- VonJörg Beuningschließen
Im Kreuzungsbereich Wambelner Straße/Allener Straße kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Wie die Stadt Hamm ihn jetzt entschärfen will.
Hamm – Auf der Wambelner Straße wird es keine weitere Reduzierung der Tempovorgabe geben. Es bleibt auf der Strecke zwischen Wambeln und Rhynern einheitlich bei Tempo 70. Die Entscheidung hat der Landesbetrieb Straßen-NRW nun getroffen. Er reagiert damit auf eine Forderung der Bezirksvertretung (BV) Rhynern, die Verkehrssituation auf der Straße nochmals zu überprüfen. Die BV hatte einstimmig einen Antrag der CDU-Fraktion unterstützt. Die Geschwindigkeit sei für den Straßenverlauf angemessen, lässt der Landesbetrieb nun nach Abschluss der Überprüfung über die Stadt Hamm mitteilen.
Auslöser der neuerlichen Forderung von der Lokalpolitik war ein tödlicher Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Wambelner Straße/Allener Straße. Daher hatte die CDU neben der Überprüfung eines weiteren Tempolimits auf der gesamten Strecke ebenso Maßnahmen zur Entschärfung des Kreuzungsbereichs eingefordert.
Hier wird es zeitnah Änderungen geben. Als Sicherungsmaßnahme werde die Ausfahrt aus der Allener Straße auf die Wambelner Straße (hier war der tödliche Unfall passiert) durch eine Stopp-Beschilderung gesichert. Bislang gilt hier lediglich die Regel „Vorfahrt achten“. Wer also von der Allener auf die Wambelner Straße abbiegen möchte, muss aktuell nicht zwingend anhalten. Gerade beim Abbiegen in Richtung Rhynern kann dies zu Flüchtigkeitsfehlern beim Einsehen der Kreuzung kommen. Die Sicht in Richtung Wambeln ist durch Bäume nicht komplett frei. Und: Fahrzeuge aus Rhynern kommend, nähern sich zum Teil mit hoher Geschwindigkeit aus einer Kurve heraus der Kreuzung.
Stoppschild und Fahrbahnmarkierungen
Zusätzlich zum Stopp-Schild und der breiten Haltelinie werde eine Sperrfläche auf der Fahrbahn markiert. Damit sollen die Verkehrsteilnehmer auf der Allener Straße im rechten Winkel an die Wambelner Straße herangeführt werden. Ein „Abkürzen“ in Richtung Rhynern solle so verhindert werden, sagt Stadtsprecher Tobias Köbberling. Außerdem gebe es am nun vorgegebenen Haltestandort eine bessere Sicht in Richtung Wambeln, was die Sicherheit erhöhe, so die Stadt. Umgesetzt werde sie aller Voraussicht nach noch in diesem Monat.
Die Wambelner Straße wird seit vielen Jahren von Lokalpolitik und Bürgern als Risikostrecke angesehen. Sie ist kurvenreich und im Sommer bei hochstehendem Mais schwierig einsehbar. Vom Gewerbegebiet Scheidingen verursachter Ziel- und Quellverkehr sowie Ausweichverkehr von der oft verstopften Bundesstraße lassen auch die Zahl an Lkw steigen, was aufgrund der dafür nicht ausreichenden Fahrbahnbreite zusätzliche Gefahren mit sich bringt. Schwere Unfälle und noch deutlich mehr brenzlige Situationen, die glücklicherweise ohne Folgen blieben, sind die Folge. Auf dem Abschnitt zwischen Rhynern und der Einmündung „Auf der Breite“ wurde erst kürzlich vom erlaubten Tempo 100 auf 70 reduziert. Hier gibt es zwar ein längeres kurvenloses Stück, aber unter anderem Wildwechsel macht den Abschnitt dennoch gefährlich.
