Karneval an der Zülpicher Straße feiern – alle Infos für Weiberfastnacht im Überblick
VonJohanna Werning
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Für den Köln Karneval gilt 2024 ein besonderes Sicherheitskonzept – vor allem für die Zülpicher Straße. Dabei gibt es einige Neuerungern.
Köln – In diesem Jahr gibt es wieder ein städtisches Sicherheitskonzept für den Kölner Karneval. Dabei stehen die Sicherheitsmaßnahmen für die Party-Hotspots rund um Altstadt, Südstadt und vor allem Zülpicher Straße im Fokus. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es dabei zwei große Änderungen. 24RHEIN zeigt kompakt im Überblick, was jeder wissen sollte, der rund um die Zülpicher Straße Karneval feiern möchte.
Zülpicher Viertel – Überblick zu den Sicherheitsmaßnahmen im Kölner Karneval 2024
► Allgemein: Das Zülpicher Viertel (rund um die Zülpicher Straße) wird wieder komplett abgesperrt. Die Eingänge werden von Mitarbeitern einer privaten Sicherheitsfirma kontrolliert. Auch die Polizei ist vor Ort. Außerdem gilt ein Glasverbot.
►Eingangssituation: Die Besucher kommen wieder über zwei Haupteingänge auf die Zülpicher Straße. Einmal auf Höhe des Rathenauplatzes, und einmal über mehrere Schleusen an der Uniwiese, die schließlich zum Eingang auf Höhe der Uni-Mensa führen.
► Zugänge für Anwohner: Anwohner können Sondereingänge nutzen. Ein Ausweisdokument mit entsprechender Adresse reicht, um Zugang zu erhalten. Alternativ gibt es Armbändchen, die vorab von der Stadt Köln ausgegeben worden sind.
► Zugänge für Beschäftige: Menschen, die an den Karnevalstagen im Bereich Zülpicher Viertel zur Arbeit müssen, können ebenfalls die Sondereingänge nutzen. Die Stadt hat hierfür genaue Informationen an die Gewerbetreibende verschickt. Auch hier sollen Armbändchen die Zugangskontrollen vereinfachen.
► Zugänge für Gäste mit Eintrittskarten: Wer an den Karnevalstagen eine Karte für eine Veranstaltung im Zülpicher Viertel hat, kann ebenfalls leichter durch die Eingangskontrollen kommen. Hier soll das Ticket als Zugangsvoraussetzung gelten.
► Uniwiese: Die Wiese selbst wird für die Massen als Entlastungsfläche abgesperrt und im Notfall geöffnet. Bei Bedarf kann der Bereich weiter ausgeweitet werden. Die Bereiche, die für die Eingangsschleusen genutzt werden, werden zudem mit Schutzmatten verkleidet.
► Aachener Weiher: Der Bereich rund um den Aachener Weiher wird ebenfalls gesperrt – zumindest teilweise. Gesperrt wird die Wasserfläche und die beiden Wäldchen oberhalb des Weihers. So sollen mögliche Schäden der Fläche verhindert werden.
► Im Zülpicher Viertel gilt wie in der gesamten Kölner Innenstadt ein Lkw-Fahrverbot. Dann dürfen keine Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen in der Innenstadt unterwegs sein. Es gilt Weiberfastnacht, Sonntag und Rosenmontag jeweils von 8 bis 2 Uhr am Folgetag.
► Glasverbot: In diesem Jahr gilt wieder ein Glasverbot in Teilen von Köln. In der Altstadt gilt wie an Karneval seit Jahren üblich ein Glasverbot an Weiberfastnacht von 8 Uhr bis Karnevalsfreitag um 8 Uhr, Karnevalssamstag von 12 Uhr bis Karnevalssonntag um 8 Uhr. Im Kwartier Latäng dürfen Flaschen oder andere Behältnisse aus Glas an Weiberfastnacht von 8 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag, Karnevalsfreitag von 15 Uhr bis Samstag um 8 Uhr sowie Samstag von 12 Uhr bis Sonntag um 8 Uhr nicht mitgebracht werden. Rosenmontag gilt dort ein Glasverbot von 15 Uhr bis 8 Uhr am Dienstag. In der Südstadt werden Feiernde zwischen Weiberfastnacht, 8 Uhr, und Karnevalsfreitag, 8 Uhr, gebeten, freiwillig auf Glas zu verzichten.
So kommt man während Weiberfastnacht 2024 auf die Zülpicher Straße
Für die Zülpicher Straße gibt es zwei Eingänge, die Feiernde nutzen können. Einmal an der Roonstraße und einmal an der Unimensa. Vor den Eingängen gibt es jedoch Schleusen, um den Zugang zu kontrollieren. Sind die Zülpicher Straße und die umliegenden Bereiche voll, werden die Eingänge gesperrt. Dann wird die Uniwiese als Entlastungsfläche geöffnet – samt Musik und Getränkestände. Allerdings ist die „Mitnahme von Musikboxen und sperrigen Gegenständen wie Handkarren“ verboten, so die Stadt Köln. Übrigens: Karneval kompakt liefert alle aktuellen News aus der 5. Jahreszeit.
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Damit sich das nicht wiederholt, gibt es nun auch hier in diesem Jahr Sperrungen. Konkret geht es dabei um die Bereiche, die schwieriger nach den Partys gesäubert werden können, erklärt die Stadt. Das sind der Weiher wie auch die beiden Wäldchen oberhalb der Wasserfläche. „So sollen Schäden – beispielsweise an den Bäumen – verhindert werden“, erklärt eine Stadtsprecherin. Auch die KVB bereit sich an Karneval auf einen Partyvolk-Ansturm vor – dadurch kommt es zu massiven Änderungen im Fahrplan.
Alternative zur Zülpicher Straße – Karnevalsparty auf den Ringen an Weiberfastnacht
Doch die womöglich größte Änderung gibt es etwas außerhalb des Zülpicher Viertels: Erstmals gibt es eine Veranstaltung, die eine konkrete Alternative zur Zülpicher Straße sein und vor allem die jüngeren Karnevalsfans ansprechen soll. Die Veranstaltung findet auf dem Hohenstaufenring zwischen der Schaafenstraße und der Schaevenstraße statt. Dahinter steckt die Karnevalsgesellschaft „Die Grosse von 1823“. Bei „Open Ring“ auf dem Hohenstaufenring sollen bis zu 7.500 Menschen gleichzeitig feiern können. Über den Tag verteilt könnten dort insgesamt 20.000 Menschen unterwegs sein, sagt Gesellschaftspräsident Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller.
Ab 9 Uhr morgens gibt es bei der Veranstaltung in der Nähe vom Rudolfplatz (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) ein buntes Bühnenprogramm mit mehreren DJs und Karnevalsbands. Mit dabei sind unter anderem Kempes Feinest, Kuhl un de Gäng und die Rhythmussportgruppe.
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Weiberfastnacht und Rosenmontag in Köln: Ausnüchterungszone in der Innenstadt
Insgesamt sind an Karneval 1000 Polizistinnen und Polizisten, 200 Ordnungsamtskräfte der Stadt und 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens unterwegs. Auch die Feuerwehr rechnet mit deutlich mehr Einsätzen als an einem „normalen“ Tag, so die Stadt Köln.
Unter anderem wird darum am Rautenstrauch-Joest-Museum vorübergehend eine eigene Rettungswache eingerichtet. Um die umliegenden Krankenhäuser zu entlasten, wird die Feuerwehr an Weiberfastnacht und am Rosenmontag zusätzlich erstmalig ein Notfallversorgungszentrum (NVZ) am Berufskolleg Humboldtstraße einrichten. „Hier betreut medizinisches Fachpersonal alkoholisierte, stabile Patient*innen und überwacht sie medizinisch, bis sie selbstständig oder in Begleitung den Nachhauseweg antreten können“, so die Stadt Köln. (jw)