Schmuckstück Kanalkante: Die Stadt Hamm feiert die Fertigstellung eines Projekts, das Freizeit und Erholung „am Wasser“ großschreibt. Nicht ganz mithalten kann da die Fertigstellung der Adenauerallee.
Hamm - Nach acht Monaten Bauzeit ist der neue „Naherholungsbereich Kanalkante“ an die Bürger und Besucher der Stadt Hamm übergeben worden. Traumhafte Wetterbedingungen begleiteten am Samstagvormittag (11. Mai) eine von den politisch Verantwortlichen geleitete, zugleich feierliche und entspannte Zeremonie.
Kurz und schmerzlos ging es gegen 11 Uhr auf der Adenauerallee los. Nach einigen warmen Worten von Oberbürgermeister Marc Herter stellte dieser gemeinsam mit Stadtbaurat Andreas Mentz, Ratsherr Peter Scholz und dem SPD-Landtagsabgeordneten Justus Moor symbolisch eine Bake beiseite, um 19 Monate nach Beginn der umfassenden Sanierung den Westteil der Adenauerallee wieder doppelseitig freizugeben. Um 11.03 Uhr war es soweit.
Anders als gehofft dauert die viele Autofahrer nervende Einbahnstraßenregelung in Richtung Osten jedoch noch eine Weile an. Das zu erklären oblag am Samstagvormittag Baurat Mentz. Demnach ist die Komplettfreigabe zwar für Ende Mai geplant, doch könnten ab Montag angekündigte Streiks im Baugewerbe auch diesen Termin nochmals um „zwei bis drei Wochen“ verzögern.
Offizielle Eröffnung der neuen Kanalkante und westl. Teil der Adenauerallee
Frühestens im Juni sollen dann innerhalb des Tempo-30-Bereichs auch zwei Blitzsäulen aufgestellt werden. Laut Stadtsprecher Cedric Sporkert muss der Stromanschluss auf beiden Seiten noch final hergestellt werden. Außerdem seien „noch weitere Abstimmungen, zum Beispiel mit der Herstellerfirma, notwendig“.
Abgeschlossen sind die Arbeiten indes an der Wasserseite. Zwischen der Brücke und der Sporthalle des Gymnasiums Hammonense wurde der Uferbereich über rund 450 Meter geschmackvoll aufbereitet und mit vielen Freizeitmöglichkeiten attraktiv bestückt. Highlight ist ein neun Meter hoher Kletterturm zwischen Wassersportzentrum und Datteln-Hamm-Kanal. Seit 11.24 Uhr am Samstag darf auch dieser endlich ganz offiziell genutzt werden.
Das wir das hier in der Innenstadt hingekriegt haben, ist schon einzigartig.
Der sichtlich stolze OB verband seinen Dank an alle Baubeteiligten - hervorgehoben die ausführenden Firmen Heckmann und Mennigmann - mit einem Blick in die Glaskugel. Denn der aktuelle Höhepunkt sei ja nur ein „vorläufiger“ in Richtung „Hamm am Wasser“, so Herter. Abgerundet werden soll das Gesamtprojekt mit dem verbindenden rot gepflasterten Kanalband möglichst bis Mitte 2025 über die Anbindung der Fußgängerzone mit dem Nordringpark über die Museumsstraße. Parallel zu dieser soll in der Stadthausstraße ein Fahrradparkhaus entstehen.
Streetfood-Festival profitiert von Aktionen und Wetter
Dass die Anstrengungen bei den Hammern längst auf fruchtbaren Boden fallen, war am Samstag beispielhaft und eindrucksvoll sichtbar: Nachdem schon die Eröffnung - kreativ eingerahmt von einer jungen Bläsergruppe der Musikschule und Aktionen der Wassersportler - von einer stattlichen Anzahl Neugieriger verfolgt wurde, wuchs die Zahl der Besucher aller genannten Bereiche in den Folgestunden bis zu einer teils drangvollen Enge an.
Davon und vom sommerlich-schönen Wetter profitiert seit Donnerstag auch das große Streetfood-Festival auf dem verbindenden Chattanoogaplatz. Für die Anbieter dürfte dieses zu einer echten Goldgrube geworden sein. „Das ganze ‚We-love-Streetfood‘-Team ist trotz anstrengender vier Tage mehr als begeistert!“, freute sich Veranstalter Frederik Pauther schon wenige Stunden vor Ende der Veranstaltung.