VonSebastian Schulzschließen
Es war ein lange diskutiertes Thema, das nun in einem Ratsbürgerentscheid mündete. Nun ist das Ergebnis klar: Die Mehrheit der Drolshagener möchte ihr Stadtbad erhalten.
Drolshagen - In Drolshagen im Kreis Olpe war es in den vergangenen Monaten und Jahren eines der Themen in der Stadt: Soll das Stadtbad erhalten oder aufgegeben werden? Denn das Problem war und ist: Das Stadtbad ist dringend sanierungsbedürftig und müsste für Millionen wieder in Schuss gebracht werden, um es weiter zu betreiben. Soll die Stadt diese Millionen ausgeben? Es war eine der zentralen Fragen.
Ratsbürgerentscheid mit klarem Ergebnis: Drolshagen entscheidet sich für das Stadtbad
Nach langer politischer Diskussion hat die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung schließlich an die Bürger weitergegeben. In einem Ratsbürgerentscheid sollte an diesem Sonntag, 14. September, und damit parallel zur Kommunalwahl über das Schicksal des Stadtbades entschieden werden. Mit Stand von 22 Uhr ist das Ergebnis klar, wenngleich noch ein Stimmbezirk fehlt: 65 Prozent haben sich für den Erhalt des Stadtbades ausgesprochen, 35 Prozent dagegen. Genauer gesagt: Die Mehrheit hat mit „Nein“ gestimmt, denn die Frage auf dem Stimmzettel lautete: „Soll das Stadtbad in Drolshagen ab 01.01.2026 dauerhaft geschlossen werden?“
Damit hat sich die Arbeit aller Unterstützer ausgezahlt. Erst vor wenigen Monaten hat sich beispielsweise ein Förderverein für das Stadtbad gegründet, der mit Aktionen und Veranstaltungen für den Erhalt geworben hat. Auch neue Ideen für Finanzierungen wurden über diesen Verein ins Spiel gebracht. So könnten die Kosten nach Meinung der Förderverein-Verantwortlichen möglicherweise über Zuschüsse oder Spenden gemindert werden.
Ein Gutachter-Büro hatte die Sanierungskosten in einem Gutachten, das im Mai dieses Jahres vorgestellt worden ist, auf 3,6 Millionen Euro beziffert – wohlgemerkt dafür, dass im Bad das Nötigste saniert wird, um den Weiterbetrieb sicherzustellen.
Im nächsten Schritt muss die Stadtverordnetenversammlung nun das Ergebnis zur Kenntnis nehmen. Eine Sanierung wäre der folgerichtige Schritt, auch wenn das jetzige Ergebnis „nur“ besagt, dass das Stadtbad nicht geschlossen werden soll.
