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Immer wieder wurde der Verteilerkasten im Kreuzungsbereich B55/Bahnhofstraße umgeworfen. Auf Initiative der Stadt wurde er versetzt und gesichert. Wie Vandalismus verhindert werden soll.
Belecke - Es hatte etwas von Lotterie: Mal stand der Vodafone-Verteilerkasten im Kreuzungsbereich B 55/Bahnhofstraße in Belecke, mal lag er auf der Seite. Mal funktionierte er dann noch, mal legte er für einige Nutzer in Belecke dann aber auch die TV- und Internetleitung lahm. Wurde er wieder aufgestellt, stand er mal für Tage, Wochen oder Monate, bis er wieder umgeworfen wurde.
Nach Dauer-Ärger: Belecker Verteilerkasten verlegt und gesichert
Seit Jahren „ein Hin und Her“ berichtete auch ein betroffener Belecker gegenüber soester-anzeiger.de. Von den Störungen war er immer wieder betroffen, die Kommunikation mit dem Vodafone-Kundenservice gestaltete sich schwierig. Sowohl das Durchkommen per Telefon und Mail, um das Problem überhaupt zu schildern, als auch die Suche nach einer Lösung. Denn lag der Kasten auf der Seite, fielen nicht zwangsläufig direkt TV- und Internetsignale aus. Die Zentrale erreichte so also auch keine Störungsmeldung, um Dienstleister zum Wiederaufstellen zu schicken. Der Kasten blieb dann liegen.
„Da ist Strom drin, das ist ein Schulweg, eine exponierte Stelle“, schilderte der Belecker seinerzeit im Gespräch. Das wäre viel zu gefährlich. Also folgte immer wieder die Kontaktaufnahme, die Bitte um das Wiederaufstellen, bis er wieder umgeworfen wurde und die Geschichte von vorne begann. Vermutlich seien es immer die Gleichen, die den Kasten umwerfen würden, vermutete der Belecker einst.
Doch nun scheint eine Lösung gefunden. Hoffentlich. Auf Initiative der Stadt Warstein, wie diese über das Stadtmarketing schilderte, hat Vodafone für eine Versetzung des Kastens, knapp zwei Meter in Richtung Ensemble Stütings Mühle, neben die Radweg-Infotafel, gesorgt. Und nicht nur das: Der Kasten ist jetzt an den beiden Seiten sowie an der Rückseite durch ein Stahlgeländer vor mutwilligen Umstürzen geschützt. An der Front nicht, damit Techniker im Bedarfsfall den Verteilerkasten nach wie vor öffnen können. Die Arbeiten waren innerhalb eines Tages erledigt, viel mehr als doppelte Manneskraft und einen Minibagger brauchte es am Montag nicht.
Kontakt zu Vodafone aufgenommen
Das hatten Wirtschaftsförderer Dirk Risse und Bürgermeister Dr. Thomas Schöne vorangetrieben. „Ich habe bei Vodafone einen Ansprechpartner gesucht. Und als ich den gefunden hatte, konnte auch relativ schnell eine Lösung gefunden werden“, schildert Risse auf Nachfrage. Neuer Standort inklusive Stahlgeländer: „Der Ansprechpartner schilderte mir, dass das auch die Praxis sei, die woanders bei solchen Fällen angewandt wird.“ Dass der Kasten immer wieder umgeworfen worden sei, „war sehr sehr ärgerlich“: „Wir hoffen, dass es so jetzt funktioniert.“
Doch warum konnte der Verteilerkasten am alten Standort überhaupt so oft und leicht umgeworfen werden? Viel Kraft war dafür nicht nötig. Hintergrund war vielmehr der Straßenverkehr im Kreuzungsbereich: Würde ein Auto beispielsweise in Folge eines Unfalls von der Straße abkommen und mit diesem Verteilerkasten kollidieren, könnte der Aufprall zu schwereren Verletzungen führen. Das wurde verhindert durch die Plastiksollbruchstellen am Fuß des Kastens, die kaum Widerstand leisteten. Kaum Widerstand gegen Autos, allerdings aber auch nicht gegen Chaoten. Nun steht der Kasten weiter von der Straße entfernt.A
