VonJohanna Werningschließen
An Weiberfastnacht fließen Kölsch und alkoholische Getränke in Massen. Die Stadt Köln richtet darum ein besonderes Notfallzentrum für Betrunkene ein.
Köln – An Weiberfastnacht (8. Februar) herrscht in Köln traditionell Ausnahmezustand. Die ganze Stadt wird zur Party-Zone. Alkoholische Getränke sind dabei für viele an der Tagesordnung. Oftmals gibt es das erste Kölsch schon in den frühen Morgenstunden. Dadurch kommt es immer wieder zu sogenannten „Alkoholleichen“ – und genau für die richtet die Stadt Köln erstmals ein besonderes Notfallzentrum ein.
Erstmals zu Karneval – Köln richtet Notfallzentrum für Betrunkene ein
Im Kölner Karneval sind Polizei, Ordnungsamt und private Sicherheitsleute im Großeinsatz. Auch die Feuerwehr rechnet mit deutlich mehr Einsätzen als an einem „normalen“ Tag, so die Stadt Köln. Das liegt unter anderem daran, dass viele Feiernde den Alkoholkonsum unterschätzen. Immer wieder müssen Betrunkene darum in Krankenhäuser gebracht werden. Hier schlafen sie ihren Rausch aus, sie bekommen Infusionen oder ihnen wird sogar der Magen ausgepumpt. Doch das soll sich im Kölner Karneval 2024 jetzt ändern. „Um die umliegenden Krankenhäuser zu entlasten, wird die Feuerwehr an Weiberfastnacht und am Rosenmontag erstmalig ein Notfallversorgungszentrum am Berufskolleg Humboldtstraße einrichten“, erklärt die Stadt Köln.
„Medizinisches Fachpersonal betreut dort alkoholisierte, stabile Patient*innen und überwacht sie medizinisch, bis sie selbstständig oder in Begleitung den Nachhauseweg antreten können.“ Konkret: Die „Alkoholleichen“, die lediglich bewacht und nicht aufgrund eines medizinischen Notfalls ins Krankenhaus müssen, können dort sicher, geschützt und medizinisch überwacht ihren Rausch ausschlafen.
So wird in Köln Weiberfastnacht gefeiert
► Termin: Weiberfastnacht fällt in diesem Jahr auf den 8. Februar 2024 (Donnerstag).
► Wo wird gefeiert?: In ganz Köln wird dann der Karneval gefeiert, ob in der Kneipe, im Club oder auf der Straße. Es gibt allerdings besondere Party-Hotspots.
► Sicherheitskonzept: Auch in diesem Jahr gilt ein strenges Sicherheitskonzept – vor allem rund um die Zülpicher Straße. Außerdem gibt es auch in diesem Jahr wieder in Teilen von Köln ein Glasverbot. Erstmals gibt es auch ein Notfallversorgungszentrum für Betrunkene.
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Karneval in Köln: Stadt hat großes Sicherheitskonzept für Weiberfastnacht 2024
Das Notfallversorgungszentrum ist eine von vielen Maßnahmen im Sicherheitskonzept für den Kölner Karneval. Zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag wird das komplette Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße größtenteils abgesperrt und zum Feier-Hotspot für unzählige Karnevalsfans.
Die konkreten Maßnahmen neben dem Notfallversorgungszentrum: Unter anderem Absperrungen, Entlastungsflächen sowie Einlassschleusen. Denn auch in diesem Jahr wird es wohl wieder voll – obwohl es für Köln eine Dauerregen-Warnung gibt. (jw)
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