Tückische Masche

Kleinanzeigen-Betrug: Frau aus Hamm verliert eine Riesen-Summe

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Erneut haben Internet-Betrüger über das Verkaufsportal „kleinanzeigen.de“ in Hamm abkassiert. Und dabei eine besonders hohe Summe erbeutet.

Hamm – Opfer ist eine 47-jährige Frau, die über das Portal eigentlich nur einen Nachttisch für 30 Euro hatte verkaufen wollen. Statt um den Nachttisch, wurde die Frau aus Hamm von den Betrügern um 30.000 Euro erleichtert. Das Geld wurde am 22. August in neun Abbuchungsvorgängen auf verschiedene Konten transferiert (fünfmal in Großbritannien, viermal in Bulgarien).

Als echte Mitarbeiter von „kleinanzeigen.de“ am Folgetag einen Warnhinweis über die betrügerischen Vorgänge an die 47-Jährige schickte, war es bereits zu spät.

Bankdaten auf Fake-Seite eingetragen

Die Hammerin tappte den Betrügern in die Falle, indem sie zunächst ihre Handynummer an diese weiterleitete. Kaum vermeidbar, denn die Übeltäter hatten nach der Nummer gefragt, weil sie angeblich hatten klären wollen, wie der Nachttisch am bequemsten hätte abgeholt werden können.

Um die Verkäufe auf Kleinanzeigen (vormals Ebay Kleinanzeigen) sicherer zu machen, führten die Betreiber die „Sicher bezahlen“-Funktion ein. Doch genau die machen sich Betrüger zunutze.

Der folgenreichste Fehler war sodann, dass sie von den Tätern eine SMS mit einem Link erhielt und auf diesen klickte. Sie wurde auf eine gefälschte „kleinanzeigen“-Seite geleitet, auf der sie fürs „Sichere Bezahlen“ ihre Bankdaten eintragen sollte. Die Verkaufsplattform bietet so eine Funktion tatsächlich ebenfalls an.

Neun Überweisungen im vierstelligen Bereich

Dem kam sie nach und aktivierte offenbar auch ihre Banking-App. Die genauen Modalitäten waren am Mittwoch auch bei der Polizei noch unklar: Jedenfalls buchten die Täter neunmal Beträge zwischen 1 .000 und 4.000 Euro ab.

In Hamm gab es in der Vergangenheit bereits mindestens einen vergleichbaren Fall. Damals verlor eine Hammerin knapp 2.000 Euro. Unterdessen steht bald ein Hammer vor Gericht, der im Zuge von Masken-Deals betrogen haben soll. Der Schaden dabei: 150.000 Euro.

Rubriklistenbild: © Rüdiger Wölk/Imago

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