VonMarvin K. Hoffmannschließen
Eine mit einem Messer bewaffnete Frau hat in Kamen für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Spezialkräfte nahmen sie schließlich in Gewahrsam.
Kamen – Eine offenbar psychisch kranke Frau hat in Kamen (Nordrhein-Westfalen) am Montagnachmittag, 25. März, für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. „Spezialeinheiten beenden Eigengefährdungslage auf Blumenfeld“, erklärt die Polizei dazu am Abend. Es sind noch weitere Details zum Einsatz bekannt.
Frau bedrohte wohl andere Frau in Kamen mit Messer
„Gegen 15.50 Uhr geriet eine augenscheinlich psychisch erkrankte weibliche Person mit einer anderen Frau in Streit und drohte ihr mit einem Messer. Die Geschädigte entfernte sich und verständigte wiederum die Polizei“, heißt es. Demnach sei die Situation im Bereich Schattweg/Unnaer Straße in Kamen eskaliert. Sogar Spezialeinheiten rückten an.
„Die weibliche Person reagierte nicht auf Ansprache durch die Polizei, hielt sich das Messer an den Hals und begab sich auf das Feld, wo sie untätig verweilte“, teilt die Polizei mit. Ob psychologische Fachkräfte vor Ort waren, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Zwar sind Polizisten für Fälle wie diesen geschult – zuletzt ging in Paderborn ein Einsatz trotzdem schief, ein Mann war dabei ums Leben gekommen. Für große mediale Aufmerksamkeit hatte auch der Fall des getöteten 16-Jährigen in Dortmund gesorgt. Aktuell läuft der Prozess gegen die am Einsatz beteiligten Polizisten.
Spezialeinheiten der Polizei nehmen Frau in Gewahrsam
Ein gutes Ende nahm hingegen nun der Einsatz in Kamen. „Im Rahmen des folgenden Einsatzes unter Beteiligung von Kräften der Spezialeinheiten und eines Polizeihubschraubers konnte die Frau gegen 18.20 Uhr unverletzt in Gewahrsam genommen werden“, heißt es.
Hilfe bei Suizidgedanken
Hinweis der Redaktion: Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen Ausnahmen, wie in diesem Fall. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B, bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).
Der Bereich rund um den Schattweg/Unnaer Straße in Höhe der dortigen Tankstelle sowie eines Automobilhändlers sei „weiträumig abgesperrt“ worden. Die Polizei versichert außerdem: „Zu keiner Zeit bestanden Gefahren für Außenstehende.“
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