11.11. in Köln: „Werden konsequent einschreiten“ – Polizei mit klarer Ansage
VonMick Oberbusch
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Heute ist es so weit: Der Kölner Karneval startet. Die Polizei ist am 11.11. im Großeinsatz – und zwar in ganz Köln. Aber vor allem rund um die Zülpicher Straße.
Köln – Am heutigen Samstag wird in der Domstadt Ausnahmezustand erwartet, wenn Jecke jeglichen Alters zusammentreffen, um am 11.11. in Köln den Sessionsstart im Kölner Karneval 2024 zu feiern. Das bedeutet allerdings auch einen Großeinsatz für die Polizei und die zuständigen Ordnungsbehörden – vor allem im besonders beliebten „Kwartier Latäng“ und auf der dazugehörigen Zülpicher Straße. „Zum Start in die Karneval-Session am 11. November wird die Polizei Köln an den Hotspots im Zülpicher Viertel, auf den Ringen und in der Altstadt bereits ab dem Morgen im Einsatz sein“, teilt die Polizei mit.
11.11. in Köln am Samstag: „mehrere hundert Einsatzkräfte“ der Polizei überwachen die Feierlichkeiten
11.11. in Köln feiern – Polizei weist auf Waffenverbotszone und Verkehrskontrollen hin
► Waffenverbotszone: Die Regelungen der Waffenverbotszonen sind am 11.11. in Kraft. Das heißt, dass auf der Zülpicher Straße und auf den Ringen beispielsweise keine Messer mit einer Klingenlänge von mehr als vier Zentimetern und auch kein Reizgas mitgeführt werden dürfen.
► Verkehrskontrollen: Mit Blick auf einen langen Tag, an dem viel Alkohol konsumiert wird, wird die Polizei verstärkt kontrollieren. Da die Arbeiten für die Fertigung von Anzeigen und die ärztliche Blutprobenentnahme Streifenteams binden, hat die Direktion Verkehr Polizistinnen und Polizisten abgestellt, die diese Tätigkeiten nach der Zulieferung der alkoholisierten Verkehrsteilnehmer übernehmen. Dadurch sind mehr Kontrollen im Stadtgebiet möglich.
► Auswirkungen des Israel-Kriegs: Auch der Nahost-Konflikt spielt am 11.11. eine Rolle, vor allem weil die Synagoge am Rathenauplatz am Rande der Feierzone liegt. „Wir haben die Synagoge genau im Blick. Ich warne jeden vor, der den 11.11. für antisemitische Hetze, Provokationen, Straftaten oder Gewalt missbrauchen möchte“, sagt die stellvertretende Polizeipräsidentin Miriam Braun. Am 11.11. wird die Polizei vor der Synagoge an der Roonstraße Schutzmaßnahmen treffen und eine Absperrung einrichten.
Über den Tag würden „mehrere hundert Einsatzkräfte in Uniform und Zivil“ eingesetzt, erklärt die Behörde. Man gehe je nach Wetterlage von einem Einsatz bis in die Nachtstunden aus, so Einsatzleiter Frank Wißbaum. Er verweist darauf, dass die Menschen sich an die Regeln halten müssen, die ein sicheres Feiern erst möglich machen. „Dazu gehören allgemeingültige Regelungen, wie man sie von anderen Großveranstaltungen kennt. Insbesondere im Verlauf des Abends kippt die Stimmung gerne schon mal, wenn unter Alkoholeinfluss ein Wort das andere gibt“, warnt die Polizei, dann wolle man „konsequent einschreiten“.
Karnevals-Auftakt in Köln am 11.11.: Polizei gibt Präventionstipps für sicheres Feiern
Dazu gehören auch sexuelle Belästigungen und Diebstähle. „Darauf gibt es nur eine Antwort und die lautet im günstigsten Fall - Anzeige und Platzverweis“, so Wißbaum. Je nach Schwere des Vergehens könnte der 11.11. für den ein oder anderen Jeck, der sich nicht benehmen kann, aber auch auf der Wache enden, stellt die Behörde unmissverständlich klar. Damit alle gemeinsam friedlich feiern können, gibt die Behörde auch einige Tipps, um für einen möglichst störungsfreien Ablauf der Feierlichkeiten zu sorgen:
Feiernde sollten nur mitnehmen, was sie an diesem Tag wirklich benötigen. Ein Telefon, Ausweis, Bahnticket und Bargeld genügen meist. Wenn man diese wenigen Sachen körpernah verstaut, haben es Taschendiebe, die am 11.11. sicher zahlreich in der Stadt unterwegs sein werden, schwer.
Der sichere Heimweg, zum Beispiel in Begleitung von Freundinnen oder Freunden, sollte ebenso fester Bestandteil der Planungen für einen schönen und sicheren Abend sein wie der Notfallplan, falls man sich verliert. Wer erst im angetrunkenen Zustand über den Heimweg nachdenkt und das Taxigeld schon anderweitig ausgegeben hat, begibt sich unnötig in Gefahr.
Wer mit Auto, Moped oder E-Scooter unterwegs ist, sollte die eigene Fahrtüchtigkeit im Blick behalten. Wer dennoch mit dem Feuer spielt und betrunken unterwegs ist, riskiert Gesundheit und Leben anderer Menschen – und den Führerschein.
11.11. in Köln: Fotos zeigen überfülltes Zülpicher Viertel an Karneval