Kölner Karneval

Auftakt Kölner Karneval: Polizei zieht erste Bilanz – „Lage unter Kontrolle“

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Zehntausende feiern auf überfüllten Straßen: Der 11.11. in Köln ist auch 2023 für die Polizei Schwerstarbeit. So läuft der Auftakt in den Karneval für die Polizei.

Köln – Der 11.11. in Köln ist in vollem Gange. Zehntausende feiern, oftmals feuchtfröhlich, in der Domstadt den Sessionsstart in den Kölner Karneval. Die Polizei ist im Großeinsatz. Rund 1000 Beamte sind vor Ort. Man wolle „konsequent einschreiten“, sobald es irgendwo aus dem Ruder läuft, hatte die Polizei schon im Vorfeld angekündigt.

11.11. in Köln: „massives Einsatzaufkommen war bislang nicht nötig“

Bislang sei die Lage aber unter Kontrolle, sagte Polizeisprecher Christoph Gilles gegen 13 Uhr auf 24RHEIN-Anfrage. „Hier und da mussten unsere Einsatzkräfte mal einschreiten, aber ein massives Einsatzaufkommen war bislang nicht nötig“, so der Sprecher.

Polizeibeamte stehen auf der Zülpicher Straße schon vor dem offiziellen Start der Karnevalssession am 11.11. um 11:11 Uhr.

Für Aufsehen sorgte dafür ein vermeintlicher Nazi-Vorfall auf der Zülpicher Straße. Dort sollen mehrere Menschen am Vormittag den Hitlergruß gezeigt haben, berichtet der Express. Zudem seien „Führer“-Rufe zu hören gewesen. Die Polizei konnte den Vorfall auf 24RHEIN-Nachfrage noch nicht offiziell bestätigen. „Wir haben davon gehört und prüfen das“, sagte Polizeisprecher Gilles.

Beliebte Hotspots seit Stunden überfüllt

Die Zülpicher Straße war genau wie Heumarkt und Altstadt bereits am Samstagvormittag so voll, dass die Zugänge gesperrt werden mussten. Die Polizei empfiehlt daher, in anderen Veedeln der Stadt zu feiern, wo es oftmals bei weitem noch nicht so überfüllt ist, wie an den beliebtesten Hotspots.

Fotos vom 11.11. in Köln: So voll war es an der Zülpicher Straße

Jecken drängen sich auf der Zülpicher Straße am Nachmittag des 11.11.
Auch am Nachmittag drängen sich Jecken auf der Zülpicher Straße dicht an dicht. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Dicht gedrängt, größtenteils verkleidet – so feiern Tausende den 11.11. auf der Zülpicher Straße in Köln. © Thomas Banneyer/dpa
Unzählige junge Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Gerade am Zülpicher Platz und der Zülpicher Straße stehen tausende Menschen sehr eng gedrängt. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße
Ein König und ein Batman machten es sich auf Absperrungen auf der Zülpicher Straße bequem.  © Christoph Reichwein/dpa
Jecken sammeln sich in einer Bahnunterführung im Zülpicher Viertel
Auch in Bahnunterführungen herrscht dichtes Gedränge. © 24RHEIN
Jecken auf der Zülpicher Straße laufen durch Müll
Auf den Straßen liegt bereits einiges an Müll.  © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Polizisten laufen durch Straßen voller Müll
Polizisten müssen ebenfalls leeren Kölsch-Fässern, Flaschen und sonstigem Müll ausweichen. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Jecken am Zülpicher Platz, überall liegt Müll
Der Zülpicher Platz gleicht einem einzigen Schlachtfeld voller Müll. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/Imago
Leere Alkoholflaschen auf einem Zeitungskasten. Im Hintergrund Jecken beim Feiern.
Auf Zeitungskästen sammeln sich leere Flaschen, während die Jecken weiter durch die Straßen ziehen. © Thomas Banneyer/dpa
Karnevalisten stehen verteilt auf der ganzen Luxemburger Straße in Köln.
Da das Zülpicher Viertel abgesperrt ist, sammeln sich die Menschen auch immer mehr auf umliegenden Straße wie der Luxemburger. © 24RHEIN
Unzählige Menschen feiern den 11.11. zum Beginn der neuen Karnevalssaison auf der Zülpicher Straße.
Die Zülpicher Straße ist am 11.11. in Köln wieder der große Feierhotspot. Seit dem Morgen sind alle Zugänge gesperrt. © Thomas Banneyer/dpa
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr.
Dichtes Gedränge auf der Zülpicher Straße in Köln – hier gibt es fast kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt
Um 11.11 Uhr werden auf der Zülpicher Straße bengalische Fackeln gezündet, die Menge jubelt © Christoph Reichwein/dpa
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum
Ein Mann tanzt Oberkörperfrei auf einem Laternenmast herum © Thomas Banneyer/dpa
Jecken strömen zu einem Zugang der Luxemburger Straße
Auch an den Zugängen zur Luxemburger Straße versammeln sich immer mehr Menschen. © 24RHEIN
Jecken in Scharen auf dem Weg zur Uniwiese
Immer mehr Jecken strömen in Richtung der Entlastungsflächen. © 24RHEIN
Feiernde auf den Entlastungsflächen
Schon jetzt sind die Entlastungsflächen gut ausgelastet. © 24RHEIN
Jecken versammeln sich um Dixi-Klos
Auch an den Toiletten brauchen Jecken Geduld.  © 24RHEIN
menschenmassen im Zülpicher Viertel
Im Zülpicher Viertel gibt es bereits kein Durchkommen mehr. © Thomas Banneyer/dpa
Verkleidete Menschenmassen auf der Zülpicher Straße
Auf der Zülpicher Straße versammelten sich schon früh viele Jecken, um zu feiern. © 24RHEIN
Ordner halten Feiernde zurück
Die Zugänge zur Zülpicher Straße wurden alle dicht gemacht.  © 24RHEIN
Viele junge Feiernde strömen zu einem Zugang der Zülpicher Straße
Bereits am Morgen strömten viele junge Menschen in Richtung Zülpicher Straße.  © 24RHEIN
Jecken stehen an einem Eingang zur Zülpicher Straße an
An den Zugängen zur Zülpicher Straße bildeten sich bereits früh lange Schlangen. © 24RHEIN
verkleidet Jecken drängen dicht an dicht auf der Zülpicher Straße
Entlang der Zülpicher Straße drängen sich immer mehr verkleidet Jecken dicht an dicht. © Thomas Banneyer/dpa
Auf einer Anzeigetafel steht „Zülpicher Viertel geschlossen“
Kurz nach 9:30 Uhr wurden wegen des großen Menschenandrangs bereits die Zugänge zum Zülpicher Viertel geschlossen. © 24RHEIN
Feiernde am Zülpicher Platz
Am Zülpicher Platz war es am Morgen ebenfalls schon sehr voll. © 24RHEIN

Wegen der Überfüllung, besonders im Zülpicher Viertel, wurde auf Anordnung der Polizei am Mittag sogar der Bahnhof Köln-Süd gesperrt. Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zur Zülpicher Straße. Damit wolle man verhindern, dass es dort noch weiteren Zulauf gibt, erklärt Gilles. Dort hielten bis circa 15 Uhr keine Züge mehr. Am Nachmittag wurde die Sperrung aufgehoben.

Stadt Köln zufrieden mit Sicherheitskonzept – die Anwohner nicht

Anwohner und Gastronomen vor Ort äußerten sich teilweise schockiert über die Zustände am 11.11. in der Zülpicher Straße. „Das ist skandalös, was hier abgeht“, sagte beispielsweise Claudia Wecker, Inhaberin vom „Ding“, gegenüber 24RHEIN. Laut Angaben der Stadt entspreche der „Verlauf der letzten Stunden“ aber dem Sicherheitskonzept. „Der Koordinierungsstab ist mit dem bisherigen Verlauf des 11.11. zufrieden“, hieß es gegen 13:50 Uhr in einer Zwischenbilanz. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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