VonSimon Stockschließen
Johanna Werningschließen
In NRW drohen am Dienstag Unwetter. Der DWD warnt vor schweren Gewittern, auch Tornados und Orkanböen sind nicht ausgeschlossen. Es könnten sich Superzellen bilden.
Hamm – Bis zum Start der Sommerferien in NRW sind es gerade einmal vier Wochen. Doch schaut man aktuell aus dem Fenster, sieht es alles andere als sommerlich aus. Statt blauen Himmel und Sonnenschein sind viel eher Gewitterwolken und Schauer an der Wetter-Tagesordnung. Und auch in der neuen Woche „kann es sehr ruppig werden“ – auch wenn es deutlich wärmer wird, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net.
Am Dienstag, 18. Juni, drohen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Westen schwere Gewitter. Der Dienst spricht von einer „Schwergewitterlage“. Es gibt eine Vorabwarnung.
DWD warnt vor schweren Gewittern am Dienstag in NRW
Bis in die Nacht muss am Dienstag mit Unwettern gerechnet werden. Dabei sind Hagel zwischen 1 und 3 cm, schwere Sturmböen um 90 km/h und Starkregen bis 25 l/qm möglich. Örtlich besteht zudem Gefahr von größerem Hagel bis 5 cm, orkanartigen Böen um 110 km/h (Bft 11) und heftigem Starkregen bis 40 l/qm in kurzer Zeit, bzw. um 50 l/qm in wenigen Stunden. Vereinzelte Orkanböen bis 120 km/h (Bft 12) und Tornados sind nicht ausgeschlossen.
Ab Dienstagnachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch im Norden auch abseits von Gewittern Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 l/qm in 6 Stunden möglich, strichweise auch bis 40 l/qm nicht ausgeschlossen.
Stand: Dienstag, 16.36 Uhr, Quelle: DWD
„Kann sehr ruppig werden“: Starkregen, Tornados und Unwetter drohen
Zwar kommen wir von der Schafskälte zur Blitz-Hitze. Sommerlich geht es trotz der hohen Temperaturen allerdings nicht zu. Die Rede ist von Sturmböen und Starkregen in Deutschland. „Und auch die Bildung von Tornados ist nicht ganz ausgeschlossen“, heißt es bei Wetter.net weiter. „Schwüle Luftmassen sorgen dabei für ein hohes Unwetterpotenzial. Wer auf ein Sommerhoch hofft, den muss ich leider weiter enttäuschen. Da ist aktuell bedauerlicherweise gar nichts in Sicht“, so Jung weiter.
„Heute bevorstehende Schwergewitterlage, Unwetter wahrscheinlich“, schreibt der DWD in seiner Vorhersage am Dienstagmorgen. Es drohen Gewitter, Starkregen, schwere Sturmböen und teils bis zu 5 Zentimeter großer Hagel. Sogar Tornados und Orkanböen seien nicht ausgeschlossen. Von der Vorabwarnung des DWD sind bis auf die nördlichsten Zipfel von NRW alle Landesteile betroffen.
Und auch die restliche Woche sieht es nicht gut aus. „Donnerstag und Freitag bleiben wechselhaft mit Regenfällen und teils kräftigen Gewittern. Besonders am Freitag besteht erhöhtes Unwetterpotential.“
„Wenn kalt und nass der Juni war …“: Bauernregel zum Sommerwetter 2024
Die aktuellen Prognosen machen dabei auch auf die kommenden Wochen und Monate wenig Hoffnung – zumindest wenn es nach einer alten Bauernregel geht. „Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr“, besagt eine Bauernregel. Laut dieser Weisheit soll also das Wetter im Juni das Wetter für den Rest des Jahres vorhersagen. Ähnliches prognostizieren der Siebenschläfer-Tag und weiteren Bauernregeln: „Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.“
Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa


