamm. Das geht aus dem sogenannten Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Auch im weiteren Verlauf des Wochenendes ist keine Entspannung in Sicht: Am Sonntag geht die Behörde in puncto Erle von einer hohen Belastung aus, die höchste Intensitätsstufe des DWD. Bei der Hasel wird weiterhin eine mittelschwere Belastung erwartet.
„Für Allergiker in Hamm beginnt nun wieder eine harte Zeit. Hasel, Erle, Pappel, Weide und Ulme werden schon jetzt an windigen Tagen in teils großen Mengen durch die Luft getragen“, wird AOK-Serviceregionsleiter Nord-West Jörg Kock in einer Mitteilung zitiert. Die Folge: Niesattacken, Schnupfen, tränende und rote Augen bis hin zu Atembeschwerden.
Durch den Klimawandel: Pollensaison startet früher
Durch den Klimawandel mit steigenden Temperaturen beginnt die Pollensaison mittlerweile oft schon im Januar oder Februar, in sehr milden Wintern sogar bereits im Dezember. Fachleute des Deutschen Polleninformationsdienstes (PID) warnen deshalb, dass der Pollenflug jedes Jahr früher beginne und jetzt schon begonnen habe.
Das deckt sich auch mit den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Experten aus der Einrichtung zeigten am Beispiel der Hasel auf, dass sich der Beginn der Blüte seit 1951 um etwa einen Monat verfrüht hat. Durch den fortschreitenden Klimawandel müsse mit einem Fortschreiten dieser Tendenz bei gleichzeitigem Anstieg der Allergiker-Zahlen gerechnet werden, so die Einschätzung der AOK Nord-West.
AOK empfiehlt: Pollenallergie rechtzeitig behandeln
AOK-Serviceregionsleiter Kock empfiehlt: „Eine Pollenallergie sollte rechtzeitig behandelt werden. Andernfalls kann es zu einem sogenannten ‚Etagenwechsel‘ kommen, bei dem sich ein Asthma entwickelt oder weitere Allergien hinzukommen.“ Auch für Pollen gibt es verschiedene Allergietests, der häufigste bleibt aber der bekannte Prick-Test.
Das Tragen von Mund-Nasenschutzmasken können Allergikern einen guten Schutz bieten, um den Pollenkontakt zu minimieren, empfiehlt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB). Um beschwerdefrei zu schlafen, sollten die Haare abends zudem gewaschen werden.
Rubriklistenbild: © AOK/Colourbox/hfr & Screenshot/DWD

