Besondere Übung

Auch über Köln waren sie zu sehen: Eurofighter eskortierten A400M

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Am Montagmorgen sind zwei Kampfjets und ein Transportflugzeug der Bundeswehr über Köln geflogen. Mit dabei: Olaf Scholz. Dahinter steckt eine besondere Übung.

Köln – Mehrere Flugzeuge der Bundeswehr haben am Montagmorgen (23. Oktober) für einen spektakulären Anblick über Köln gesorgt. Zwei Eurofighter begleiteten dabei einen Airbus A400M der Luftwaffe zum Militärflughafen im Stadtteil Köln-Wahn. Mit am Bord war Olaf Scholz. Der deutsche Bundeskanzler nimmt dort an einer „Fähigkeitsdemonstration der Territorialen Verfügungsgruppe“ teil.

Eurofighter und A400M über Köln: Bundeswehr-Flugzeuge flogen Scholz extra aus Berlin ein

Zwei Eurofighter-Kampfjets haben einen Bundeswehr-Transporter mit Olaf Scholz an Bord begleitet.

Die sogenannte „Fähigkeitsdemonstration“ der Luftwaffe begann gegen 9 Uhr mit dem Transportflug von Olaf Scholz aus Berlin nach Köln. Bereits während des Fluges erhielt der Bundeskanzler demnach Erläuterungen zum technischen Gerät an Bord sowie einer streckenweise begleitenden „Alarmrotte“ der Bundeswehr.

Eurofighter und A400M machten dann beim Eintreffen in Köln viele Menschen auf sich aufmerksam. In diversen sozialen Netzwerken wie X (ehemals Twitter) oder Facebook posteten Anwohner der Domstadt gegen 10 Uhr Bilder und Videos von der Bundeswehr-Formation. Zum Beispiel in der Facebook-Gruppe „NETT-WERK Köln“. Tatsächlich fliegen immer wieder Kampfjets über NRW, jedoch aus sehr verschiedenen Gründen.

Fähigkeitsdemonstration in Köln-Wahn: Das steckt hinter der Militärübung mit Kanzler Scholz

Bundeskanzler Olaf Scholz wurde mit einer A400M der Luftwaffe nach Köln-Wahn geflogen.

Bei der Militärübung am militärischen Teil des Flughafens Köln handelt es sich um eine Neuheit. Denn das sogenannte „Territoriale Führungskommando“, das der Verfügungsgruppe in Wahn übersteht, wurde erst 2022 in Berlin aufgestellt. Zum Start der Übung wurde Bundeskanzler Scholz vom Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr begrüßt. Über den Tag hinweg werden Fähigkeiten und Abläufe bei der Verlegung von eigenen und verbündeten Streitkräften in Deutschland demonstriert, teilt die Bundesregierung mit. Der Kanzler möchte mit seinem Besuch demnach verdeutlichen, welchen „wichtigen Beitrag“ die Bundeswehr zur Integrierten Sicherheit der Nationalen Sicherheitsstrategie liefert.

Eurofighter, Tornado, A350: Diese Flugzeuge gibt es bei der Bundeswehr

Deutsche Tornado-Kampfjets auf dem Rückflug aus dem Irak
Der Jagdbomber Panavia 200 Tornado hat bald ausgedient, da die Maschinen des bis 1998 produzierten Flugzeugs so langsam das Ende ihrer Lebensdauer erreichen. Den Flieger gibt es bei der Bundeswehr in drei Varianten: Tornado IDS (Basisversion), Tornado ECR (bewaffnete Aufklärungsversion), Tornado Recce (unbewaffnete Aufklärungsversion). Das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien und Italien entwickelte Mehrkampfflugzeug soll in Zukunft unter anderem durch F-35A aus amerikanischer Produktion ersetzt werden. © Luftwaffe/dpa
Ein Eurofighter startet auf dem Flugplatz Laage bei Rostock zu einem Übungsflug
Der derzeit modernste Kampfjet in den Reihen der Bundeswehr: der Eurofighter Typhoon. Bis zu 2.901,78 km/h schnell wird das gemeinsam von Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien entwickelte Flugzeug. Bis 2025 soll die vierte Tranche des Kampfjets ausgeliefert werden und damit die Eurofighter der Tranche 1 (Indienststellung: 2004) in den Beständen der Luftwaffe ersetzen. © Jens Büttner/dpa
Der Airbus A350-900 „Konrad Adenauer“ vor der Dienstreise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Lateinamerika am Flughafen Berlin-Brandenburg
Der Airbus A350-900 ist derzeit der größte und modernste Regierungsflieger der Bundeswehr. Insgesamt drei Exemplare des Großraumjets sind für die Flugbereitschaft im Einsatz. Ihre prestigeträchtigste Aufgabe ist der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals. © Kay Nietfeld/dpa
Ein roter Teppich wird vor dem Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr auf dem Flughafen Adisumarmo (Surakarta) in Indonesien ausgerollt
Die Airbus A340-300 war das Vorgängermodell die A350-900 bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Nachdem es im Jahr 2018 zu vermehrten technischen Problemen mit den Großraumjets kam, wurde die Anschaffung der Nachfolger beschlossen. Die A340-300 bleibt derzeit allerdings noch parallel zum Nachfolgemodell im Dienst, nicht zuletzt deswegen, da noch nicht alle A350-900 mit einer vollumfänglichen Regierungskabine ausgestattet sind. © Raphael Huenerfauth/photothek/imago
Eine Airbus A400M vor dem Abflug vom Fliegerhorst Wunstorf, um Hilfsgüter für Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien auszuliefern
Das Transportflugzeug Airbus A400M dient der Verschickung von Personal und Material. Bis zu 114 Soldaten finden in der Maschine Platz, die aber auch schwereres Gerät wie den Schützenpanzer Puma transportieren kann. Mit den Maschinen wurden auch Hilfsgüter für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien im Februar 2023 ausgeflogen. © Moritz Frankenberg/dpa
Ein Transportflugzeug C-130J der Israeli Air Force wirft Frachtkisten an Fallschirmen über Israel ab
Das Transportflugzeug C-130J gibt es sowohl in der Tankerversion KC-130J als auch in der Transportversion C-130J-30 Super Hercules. Die Transportversion bietet Platz für bis zu 128 Personen oder 92 Fallschirmjäger oder acht Frachtpaletten und kann auch auf kurzen Pisten und auf unbefestigtem Untergrund starten und landen. Die Tankerversion kann Jets und Hubschrauber am Boden und in der Luft auftanken. Das Bild zeigt eine C-130J der Israeli Air Force im Einsatz © Ofer Zidon/imago
Eine Airbus A319CJ auf dem Flugfeld von oben
Die Airbus A319CJ ist ein weiteres Flugzeug in den Diensten der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Seit Sommer 2010 verfügt sie über zwei Corporate Jetliner dieses Typs. Die Maschinen werden für VIP-Transporte des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eingesetzt und bieten Platz für bis zu 44 Personen. © Norbert Thomas/Bundeswehr
Ein Regierungsflieger Airbus A321-231 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung bei einer „Touch & Go“-Landeübung auf dem Flughafen Leipzig / Halle bei Schkeuditz
Die Bundeswehr bezeichnet die Airbus A321-231 auch als „deutsche Air Force One“. Obwohl das Flugzeug auch Verwundete und Kranke befördern kann, ist seine Hauptaufgabe der VIP-Transport des politisch-parlamentarischen Führungspersonals auf Kurz- und Mittelstreckenflügen. Der Regierungsflieger kann bis zu 82 Passagiere, davon zwölf VIPs, transportieren. © Christian Grube/imago
T-38-Maschinen der US Air Force vor einem Sonnenuntergang
Die Maschinen vom Typ Northrop T-38C Talon stehen zwar in den Diensten der Bundeswehr, befinden sich jedoch auf der Sheppard Air Force Base in Texas in den USA. Für deutsche Piloten ist die Northrop T-38C Talon ein Schulflugzeug für den Flug im Überschallbereich, für dessen Nutzung sie in die USA reisen müssen. Das Foto zeigt T-38-Maschinen der US Air Force. © ZUMA Wire/imago
Eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr landet am Flughafen Hamburg Airport
Das Flugzeug Global 5000 kommt ausnahmsweise mal nicht von Airbus, sondern vom kanadischen Hersteller Bombardier. Es befördert kleinere VIP-Delegationen von bis zu 13 Personen auf Kurz- und Mittelstreckenflügen, in der Regel innerhalb Europas. © Kevin Hackert/imago
Ein Ölaufklärer DO 228 LM fliegt vor der Küste Deutschlands
Die Marine nutzt den Ölaufklärer DO 228 LM. Mit diesen Maschinen unterstützt sie das Havariekommando in Cuxhaven und Bundesverkehrsministerium im Kampf gegen Umweltkatastrophen: Mit Kameras und Sensoren können sie bei Tag und Nacht Verschmutzungen auf der Wasseroberfläche erkennen und diese melden. Damit helfen sie nicht nur bei Havarien, sondern gehen auch gegen illegale Müll- und Ölentsorgung durch Schiffe vor. © Matthias Döhler/Bundeswehr

Neben der Bundeswehr, nehmen auch Angehörigen der Bundespolizei, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie der US-Streitkräfte an Militärübung am Montag teil. Dabei sollen laut Bundesregierung die „zivil-militärische Zusammenarbeit“ und den „Host Nation Support“ in verschiedenen sogenannten „Lageeinspielungen“ demonstriert werden. (os mit dpa)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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