- VonAlexander Langeschließen
Die Straße soll nun doch keine komplett neue Fahrbahndecke erhalten, sondern werden lediglich Schadstellen ausgebessert. Das sorgte für Unmut. Gibt es noch Hoffnung?
Suttrop - Die Unzufriedenheit äußerten die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Digitales bereits in der vergangenen Versammlung. Im Gegensatz zu anfänglichen Planungen erhält die Suttroper Kreisstraße nach den durch die Stadtwerke abgeschlossenen Kanal- und Leitungsarbeiten nun doch keine komplett neue Fahrbahndecke, sondern werden lediglich die Schadstellen ausgebessert, die Strecke wird so zu einem Asphalt-Flickenteppich. Das schilderte Oscar Santos, Pressesprecher von Straßen.NRW, vor knapp zweieinhalb Wochen. Er selber hätte gerne bessere Nachrichten verkündet, doch die Landeskasse gebe nicht mehr her. „Wir kriegen es nicht finanziert, wir haben die Landesmittel einfach nicht mehr“, sagt er Ende Februar. Aktuell stünden 350 000 Euro zur Verfügung, und selbst diese Summe sei bereits einmal aufgestockt worden. Eine komplett neue Fahrbahndecke könnte das dreifache kosten.
Detlev Winkler bat die Verwaltung im Betriebsausschuss am Donnerstagabend um den Versuch, den „Missstand zum Positiven zu bewegen“, in dem noch einmal Gespräche mit Straßen.NRW aufgenommen würden. Lediglich Schadstellen auszubessern, damit könne man nicht zufrieden sein, „das sollten wir nicht hinnehmen“. Gerade mit Blick auf eine in wenigen Jahren komplett neue Hauptstraße, an die sich dann lediglich eine teil-sanierte Kreisstraße anschließe: „Uns ist das wichtig.“
Das sollten wir nicht hinnehmen.
Dass Winkler damit aber längst nicht allein ist, erklärte Stefan Redder als Kämmerer und erster Beigeordneter. Auch er beziehungsweise die Verwaltung habe nochmals das Gespräch mit Straßen.NRW gesucht, „und wir werden auch noch Gespräche führen“. Man habe den Unmut kundgetan, „weil es anfangs auch anders geplant war“. Den Kontakt habe auch die SPD schon im vergangenen Jahr zu Straßen.NRW gesucht, sagte Udo Koerdt. Auch private Kanäle seien „angezapft“ worden, meinte Betriebsausschussvorsitzender Hans-Martin Weber, vielleicht komme es noch einmal zu einem Ortstermin, um eine Lösung zu finden, dass aus der Kreisstraße doch kein dauerhafter Flickenteppich wird.