„Zeichen der Hoffnung“:

Kölner Dom leuchtet trotz Energiekrise wieder – zumindest ein bisschen

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Der Kölner Dom wird nachts wieder beleuchtet – trotz Energiekrise. Dahinter steckt eine besondere Botschaft: ein „Zeichen der Hoffnung und Zuversicht“.

Köln – Seit August blieb der Kölner Dom dunkel. Als Folge der Energiekrise. Zuletzt hieß es ab 22 Uhr „Licht aus“ beim wohl bekanntesten Bauwerk in Köln. Doch damit ist jetzt Schluss – zumindest teilweise. Denn die Spitzen der Zwillingstürme werden nun von innen angestrahlt. Damit sieht man den Kölner Dom auch nachts wieder.

Kölner Dom trotz Energiekrise beleuchtet: „Zeichen der Hoffnung“

Der Kölner Dom leuchtet wieder – zumindest teilweise.

Seit dem vergangenen Wochenende leuchten die Domspitzen Kölner Doms wieder. Und das hat einen besonderen Hintergrund. „Der Dom begrüßt und unterstützt alle städtischen Energiesparmaßnahmen“, erklärt das Domkapitel am Montag (17. Oktober). „Sie sind sinnvoll und in diesen Zeiten unerlässlich.“ Doch die Domspitzen sollen „auch in Krisenzeiten die ganze Nacht lang im Stadtbild erkennbar bleiben – als dezentes Zeichen der Hoffnung und Zuversicht“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Dafür haben sich Domkapitel und Stadt laut Mitteilung gemeinsam entschieden. Allerdings ist der Dom nicht komplett und in voller Strahlkraft beleuchtet. Es handelt sich um eine reduzierte Beleuchtung. Lediglich die beiden Spitzen sind von innen angestrahlt. Früher wurde der ganze Dom nachts angestrahlt und war noch aus großer Entfernung zu sehen. Der „sehr reduzierte Beleuchtungsakzent“ soll voraussichtlich bis Ende Februar bleiben.

Energiekrise in Köln: Kölner Dom wieder beleuchtet – was ist mit den anderen Maßnahmen?

Die weiteren Energie-Sparmaßnahmen der Stadt sollen vorerst jedoch wohl nicht gelockert werden. Allein durch das Dämmen der Straßenbeleuchtung kann viel Strom gespart werden, wie die RheinEnergie auf Nachfrage von 24RHEIN mitteilte. „Durch die Dimmung von rund 20.000 Lichtpunkten lassen sich täglich rund 4000 kWh Energieverbrauch einsparen.“ Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch in einem 3-Personen-Haushalt, der zwischen 2.500 und 4.500 Kilowattstunden liegt.

Köln will Energie sparen: Die Maßnahmen im Überblick

  • Die Straßenbeleuchtung in Köln wird um 23 Uhr auf 50 Prozent gedimmt. Außerdem wird die Beleuchtung später ein- und früher ausgeschaltet
  • Die Beleuchtung bestimmter Bauwerke (z.B. Historisches Rathaus, Hohenzollernbrücke und Severinsbrücke) und weitere Beleuchtung an insgesamt über 132 Objekten wird zunächst um 23 Uhr und ab Herbst um 22 Uhr abgeschaltet
  • Die Beleuchtung der Pylone am RheinEnergie-Stadion wird abgeschaltet
  • Die Temperatur in den städtischen Büros soll in der Heizperiode maximal 19 Grad betragen
  • Im Sommer wird die Klimatisierung der Räume auf ein Minimum reduziert
  • In den Schulen ohne offene Ganztagsschule oder Ferien-Betrieb wird in der Ferienzeit die Aussetzung einer Raumtemperaturabsenkung wieder eingeführt
  • Das Personal der Stadt wird nochmals hinsichtlich eines energieeffizienten Verhaltens sensibilisiert
  • Die Betriebsparameter (beispielsweise Raumtemperatur und Energieverbrauch) werden angepasst, zum Beispiel in Fahrzeughallen, Waschhallen, Lagerhallen et cetera., sodass diese nur frostfrei gehalten werden

(jw mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Ying Tang/NurPhoto/Imago

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