- VonJörn Funkeschließen
Fahrrad abstellen, ohne dass es einer klaut: Am Markt soll in zwei Jahren ein öffentliches Fahrrad-Parkhaus entstehen. Außerdem werden Wohnungen für Azubis geplant.
Hamm - In der Nähe des Marktplatzes in Hamm soll in zwei Jahren ein öffentliches Fahrradparkhaus entstehen. Dafür soll an der Stadthausstraße ein viergeschossiges Wohnhaus gebaut werden, in dessen Erdgeschoss 350 Fahrräder abgestellt werden können.
„Hier werden Besucherinnen und Besucher der Innenstadt schon bald die Möglichkeit bekommen, ihr Fahrrad bequem, sicher und wettergeschützt abzustellen“, sagt Oberbürgermeister Marc Herter. „Wir fördern damit aktiv den Fahrradverkehr. Es ist ein Beitrag dazu, Individualverkehre vom Personenwagen auf das Fahrrad zu verlagern.“
Neubau zwischen Beef Club und Katholischem Sozialdienst
Derzeit schafft die Stadt das dafür notwendige Planungsrecht. Im Rat steht im September der vorletzte Schritt im Bebauungsplanverfahren auf der Tagesordnung. Gebaut werden soll dann 2025 von der Hammer gemeinnützigen Baugesellschaft (HGB). Die Stadt plant seit einiger Zeit, die Verkehrswende voranzutreiben - dazu gehört der Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer.
Gebaut werden soll ein viergeschossiges Wohnhaus mit 350 öffentlichen Fahrradstellplätze und Appartements für Auszubildende. Der ausersehene Bauplatz liegt auf der östlichen Seite der Stadthausstraße, zwischen „Beef Club“ und Katholischem Sozialdienst. Bisher stellen dort städtische Bedienstete des gegenüberliegenden Stadthauses ihre Autos ab. Für die Fahrradgarage will die Stadt einen Förderantrag beim Land stellen, die Detailplanung weiterbetreiben und den operativen Betrieb vorbereiten.
Auch die Radwege in Hamm sollen ausgebaut werden.
Eckgebäude soll aufgewertet werden
Der Planungsbereich erstreckt sich auch auf die Häuser Oststraße 1 („Beef Club“) und 3 („Hülle & Fülle“). Für die Nordostecke des Marktplatzes wünscht die Stadt sich eine „stärkere städtebauliche Betonung durch eine Bebauung mit kräftiger Kubatur“. Pläne für Abriss oder Umbau lägen der Stadt nicht vor, sagte Sprecher Tom Herberg auf Anfrage unserer Redaktion. Der neue Bebauungsplan ermögliche es den Eigentümern allerdings, solche baulichen Änderungen vorzunehmen.
Ausersehen ist dafür eine Baulücke hinter dem „Beef Club“. Die Hammer gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) ist mit dem Vorhaben beauftragt. Aus einen Architekturwettbewerb ist das Dortmunder Büro Winkler Partner (WP Architekten) als Sieger hervorgegangen. Die Stadt wünscht sich auch eine Aufwertung oder einen Neubau der Eckgebäude am Markt („Beef Club“ und „Hülle & Fülle“); konkrete Pläne gibt es dafür aber nicht.