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Eisglätte führt zu Chaos und Unfällen in NRW - Lkw im Garten, Bus auf der Seite

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Schnee und Eis sorgten am Mittwochmorgen für Staus und Unfälle auf den Straßen und Autobahnen von NRW. Ein Überblick.

  • Schnee und Eis sorgten am Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen für teils chaotische Zustände auf den Straßen.
  • Durch die Witterung kam es zu zahlreichen Glätte-Unfällen, wie 24RHEIN berichtet.
  • Die Autobahn A45 wurde zwischen Hagen und Lüdenscheid-Nord gesperrt. Streufahrzeuge fuhren die gesamte Strecke ab.

Update von 11.12 Uhr: Die Lage auf den Straßen in NRW hat sich bei leichter Schneefall-Gefahr normalisiert. Die Polizei-Leitstellen haben Zeit für eine Bilanz. Im Bereich der Polizei Hagen etwa ereigneten sich zwischen 5 und 9 Uhr 28 Unfälle, die im Zusammenhang mit dem Neuschnee standen. Gegen 5.45 Uhr kam ein Lkw im Nimmertal von der Fahrbahn ab und erst in einem Garten zum Stillstand. Er musste geborgen werden.

In Hagen rutschte ein Lkw in einen Garten.

Auf einer Straße zwischen Bielefeld und Spenge kam am Morgen ein Bus ins Schleudern und kippte um. Passagiere waren nicht im Fahrzeug, der Fahrer musste allerdings verletzt ins Krankenhaus. Die Polizei im Kreis Warendorf nahm zehn witterungsbedingte Unfälle auf, die meist glimpflich ausgingen. Eines der Autos hatte Sommerreifen.

Schnee und Eis in NRW: Lkw rutscht in Garten, Bus auf der Seite

Update von 9.50 Uhr: Die A45 ist nach der Glätte-Sperrung wieder in Richtung Frankfurt befahrbar. Die Polizei rät jedoch weiterhin zu vorsichtiger Fahrweise: „Wer langsamer fährt, kommt heute schneller an“.

Update vom 8.25 Uhr: Die A45 im Sauerland ist zwischen Hagen und Lüdenscheid-Nord wegen Eisglätte aktuell in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt. Streufahrzeuge sind auf dem Abschnitt unterwegs. Die Umleitungen im Sauerland sind überlastet. Die Polizei im Märkischen Kreis ist seit dem frühen Morgen im Dauereinsatz; Schnee sorgt für Chaos im Berufsverkehr.

Eisglätte in NRW: A45 zwischen Hagen und Lüdenscheid gesperrt

[Erstmeldung vom 29. November, 7.15 Uhr] Hamm - Neuer Schnee und vereiste Straßen sorgen am frühen Mittwochmorgen, 29. November, für Unfälle und Staus in Teilen von NRW. Noch bis 11 Uhr gilt eine vom Deutschen Wetterdienst für das ganze Bundesland herausgegebene Warnung vor Glätte. Auf im weiteren Verlauf der Woche kann es bei teilweise Dauerfrost und Schneefall zu Problemen kommen.

Unfälle durch Eis und Glätte: So sieht es aktuell auf den Straßen in NRW aus

In der Nacht zu Mittwoch und im Berufsverkehr am Morgen hat es vielerorts Unfälle gegeben. So chaotisch wie am Dienstagmorgen ist die Verkehrslage aktuell nicht. Es gab jedoch wieder zahlreiche Unfälle, glücklicherweise blieb es dabei meist bei Blechschäden. Ein Unfall auf der eisglatten Autobahn 3 zwischen Solingen und Mettmann sorgt aktuell für einen langen Stau.

Auch auf der A1 bei Volmarstein und im Westhofener Kreuz sowie auf der A43 bei Witten-Herbede hat es nach Angaben der Polizei Dortmund gekracht. Auf der A1 zwischen Ascheberg und Münster-Hiltrup prallte ein Fahrzeug gegen eine Leitplanke, der Verkehr floss zwischenzeitlich nur über eine Spur, wie ein Sprecher der Polizei in Münster sagte. Im Bereich der Münsteraner Polizei habe es insgesamt fünf bis sechs leichtere witterungsbedingte Unfälle auf der Autobahn gegeben, hieß es.

Im sauerländischen Plettenberg krachten am Mittwochmorgen auf eisglatter Straße drei Autos ineinander.

Im Sauerland krachte es am Mittwochmorgen in Plettenberg an der Grenze zwischen Märkischem Kreis und dem Kreis Olpe. Ein Auto geriet auf spiegelglatter Straße in den Gegenverkehr. Drei Autos kamen bei dem Unfall zu Schaden. Die Polizei im Hochsauerlandkreis warnt vor „stellenweise sehr glatten Straßen“ im gesamten Kreisgebiet. Die Verkehrsbetriebe Westfalen Süd haben den Busverkehr in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein eingestellt.

Eis und Glätte in NRW: Unfälle auf Autobahnen

In bergigen Dortmunder Süden standen vier Busse auf der vereisten Kirchhörder Straße fest. Auch ein Lkw stand quer. In Unna rutschte ein Kleinwagen in einen geparkten Pkw. Zuvor schleuderte der Wagen noch in einen Gartenzaun, umher fliegende Teile des Zauns zertrümmerten die Windschutzscheibe des Kleinwagens. Beide Fahrzeuge erlitten Totalschäden. 

Im Bereich Bielefeld gab es witterungsbedingt verschiedene Unfälle mit Sachschäden, aber keine Verletzten. Die Polizei warnte am Morgen auf der A2 bei Bielefeld vor Gefahr durch Schnee auf der Fahrbahn in beide Richtungen. Am frühen Morgen staute sich der Verkehr dort aufgrund des Schnees, wie es hieß. Der Busfahrplan in Bielefeld wurde am Morgen außer Kraft gesetzt. „Bis insbesondere die Straßen in den Außenbereichen geräumt sind, entscheidet das Fahrpersonal selbst, wo und wie schnell gefahren werden kann“, teilte moBiel mit.

Auch im Bereich Detmold bereiteten die Witterungsverhältnisse den Einsatzkräften Arbeit: „Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz mit Straßenräumungen, es wird durchgehend gestreut und wir nehmen die Blechschäden auf“, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in Recklinghausen und in Essen berichtete die Polizei von mehreren witterungsbedingten Unfällen. In Recklinghausen sei ein Auto gegen einen Ampelmast geprallt, dabei sei aber niemand verletzt worden. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Mittwoch gebietsweise zunächst Schneeschauer, ab dem Vormittag in tiefen Lagen Schneeregen. Die Meteorologen warnen vor Glätte. (sst/dpa)

Rubriklistenbild: © Polizei Hagen

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