VonEva Burghardtschließen
Bei Kontrollen in Gelsenkirchen wurden sieben Wohnungen als unbenutzbar eingestuft. Ein Eigentümer war bereits auffällig geworden.
Gelsenkirchen – Zugemüllte Hausflure, kaputte Treppengeländer und gefährliche Baumängel – in Gelsenkirchen überprüft regelmäßig ein Spezialteam auffällige Gebäude. Dabei kontrollieren die Einsatzkräfte, die von verschiedenen öffentlichen Behörden kommen, ob sich Menschen in diesen Häusern aufhalten und ob es dort Verstöße gibt. Bei der letzten Kontrolle wurden sieben Wohnungen als unbewohnbar eingestuft. In Gelsenkirchen gibt es öfter Probleme mit sogenannten Schrottimmobilien, wo Menschen unter gefährlichen Bedingungen leben.
Spezialteam kontrolliert Häuser in Gelsenkirchen
Insgesamt überprüfte das Interventionsteam EU-Ost aus Gelsenkirchen (NRW) 13 Wohnungen – im Hördeweg, in der Antoniusstraße und in der Straße Im Busche. Das war am 25. Januar, wie die Stadt mitteilt. Mit dabei waren dieses Mal Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kommunalen Ordnungsdienst, von der Verkehrsüberwachung, der Stadtplanung, der Bauordnung und vom Jobcenter Gelsenkirchen. Kontrollen dieser Art gibt es immer wieder, zuletzt wurden dabei in Supermärkten hygienische Mängel aufgedeckt.
Die Bilanz ist ernüchternd: Sieben Wohnungen sind nach Einschätzung der Experten unbenutzbar, außerdem eine Lagerhalle, eine Garage und ein Anbau. Wie die Stadt berichtet, fehlten die Genehmgigung für die Nutzung der Räume entweder komplett oder „es wurde massiv von diesen abgewichen.“
26 Verwarngelder in Gelsenkirchen erhoben
Demnach sei ein der Eigentümer von zwei überprüften Gebäuden in der Vergangenheit bei Zwangsversteigerungen bereits auffällig geworden. Bei einem anderen Gebäude war der Hinterhof nach Angaben der Stadt stark vermüllt. Die Gelsendienste haben den Mann deswegen aufgefordert, den Unrat zu entsorgen.
Bei den Kontrollen beschäftigten das Team auch noch andere Vergehen. Dabei ging es unter anderem um den Verdacht des Sozialleistungsbetrugs, aber auch Verkehrsdelikte. So wurden im Umfeld der Häuser 26 Verwarngelder erhoben und vier Bußgeldverfahren eingeleitet, weil etwa Feinstaubplaketten fehlten oder fehlerhaft waren. Zwei Fahrzeuge wurden außerdem abgeschleppt: Eines behinderte den Verkehr, ein anderes war nicht versichert. (ebu)
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