„Hundstage heiß - Winter lange weiß“

„Wird der Winter kalt und bitter“: Bedeutung der Bauernregeln im August

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Das Wetter im August kann laut Bauernregeln Aufschluss über den Herbst und Winter geben. Aber wie sieht die aktuelle Vorhersage für NRW aus? Und was bedeutet das?

Hamm - Bauernweisheiten und Bauernregeln gibt es viele – vor allem in Bezug auf das Wetter. Egal ob zum „Altweibersommer“, zur „Schafskälte“ oder zum „Siebenschläfer“. Und auch im August gibt es zahlreiche Bauernregeln, die mit einer bestimmten Wetterprognose einhergehen. Aber was sagen sie wirklich aus und wie verlässlich sind die Regeln?

Bauernregeln im August: „Hundstage heiß – Winter lange weiß“

Die meisten Bauernregeln stammen von früher – vor der modernen Forschung, als Landwirte versuchten, durch Erfahrungswerte aus vorangegangen Jahren und Jahrzehnten Hinweise auf das kommende Wetter und mögliche Gefahren für die Ernte zu erhalten.

Gleich mehrere alte Bauernregeln besagen, dass man anhand des August-Wetters eine Prognose für den Winter erstellen kann (Symbolbild).

Im August gibt es neben generellen Bauernregeln auch zahlreiche Sprüche für besondere Tage wie den Hundstagen (23. Juli bis 23. August), der Oswaldtag (5. August), der Lorenztag (10. August) und der Bartholomäitag (24. August).

Diese 10 Bauernregeln gelten für den August

  • Hundstage (23. Juli bis 23. August) hell und klar deuten auf ein gutes Jahr, werden Regen sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten.
  • Hundstage heiß – Winter lange weiß.
  • Ist der August am Anfang heiß, wird der Winter streng und weiß, stellen sich Gewitter ein, wird‘s bis Ende auch so sein.
  • Ist‘s von Petri (1. August) bis Lorenz (10. August) heiß, bleibt der Winter lange weiß.
  • Oswaldtag (5. August) muss trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein.
  • Wenn‘s im August nicht regnet, ist der Winter mit Schnee gesegnet.
  • Wie das Wetter am Maria Himmelfahrtstag (15. August), so der ganze Herbst sein mag.
  • Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.
  • Wie sich das Wetter am Barthelstag (24. August) stellt ein, so soll‘s den ganzen September sein.
  • Wie der August war, wird der künftige Februar.

Bauernregeln August – was sagen sie aus? So soll das Wetter im Sommer werden

Demnach ist das Wetter im August entscheidend dafür, wie das Wetter im Herbst und vor allem im Winter wird. Je wärmer und sonniger der Sommermonat ist, desto mehr dürften Schnee-Fans auf ihre Kosten kommen.

Die Aussagekraft der Weisheiten ist im Vergleich mit heutigen Wettervorhersagen und Prognosen natürlich gering, aber oft genug stimmen Bauernregel und tatsächliches Wetter doch überein. „Liegt die mittlere Höchsttemperatur in der ersten Augustwoche bei 25 Grad oder darüber, ist die Anzahl der Tage mit einer Schneedecke im kommenden Winter überdurchschnittlich hoch. Das zeigen auch neuere statistische Untersuchungen“, heißt es bei wetter.de.

Ob das in diesem Jahr in NRW allerdings der Fall ist, ist fraglich. Zumindest, wenn es nach der aktuellen 16-Tage-Prognose (Stand: 5. August) bei Wetter.com geht. Zwar wird es in Dortmund, Düsseldorf und Münster mit meist über 20-Grad überwiegend warm, allerdings kommt es demnach auch zu Regen, Schauern und sogar Gewittern. Die Sonne verschwindet dabei immer wieder hinter Wolken.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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