Perspektive für Hattrop?

„Erwartbares Verhalten“: Die Soester Flut wird untersucht

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Hochwasser-Brennpunkt Hattrop: Diese Fußgängerbrücke muss aus Sicht vieler Hattroper erhöht werden. An ihr bleibe demnach bei Hochwasser Unrat hängen, wodurch sich das Wasser staue.
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Das dritte „hundertjährige“ Hochwasser in fünf Jahren in Soest. Vor allem in Hattrop haben die Bewohner des Unterdorfes die Nase voll. Doch auch am Grandweg wird gefragt, ob die Umgestaltung des Grandwegertors nicht darauf abzielte, die Kanalisation für genau solche Starkregenereignisse zu stärken.

Soest - Zwar war es nicht so extrem wie am 1. Juni 2018, doch flossen die Wassermassen auch am Nachmittag des 22. Juni 2023 den Grandweg stadteinwärts hinab. Zwischen den beiden Hochwassern wurde der Bereich Grandwegertor komplett neu gestaltet, unter anderem wurden für 930.000 Euro neue, leistungsfähigere Kanalrohre eingebaut. Heißt das, dass nach dem 2023er-Hochwasser nun überprüft werden muss, wie der Grandweg noch besser vor Hochwasser geschützt werden kann? Nein, sagt die Stadt Soest. „Es muss nicht nachgesteuert werden, der Kanalabfluss zeigt das erwartbare Verhalten“, erklärt Thomas Gerwin, Leiter des Ratsbüros.

Zur Historie berichtet Gerwin: „Vor der Kanalerneuerung wurden am Grandwegertor regelmäßig Schachtdeckel durch überstauende Kanäle aus dem Schachtrahmen gehoben.“

Der Rigaring wurde am Nachmittag des 22. Juni zum Kanal und zur nassen Falle für manchen Autofahrer.

Nach dem ersten Starkregen am 22. Juni dieses Jahres sei der Bereich durch den Kanalbetrieb kontrolliert worden. Dabei „konnten keine herausgehobenen Schächte mehr vorgefunden werden, was zeigt, dass die Kanäle nicht wesentlich überstaut waren“, so Gerwin.

Drittes „hundertjähriges“ Hochwasser in fünf Jahren: Die Flut in Soest wird untersucht

Am Kreuzpunkt Seidenstückerweg/Lippstädter Straße/Niederbergheimer Straße sammelt sich das Wasser und fließt dann die zirka 1,6 Kilometer lange Gefällestrecke Richtung Innenstadt/Grandweg. „Die Straßeneinläufe sind auf dieser Gefällestrecke deutlich größer ausgelegt, als sie sein müssten. Durch solch einen Starkregen, wie am vergangenen Donnerstag, fließt das Wasser allerdings irgendwann über die Einläufe und damit auch Richtung Innenstadt und den Schwerpunkt Grandweg. Durch den Bau von zusätzlichen Einläufen würde lediglich der Kanal schneller volllaufen und somit würde das Wasser dann auch wieder oberflächlich abfließen“, erklärt Gerwin.

Ein Anwohner hatte am Hochwasser-Donnerstag kritisiert, dass die Kanaldeckel verstopft waren und das Wasser somit nicht vernünftig habe ablaufen können. Doch da sei die Stadt nahezu machtlos. „Selbstverständlich werden die Gullydeckel regelmäßig gereinigt, nicht nur dann, wenn Starkregen angesagt ist. Das Problem ist folgendes: Wenn der Starkregen kommt, spült er große Mengen Laub auf die Straßen. Ein Gully kann vorher sauber sein, doch kommt der große Regen, wird alles reingespült“, erläutert Gerwin. Auf die Frage, welche Schlüsse die Stadt grundsätzlich aus dem letzten Hochwasser zieht, hieß es, dass man momentan noch dabei sei, das Hochwasser zu analysieren, zu untersuchen, was wo passiert ist.

Unwetter in Soest – Straßen sind überflutet

In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
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In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder
In Soest steht das Wasser auf den Straßen, Autos kommen kaum durch.
In Soest sind die Straßen überflutet. © Daniel Schröder

Welche Maßnahmen realisiert werden könnten, um ein erneutes Hochwasser in Hattrop zu verhindern, sei noch nicht absehbar. Nach den Sommerferien sollen alle, die zur Thematik etwas beitragen können, mit den Hattropern in der Schützenhalle zusammenkommen, um über Lösungen zu diskutieren. Die Hattroper sollen auflisten, welche Probleme aus ihrer Sicht zu den Hochwassern der letzten fünf Jahre geführt haben.

Hattrops Ortsvorsteher Karl-Heinz Wilms soll die Kritiklisten sammeln, bündeln und der Stadt übergeben. In der Schützenhallen-Gesprächsrunde soll den Hattropern „eine vernünftige Perspektive aufgezeigt“ werden, hieß es.

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