- VonFrank Lahmeschließen
Nach den Messer-Angriffen in Hamm gibt es jetzt ein personenbezogenes Messerverbot in Hamm. Zudem wurden Details zum Angriff am Hauptbahnhof bekannt.
Hamm – Auch die Polizei in Hamm wird ein personenbezogenes Messerverbot in Hamm einführen. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von wa.de. Bekannte Straftäter, die von der Polizei als gefährlich eingestuft sind, dürfen nach Verbotseinführung kein Messer oder messerähnlichen Gegenstand bei sich haben. Das Zuwiderhandeln wird mit mindestens dreistelligen Geldbußen geahndet.
Nach Messer-Attacken in Hamm: Verbot für Straftäter
Die Hammer Polizei folgt damit dem Vorbild aus Dortmund, wo das Verbot vor einem Monat eingeführt wurde. In Hamm war die Verbots-Prüfung nach der Messerattacke vom Westentor, wo am 18. Mai einem Radfahrer von einem offenbar psychisch kranken Mann ohne jeden Grund das Gesicht zerschnitten worden war, eingeleitet worden. Die Prüfung sei nunmehr abgeschlossen. Wie viele Personen in Hamm in den Fokus genommen werden, ist noch unter Verschluss.
Messer-Angriffe am Hauptbahnhof Hamm - Details zur Tat
Bei der Messerattacke von Samstag am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Hamm, bei der ein 39-jähriger Mann schwer verletzt wurde, ermittelt nunmehr eine Mordkommission der Polizei Recklinghausen. Dortmund ist wegen der Fußball-EM außen vor.
Nach Informationen soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 22-jährigen Iraker handeln. Er soll das aus Ägypten stammende Opfer (39) aus einer Unterbringungseinrichtung gekannt haben. Zur Tatzeit um 1.25 Uhr soll der Ägypter auf Bahnhofsvorplatz auf einer Bank gesessen und Musik gehört haben. Der Beschuldigte soll versucht haben, ihm seinen Rucksack zu stehlen.