Unwetter in Dortmund

Mit Besen und Holzlatten: Dortmund kämpft bei EM-Spiel gegen Sturzregen

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Es war ungemütlich in Dortmund am Dienstag. Aufgrund des Unwetters samt Starkregen kam es auch zu Auswirkungen auf das EM-Spiel.

Dortmund – Am Dienstagabend lief das EM-Spiel Türkei gegen Georgien. Gespielt wurde dabei im Dortmunder Stadion in NRW. Und dort kam es aufgrund der unwetterartigen Regenschauer zu kuriosen Szenen. Mit Besen, Holzlatten und viel Körpereinsatz versuchten Ordner, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Sie fegten am Dienstagnachmittag das Wasser, das sturzbachartig von den Dächern fiel und die Treppen hinunterfloss, in offene Gullys.

Mit Holzlatten und Besen: Dortmund kämpft bei EM-Spiel gegen Sturzregenfälle

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Dienstabend vor Starkregen und Unwetter in Dortmund und NRW. „Gefahr durch vereinzelte, rasche Überflutungen von Straßen/Unterführungen; Aquaplaning. Handlungsempfehlungen: Verhalten im Straßenverkehr anpassen; überflutete und gefährdete Abschnitte (wie Unterführungen) meiden“, so der DWD.

Und genau zu solchen Szenen kam es in Dortmund. Aufgrund des Unwetters blieben Autos in Unterführungen wie an der Unionsstraße stecken. Mindestens ein Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste aus dem Wasser gezogen werden. Auch das Deutsche Fußballmuseum lief voll. Die Feuerwehr setzte dort Pumpen ein. Mehrere Straßen seien zudem überflutet worden, auch eine U-Bahn-Station sei mit rund zehn Zentimetern Wasser vollgelaufen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Dortmund gegenüber der dpa. Verletzt worden sei niemand.

Beim EM-Spiel in Dortmund kam es zu massiven Schauern.

Und auch die beliebte Kneipe B-Trieb im Kreuzviertel ist am Dienstag vollgelaufen. „Wegen Wasserschaden, bleibt der Laden zu heute, morgen sind wir wieder da für das Deutschlandspiel“, heißt es in einem Instapost. Teilweise wurden die Fanzonen in NRW aufgrund des Unwetters geschlossen.

„Das schlechte Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch“, so das Fazit der Polizei Dortmund. 9.500 türkische und 7.500 georgische Fans zogen aus der Stadt im Rahmen der getrennt geführten FanWalks über Ruhrallee und Lindemannstraße in Richtung Stadion. „Bei beiden Fan Walks wurden vereinzelt pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Hierdurch wurden einzelne Fans sowie zwei Polizeivollzugsbeamte leicht verletzt. In diesem Zusammenhang wurde eine Person bis zum Veranstaltungsende in Gewahrsam
genommen. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.“

„Kurz vor Spielbeginn kam es darüber hinaus zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten beider Fanlager im Stadion“, so die Polizei weiter. „Durch unmittelbares Einschreiten von Ordnungs- und Polizeikräften konnte die Auseinandersetzung unterbunden werden. Anlassbezogene Strafverfahren wurden auch hier eingeleitet.“

Unwetter in NRW: Experte spricht von erhöhter Tornado-Gefahr

Laut Kachelmannwetter gab es am Dienstagmittag gegen 14 Uhr kurz vor Düsseldorf eine „giftige Zelle mit Rotation“. Die Tornado-Gefahr sei erhöht gewesen. Ob es letztlich tatsächlich zu einem Tornado kam, ist ungewiss.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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