Nah- und Fernverkehr

Sturm-Auswirkungen in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich

  • schließen

Sturm Zoltan hat auf der Schiene in NRW für echtes Bahn-Chaos gesorgt. Inzwischen normalisiert sich der Verkehr jedoch wieder.

Köln – Kurz vor Weihnachten wütete das Sturmtief Zoltan auch über NRW hinweg. Das machte sich nicht nur auf den Straßen, sondern auch den Schienen deutlich bemerkbar. Wegen der massiven Schäden wurden zeitweise mehrere Bahnlinien im NRW-Regionalverkehr eingestellt. Bei vielen anderen gab es erhebliche Einschränkungen – aber auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn war betroffen. Inzwischen hat sich der Verkehr jedoch weitestgehend wieder stabilisiert. 24RHEIN zeigt alle aktuellen Sturm-Auswirkungen in NRW im Überblick.

Wegen der vielen Sturmschäden ist der Bahnverkehr in NRW stark eingeschränkt. (IDZRNRW-Montage)

Ausfälle und Verspätungen: Welche RE- und RB-Linien in NRW vom Sturm Zoltan betroffen sind

  • RB33: Aufgrund von Unwetterschäden bleibt der Zugverkehr zwischen Lindern und Heinsberg voraussichtlich bis Anfang/Mitte Januar eingestellt. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Lindern und Heinsberg (Rheinl) ist eingerichtet.
  • Hinweis: Stand vom 23. Dezember (10 Uhr) – alle Angaben ohne Gewähr

Alle nicht aufgeführten Zug-Linien verkehren laut Bahn-Angaben zum aktuellen Zeitpunkt ohne Einschränkungen, auf einigen Verbindungen läuft der Regionalverkehr nach Sturmtief Zoltan wieder stabiler. Jedoch kann sich die Situation jederzeit ändern. Nicht nur der Bahn, sondern auch der Autoverkehr muss derzeit mit Einschränkungen klarkommen. So wurde am Freitagmorgen (22. Dezember) die A4-Rheinbrücke bei Köln-Rodenkirchen durch Sturmschäden teilgesperrt.

Sturmtief Zoltan verwüstet NRW – Fotos zeigen die schweren Schäden

Sturmtief Zoltan in Köln, umgekippter LKW
Auch in Köln hinterließ Sturmtief Zoltan seine Spuren. © dpa
Sturmtief Zoltan, Bahnübergang Köln-Poll
Ein Bahnübergang in Köln-Poll wurde durch das Sturmtief Zoltan stark in Mitleidenschaft gezogen. © dpa
Sturmtief Zoltan, THW
Das Technische Hilfswerk (THW) war in Köln mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt. © dpa
Sturmschäden in Bonn Rheinstraße
Auf der Rheinstraße in Bonn bot sich Einsatzkräften aufgrund des Unwetters ein Bild der Verwüstung. © Feuerwehr Bonn
Umgekippter Baum in Grevenbroich
In Grevenbroich machten umstürzende Bäume auch vor Gartenzäunen nicht Halt. © Feuerwehr Grevenbroich
Umgestürzte Bäume in Werne
In Werne zerkleinerten Einsatzkräfte umgestürzte Bäume mit einer Kettensäge. © Feuerwehr Werne
Baum fällt auf Auto in Bochum
In Bochum zog ein umgestürzter Baum ein Auto in Mitleidenschaft. © Feuerwehr Bochum
Abgebrochene Baumkrone in Bochum
In Bochum sorgte Sturmtief Zoltan für abgebrochene Baumkronen. © Feuerwehr Bochum
Überflutung in Hattingen
In Hattingen konnten nicht einmal mehr Gullydeckel die Wassermassen zurückhalten. © Feuerwehr Hattingen
Feuerwehreinsatz wegen Sturm in Herdecke
Auch in Herdecke war die Feuerwehr im Einsatz und kämpfte gegen die Überflutung durch das Unwetter an. © Feuerwehr Herdecke

Sturm trifft auch Bahn-Fernverkehr: Mehrere ICE- und IC-Züge fallen in NRW aus

  • ICE/IC Köln–Hamm–Paderborn–Kassel–München/Gera: Alle Züge entfallen zwischen Köln und Kassel
  • IC Münster/Westfalen–Siegen–Frankfurt am Main/Stuttgart: Alle Züge entfallen komplett
  • Hinweis: Stand vom 23. Dezember (10 Uhr) – alle Angaben ohne Gewähr

Bahn bietet wegen Sturmeinschränkungen flexible Reisen an – aber warnt vor Weihnachtsverkehr

Wie in Unwetter-Fällen üblich, hat die Deutsche Bahn für alle Reisenden derzeit eine Sonderkulanzregel. „Alle Fahrgäste, die ihre  vom 21.12. bis 23.12.2023 geplante Reise aufgrund des Sturms Zoltan verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen“, teilt der Konzern auf seiner Website mit. Damit ist die Zugbindung für alle Bahnreisenden aufgehoben.

Wer nun zu einem späteren Zeitpunkt fahren will, sollte laut der Deutschen Bahn aber den zusätzlichen Weihnachtsverkehr beachten. Demnach seien die Fernverkehrszüge am 22. und 23. Dezember „bereits sehr stark ausgelastet“. Wer seine Reise verschieben möchte, sollte zuvor alle die Auslastung der entsprechenden Verbindung prüfen. (os) Täglich informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Rubriklistenbild: © Christian Müller/dpa/Westfalennews & Arnulf Hettrich/Imago

Kommentare