Unfall

Pkw überfährt Querungshilfe auf Warsteiner Hauptstraße: Eine Verletzte und lange Staus

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Offenbar überfuhr der Pkw-Fahrer die Querungshilfe, um dem Bus auszuweichen.
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Kurz vor der Einmündung in die Talstraße kam es am Dienstagmorgen zu einem Verkehrsunfall. Auch der Betriebshof der Stadt musste unterstützen.

Warstein – Gegen 9.30 Uhr kam der Verkehr auf der nördlichen Hauptstraße in Warstein zwischenzeitlich komplett zum Erliegen. Grund dafür war ein Verkehrsunfall, der sich im Bereich der Querungshilfe, kurz vor der Einmündung in die Talstraße ereignete.

Nach Erkenntnissen vor Ort, die im Nachgang auch Polizeipressesprecherin Diana Kettelhake bestätigte, war ein Opel-Fahrer – ein 25-jähriger Warsteiner – aus dem Warsteiner Stadtzentrum in Richtung Belecke unterwegs. Den vor ihm an der Talstraßen-Haltestelle ausfahrenden R51-Bus registrierte er allerdings zu spät, machte eine Vollbremsung und wich, um eine Kollision zu verhindern, nach links aus. Dort kollidierte er allerdings mit der Querungshilfe, die dort provisorisch, ehe mit dem Ausbau der Hauptstraße ein endgültiges Modell installiert wird, seit wenigen Monaten angebracht ist. Der 25-Jährige überfuhr den ersten Teil der Querungshilfe, riss das Verkehrsschild mit und kam erst dahinter zum Stehen.

Weil das Baustellen-Nadelöhr so verstopft war, hatten es auch die Rettungskräfte schwer, zur Unfallstelle vorzudringen.

Und auch der Fahrer des R51-Busses legte eine Vollbremsung hin. So kam es zwar nicht zur Kollision mit dem Opel, allerdings stürzte eine 17-jährige Warsteinerin, die einziger Fahrgast im Bus war. Sie musste leicht verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden. Opel-Fahrer und Busfahrer blieben unverletzt.

Der Betriebshof der Stadt Warstein unterstützte mit einer Kehrmaschine.

Bis die Polizei den Verkehr aus Warstein und Belecke kommend einspurig an der Unfallstelle vorbeileiten konnte, kam es zu einem nahezu kompletten Stillstand im Baustellen-Nadelöhr. Weil selbst der Einmündungsbereich in die Kreisstraße in beide Richtungen verstopft war, hatten Polizei und Rettungsdienst Schwierigkeiten, zur Unfallstelle vorzudringen.

Betriebshof unterstützte mit einer Kehrmaschine

Während die Polizei den Verkehr regelte und die Unfallstelle absicherte, kümmerten sich die Kräfte der Feuerwehr um auslaufende Betriebsmittel des Pkw. Über einige Quadratmeter verteilten sich diese auf der B55 – der einsetzende Regen tat sein Übriges – sodass ein Mitarbeiter des Betriebshofes Bindemittel-Nachschub liefern musste, um zu verhindern, dass Betriebsmittel in die Gullydeckel am Straßenrand liefen. Gegen 10 Uhr rückte der Betriebshof ebenso mit einer Kehrmaschine an, um die Bindemittel und Betriebsmittel aufzunehmen.

Die Querungshilfe wurde durch den Unfall zur Hälfte zerstört.

Zahlreiche Personen, die an der Talstraßen-Bushaltestelle, wenige Meter vom Unfallgeschehen entfernt, auf ihren Bus warteten, konnten mit einigen Minuten Verspätung in einen S60-Ersatzbus einsteigen, der sie auf Höhe des Anglerheims aufnahm.

Nach dem Unfallgeschehen konnte die Querungshilfe im Groben wieder zusammengebaut werden, um zumindest vorübergehend funktional zu bleiben.

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