VonMick Oberbuschschließen
In der Innenstadt von Köln darf in der Silvesternacht auf 2024 nicht geböllert werden. Bei einem Verstoß drohen hohe Geldstrafen.
Köln – Schlechte Nachrichten für Freunde von ausgedehnter Böllerei an Silvester in Köln: Wie die Stadt Köln am Donnerstag (16. November) mitteilt, wird es zum Jahreswechsel 2023/24 in Köln erstmals einen großflächigen Bereich in der linksrheinischen Innenstadt (Stadtbezirk Köln-Innenstadt) geben, in dem nicht geböllert werden darf. „Zwischen Rhein und Ringen (einschließlich) dürfen keine pyrotechnischen Gegenstände mit ausschließlicher Knallwirkung wie beispielsweise Silvesterknaller und Böller abgefeuert werden“, so die Stadt.
Stadt Köln mit Böllerverbot in der Innenstadt – für laute Knaller gibt es heftige Geldstrafen
Feuerwerksraketen und anderes Feuerwerk, bei dem es vor allem um die Sichtbarkeit geht, seien von der Verordnung nicht betroffen. Die Stadt will vor allem die Böller mit hoher Lautstärke reduzieren, viele kennen diese Art von Knallern möglicherweise unter dem Begriff „China-Böller“. „Wer trotz des Verbotes Böller abfeuert, muss mit einer Geldbuße von bis zu 200 Euro rechnen. Das Sprengstoffgesetz ermöglicht sogar eine Geldbuße von bis zu 50.000 Euro“, heißt es weiter.
- Was? Böllerverbot in Köln
- Wo? Innenstadt, zwischen Rhein und Ringen (einschließlich)
- Wann? Silvesternacht, 31. Dezember 2023/1. Januar 2024
- Was ist verboten? Böller mit hoher Lautstärke bzw. „ausschließlicher Knallwirkung“ sowie pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 (Kleinfeuerwerk).
- Was ist erlaubt? Feuerwerksraketen und anderes Feuerwerk, bei dem es vor allem um Sichtbarkeit geht.
- Welche Strafen drohen? bis zu 200 Euro für Böller; das Sprengstoffgesetz ermöglicht jedoch sogar eine Geldbuße von bis zu 50.000
Zu den Gründen erklärt Stadtdirektorin Andrea Blome: „Mit der Ausweisung dieser großflächigen Böllerverbotszone reagiert die Stadt Köln auf Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in den vergangenen Jahren über den Lärm, aber auch die in der dicht bebauten Innenstadt besonders hohe Feinstaubbelastung an Silvester beklagten. Zudem wollen wir durch die neue Regelung Polizistinnen, Polizisten, Ordnungs- und Rettungskräfte besser schützen“, heißt es weiter. Diese seien in der vergangenen Silvesternacht in anderen Großstädten mit Böllern beworfen und dadurch verletzt wurden.
Böllerverbot in Kölner Innenstadt: Auch rund um den Kölner Dom sind Knaller verboten
Zudem werde der Müll reduziert, ein laut Blome „willkommener Nebeneffekt“. Man könnte ohnehin behaupten, von Müll hat Köln nach dem 11.11. sicher erstmal genug. „Mit der großflächigen Böllerverbotszone setzt die Stadt Köln einen Beschluss des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen, Vergabe und Internationales um“, teilt die Verwaltung mit. Neben der neuen Verbotszone gilt rund um den Kölner Dom wieder ein Mitnahmeverbot von Feuerwerkskörpern aller Art. Stadtweit darf zudem in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen kein Feuerwerk (aller Art) abgebrannt werden.
Andere Städte könnten diesem Vorbild folgen. Münster hat es bereits sogar getan und ebenfalls ein Böllerverbot ausgesprochen, berichtet wa.de. Zumindest, wenn es nach Michael Mertens, dem stellvertretenden Bundes- und Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei in NRW geht, sind solche Verbote auch richtig. „Gerade in Ballungszentren ist der Gedanke eines Verbots nachvollziehbar und wichtig, um Kollegen von Polizei, Ordnung- und Rettungskräften vor Übergriffen zu schützen“, sagte er gegenüber wa.de.
Thema Feuerwerk beschäftigt Stadt Köln regelmäßig – Kölner Lichter wiederholt abgesagt
Das Thema Feuerwerk beschäftigt die Stadt Köln in verschiedenen Ausformungen schon länger. So war in den vergangenen Jahren regelmäßig das organisierte Feuerwerk „Kölner Lichter“ abgesagt worden. Die angesprochene Böllerverbotszone am Kölner Dom exisitiert ebenfalls bereits seit einigen Jahren. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Maja Hitij/dpa & Christian Grube/Imago

