VonSusanne Fischer-Bolzschließen
Der 43 Meter lange Überweg, den das THW in einer Tag- und Nacht-Wochenend-Aktion aufgebaut hat, steht. Die schwimmende Brücke wurde eiligst errichtet, nachdem Straßen.NRW die Lennebrücke bis auf Weiteres gesperrt hatte.
Nachrodt-Wiblingwerde – Wegen neuer Schäden wurde die Lennebrücke für sämtlichen Verkehr bis auf Weiteres gesperrt. Nun steht die schwimmende Brücke in Nachrodt-Wiblingwerde. 90 Personen dürften theoretisch gleichzeitig auf der Brücke sein. So viele sind es nie, aber es gibt ein reges Hin- und Her von Fußgängern und Radfahrern, die ihr Gefährt schieben. Wie wichtig die Überquerung ist, sieht man und hört man im Minutentakt: „Danke, danke, danke“, sagt eine Spaziergängerin mit Gehhilfen zu den THW-Leuten, die die Nachtschicht von Sonntag auf Montag übernommen hatten.
Sperrung der Lennebrücke: Durch den Schlamm auf den schwimmenden Steg
Sie sind aus Hagen gekommen, um für die Sicherheit zu sorgen. Denn nachdem es ein paar unvorhersehbare Probleme gegeben hatte, und ein defektes Bauteil der Brücke noch mit großem Aufwand ausgetauscht werden musste, fehlten am Montagmorgen zum Beispiel noch die Beleuchtung und die finale Befestigung eines Pontons in der Mitte, das mit Hilfe der Strömungsretter nun mit jeweils vier Stahlseilen auf beiden Seiten gesichert ist.
Die Jet-Floats, schwimmende Behälter, die sich aneinanderreihen „wie eine Entenfamilie“, um als Fangschutz für das Treibgut zu dienen, mussten aufgrund der Strömung übrigens wieder abgebaut werden. Sie drehten sich, ebenso dann die damit verbundenen Stahlseile. „Es entsteht eine hohe Spannung. Das ist zu gefährlich“, entschied Holger Hohage, technischer Koordinator, den Abbau.
Lennebrücke gesperrt: Befestigung der Schwimmbrücke könnte eine Stolperfalle sein
Zurzeit werden noch weitere „Kleinigkeiten“ angegangen: Die Befestigung der Schwimmbrücke könnte eine Stolperfalle sein. Das Bauamt der Gemeinde kümmert sich mit Planen. Zudem schottert der „Helfer in der Not“, Unternehmer Siggi Müller, die Zuwegung zur Schwimmbrücke, damit der Weg als solcher besser zu nutzen ist. Außerdem gibt es jetzt für die Fußgänger eine Abgrenzung zur Baustraße Richtung Lennebrücke, damit die großen Fahrzeuge nicht zur Gefahr werden.
Und sonst? Auf dem Rastatt-Parkplatz werden Halteverbotszonen eingerichtet, um einen Wendeplatz für die Busse einzurichten. Nur so kann die MVG den Betrieb in Nachrodt wieder aufnehmen. Auf der anderen Lenneseite werden die Busse im Kreisverkehr an der Kirchstraße wenden. Bei Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz klingelt ununterbrochen das Telefon. Was ist mit der Müllabfuhr? Wie fährt der Bus? „Dafür wird es Lösungen geben“, ist er zuversichtlich.


